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Vergleichstest iPod Touch 5G und iPad Mini im Test

Der iPod Touch ist nach wie vor der meistverkaufte Mobilplayer. Die fünfte Generation aber hat nun handliche Konkurrenz aus dem eigenen Haus bekommen: das iPad Mini. AUDIO untersuchte beide Apple-Geräte unter einer einzigen Prämisse: Was bringen sie dem Musik-Fan?

iPod
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© Hersteller/Archiv

Apple iPod Touch 5G
Klangurteil: 72 Punkte
Preis/Leistung: sehr gut
  • +sensationelles Display
  • +sehr schnelles WiFi
  • +gute Klangqualität
  • +lauter als die Vorgänger
  • -auch die neue Form macht die Kopfhörer nicht zu Überfliegern

Keine Angst, wir lassen uns hier nicht ausgiebig über Schnelligkeit und Spiele-Tauglichkeit des neuesten iPod Touch aus. Aber: Der 5G bietet einige Fähigkeiten, die den Musikfan nicht kalt lassen können. Vom neuen iPad Mini ganz zu schweigen, das mit seinen handlichen Maßen plötzlich eine ernsthafte und gar nicht mal so viel teurere Alternative zum Touch ist; das iPad Mini mit 32 GB – ohne 3G-Option– kostet etwa so viel wie der iPod Touch 5G mit 64 GB. So ist die Frage gestattet: Welcher von beiden ist die bessere Wahl als HiFi-Accessoire?

iPod Touch vs. iPad Mini: Unterwegs

Apple iPad Mini
Klangurteil: 72 Punkte
Preis/Leistung: sehr gut
  • +genialer Kompromiss zwischen Größe und Handlichkeit
  • -braucht erstaunlich viel Ladestrom und überfordert sogar manche USB-Eingänge am Rechner

Der iPod Touch ist zwar länger als sein direkter Vorgänger, aber natürlich kleiner, dünner und leichter als das iPad Mini und passt besser in die Hosen- oder Jackentasche. Auch bei der Laufzeit hat der kleinere Apple die Nase vorn: Der Lithium-Polymer-Akku soll laut Herstellerangaben rund 40 Stunden permanentes Musikhören ermöglichen (auf Basis von AAC-Dateien mit 128 Kilobit/s). Beim iPad Mini sind es nur noch zehn Stunden nonstop.

iPod Touch vs. iPad Mini: Hardware

Beide Player werden vom gleichen Prozessor, einem Apple A5 mit 512 MB RAM (basiert auf einem ausgewachsenen ARM-Prozessor), verwaltet. Dazu gesellt sich jeweils der gleiche Chipsatz von Cirrus Logic, der sowohl die Audio-Konvertierungs-Einheit wie auch den Digital-Amp beherbergt, der die Mini-Speaker antreibt.

Praxis: So hören Sie FLAC-Dateien auf iPod & Co.

Theoretisch sollte diese Kombination auch High-Res-Auflösungen ohne Probleme ermöglichen. Jedoch: Das Betriebssystem und der integrierte Musik-Player unterstützen nativ beispielsweise keine FLAC-Dateien und begrenzen die Ausgabe auf 48kHz/16bit. Schade eigentlich, denn mit ihrer Rechenpower, WiFi-Fähigkeit und Speicherkapazität hätten iPod Touch und iPad durchaus das Potenzial für ernsthafte musikalische Ambitionen.

Das iPad Mini ist eine durchaus ernst zu nehmende Konkurrenz für den iPod Touch 5G.
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Das iPad Mini ist eine durchaus ernst zu nehmende Konkurrenz für den iPod Touch 5G.

iPod Touch vs. iPad Mini: Angedockt

Beide Apple-Geräte haben nun – wie auch das iPhone 5 – die neue, kleinere Lightning-Buchse als Universal-Andockschnittstelle. Das provoziert zumeist Ärger bei Besitzern von Docks, die noch auf den 30-poligen Connector-Anschluss der Vorserien-Modelle ausgelegt sind. Ein Adapter kostet rund 30 Euro und funktionierte im Praxischeck an allen gängigen Docks. Allerdings: Da der iPod Touch 5G ohnehin schon länger ist als der Touch 4G und mit Adapter noch etwas zulegt, könnte es eventuell bei Docks oder Halterungen fürs Auto mit Einpassungen eng werden. Dagegen findet das iPad Mini selbst mit Adapter locker dort Platz, wo vorher ein iPad angedockt hätte.

