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Vergleichstest: PC-Boxen Vier unterschiedliche Boxensets für Schreibtisch und PC-Einsatz

Aktivmonitor, Sub-Sat-Set oder Surround? Wer hochwertigen Klang am PC und auf dem Schreibtisch will, kann sich nicht nur entscheiden, ob er bei HiFi- oder Computermarken zugreift. ­Unsere vier Testteilnehmer von Nubert, Logitech, Auluxe und Edifier bieten auch für individuelle Hörbedürfnisse die jeweils maßgeschneiderte Lösung.

PC-Lautsprecher
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Musikhören am Rechner oder auf dem Schreibtisch ist, allen Unkenrufen von HiFi-Traditionalisten zum Trotz, auf dem Vormarsch. Eine ganze Generation von Musikhörern hat längst ihren PC oder Mac zur Medienzentrale erkoren, und dank neuer Entwicklungen wie den ­verlustfreien Dateiformaten oder hochwertigen USB-Wandlern verheißt die computerbasierte Musikwiedergabe heute sogar eine Klangqualität, die noch vor einigen Jahren undenkbar schien.

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Doch wer neu ins Desktop-Geschäft einsteigen will, steht vor der Qual der Wahl: Nicht nur die verschiedensten Marken buhlen um die Gunst der qualitäts- und designbewussten Kunden – teilweise finden sich Namen darunter, die man eher von PC-Mäusen oder iPod-Docks kennt. Auch jede Menge Newcomer wittern das große Zukunftsgeschäft. Und naturgemäß vertritt auch jeder Hersteller eine andere Philosophie, was Aufbau und Größe der Boxen angeht: Vom minimalistischen 2.1-Set über ein vollwer­tiges 5.1-Surround-Gedeck bis zu einem Pärchen gleichwertiger aktiver Monitore reicht die Palette. Doch nicht vergessen sollte man bei alledem die wichtigste Frage: Wie stelle ich die Boxen auf und wie schließe ich sie an?

Messlabor

Tiefgang, Gehäusevolumen und Maximalpegel – diese drei ­konkurrierenden Ziele müssen auch bei Desktop-Speakern vom Entwickler ausbalanciert werden.

MIT DIESEN CDs  WURDE GEHÖRT: Katie Melua – Piece By Piece (special edition): Zarte Stimme, loungiger Sound, intelligente Arrangements – der frische Jazzpop begeistert, und fordert mit den S-Lauten die Anlage. © Archiv
MIT DIESEN CDs WURDE GEHÖRT: Katie Melua – Piece By Piece (special edition): Zarte Stimme, loungiger Sound, intelligente Arrangements – der frische Jazzpop begeistert, und fordert mit den S-Lauten die Anlage.

Das Auluxe weist mit die kleinsten je gemessenen Satelliten und Subwoofer auf, wobei erstere deutliche Kompromisse beim Pegel (rechnerisch nur 70dB) und letzterer beim Tiefgang eingehen muss. In der Praxis sind die Kompressionen im Mittelton aber nicht so relevant, so dass das DEW AM 2021 zumindest gute Lautstärkereserven aufweist und seine saubere Abstimmung gut ausspielen kann.

Logitech hingegen hat sein 5.1-Set auf maximalen Tiefgang ­gezüchtet. Durch die günstige Trennung und die sanfte Begrenzung des Subs geht das Z 906 subjektiv deutlich lauter als der Messwert suggeriert, womit es auch Gamern und Filmfans Genüge tut.

Audio’s audiophile 7 – Bassfire (Zounds): Ein basslastiger Track jagt den anderen – und trotz der wild durch alle Stilrichtungen springenden Mischung funktioniert dieser Sampler von Funk bis Rock-Klassik nicht nur bei tiefton­begeisterten HiFi-Fans. © Archiv
Audio’s audiophile 7 – Bassfire (Zounds): Ein basslastiger Track jagt den anderen – und trotz der wild durch alle Stilrichtungen springenden Mischung funktioniert dieser Sampler von Funk bis Rock-Klassik nicht nur bei tiefton­begeisterten HiFi-Fans.

Noch mehr holt das Edifier S530D aus dem eigentlich gar nicht so gro­ßen Volumen heraus, der Woofer spielt pegel­mäßig schon bei den großen Subwoofern mit, allerdings mit vermindertem Tiefgang.

Praxis: Lautsprecher richtig aufstellen

Eine hervorragende Abstimmung ist Nubert gelungen, zumal die nuPro A10 nicht nur neutral und ­relativ tief abgestimmt ist, sondern ihr Bassregler auch eine flexible und praxisnahe Ortsentzerrung bei zu bassstarken Aufstell­positionen bietet. Bei normalem Musikmaterial geht die NuPro ebenfalls lauter als ihr Messwert vermuten ließe, lediglich ­bassreiche Musik, Filme und Games dürften im Bass etwas eingebremst klingen.

Fazit

Für echte Hifi-Fans ist die Sache klar: Die Nubert bietet die neutralste und feinste Wiedergabe auf dem Schreibtisch und rechtfertigt den preislichen Abstand absolut. Doch nicht jeder User mag eine ausgewachsene Box vor sich ­haben, in punkto Design harmonieren die kleinen Auluxe ohnehin besser mit Mac und Co.

Wer nicht gerade laut oder sehr genau hören will, wird mit ihrem gefälligen Sound durchaus glücklich. Für Gamer und Filmfans gibt es eine glücklichere Wahl: Das Edifier ist ein extrem dynamisches Set voller Power und Drive. Echtes Surround vermisst man da eigentlich nicht, zumal die fünf Satelliten ­eines vollen Sets nicht so leicht aufzustellen sind.

 
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