Kaufberatung: HiFi-Kopfhörer im Test

Leider scheint aber nun auch ein Geheimweg verbaut, mit dem 96kHz/24bit-Daten bislang iPads entlockt werden konnten: Das eigentlich für die direkte Verbindung zu Digitalkameras gedachte „Camera Connection Kit“ konnte im Zusammenspiel mit einem USB-DAC offenbar die begehrten HD-Files übertragen. Mit dem neuen „Lightning to USB Camera“-Adapter aber schlug der Versuch vom iPad Mini aus fehl.

iPod Touch vs. iPad Mini: Apps

Wahre Qualitäten für Musikliebhaber bieten beide Apples natürlich in Form von Apps. Ob als Steuerkontrolle für Streaming-Player von Atoll oder Pro-Ject, als Messinstrument für Pegelmessung, Internetradio-Lieferant oder Nachschlagewerk mit digitalen AUDIO-Ausgaben – es gibt kaum ein Einsatzgebiet ohne passende App. Hier bieten beide Modelle einfach State of the Art. Das iPad Mini mit originaler iPad-Screen-Auflösung macht bei der Bedienung und Übersicht deutlich mehr Spaß. Der iPod bietet weniger Touch-Fläche, punktet aber mit dem wahnwitzig brillanten 4-Zoll-Retina-Display des iPhone 5. WiFi und AirPlay-Fähigkeit sind natürlich bei beiden inklusive.

Messlabor: Die Frequenzgang-Messungen von iPod und iPad sind sich wie immer sehr ähnlich: eine schnurgerade Linie und kein Bass-Rolloff mehr wie noch bei den weißen Ur-Modellen mit angeschlossenen 32-Ohm-Hörern. Die Ausgangsimpedanz des Touch liegt bei 1,4 O, die Ausgangsspannung für Kopfhörer bei noch guten 471 mV, allerdings leicht unter dem Wert des iPod Touch 4G. Der Störabstand ist mit 105dB tadellos und die Klirramplitude verschwindend dezent. © Hersteller/Archiv
Messlabor: Die Frequenzgang-Messungen von iPod und iPad sind sich wie immer sehr ähnlich: eine schnurgerade Linie und kein Bass-Rolloff mehr wie noch bei den weißen Ur-Modellen mit angeschlossenen 32-Ohm-Hörern. Die Ausgangsimpedanz des Touch liegt bei 1,4 O, die Ausgangsspannung für Kopfhörer bei noch guten 471 mV, allerdings leicht unter dem Wert des iPod Touch 4G. Der Störabstand ist mit 105dB tadellos und die Klirramplitude verschwindend dezent.

iPod Touch vs. iPad Mini: Klang

Der iPod Touch 5G bringt seine eigenen In-Ears mit, die aber nun EarPods heißen und dank Golfschläger-ähnelnder Form besser im Ohr sitzen sollen. Klanglich sind sie tatsächlich auch klarer und vor allem grundtonkräftiger als ihre (zu Recht) viel kritisierten Vorgänger – doch noch lange nicht auf dem Niveau guter Mobil-Hörer. So macht es auch nichts, dass das iPad Mini komplett auf die In-Ear-Dreingabe verzichtet. Klanglich sind sich beide – wenig überraschend – sehr ähnlich: mit einer leicht dunklen, nicht sehr basstiefen, aber intensiveren und direkteren Wiedergabe als beispielsweise beim iPhone 4.

Fazit

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Spätestens beim Thema Streaming und Apps kommt man als HiFi-affiner Zeigenosse an iOS und den neuen Apple-Playern und -Pads nicht mehr vorbei. Die Anwendungsvielfalt ist einfach zu groß. Tatsächlich ist die neueste Generation noch schneller und beeindruckender. Außerdem: Mit Lossless-Formaten und guten Kopfhörern macht auch das Musikhören über die iDevices richtig Spaß.

 
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