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Vergleichstest Drei Kompaktboxen im Test

Dass eine Kompaktbox der High-End-Klasse beste Chassis und eine sorgsam abgestimmte Frequenzweiche enthält, ist selbstverständlich.

Kompaktboxen
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© Hersteller/Archiv

Doch manche Hersteller denken weiter, etwa durch eine ausgeklügelte, akustisch optimierte Gestaltung der Schallwand. Wir haben drei Boxen gegenübergestellt. Im Testfeld: AVM Audition S3, Epos Elan 15 und Dynaudio Excite X16.

Wieviel Einfluss hat die Gestaltung der Schallwand auf den Klang? Er ist größer, als viele denken. Denn ein Gutteil der Schallenergie, die die Chassis in alle Richtungen abstrahlen, wird von selbiger mehr oder minder gleichmäßig reflektiert und in den vorderen Halbraum Richtung Hörer zurückgeworfen.

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Je breiter die Front selbst, desto tiefere Frequenzen können von ihr noch gebündelt werden. Harte Absätze und Kanten sollten insbesondere im Bereich um den Hochtöner vermieden werden.

Dynaudio ExCite X16
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Dynaudio ExCite X16

Doch auch der Rand spielt eine starke Rolle: Strahlen einzelne Treiber, gerade im Hochton, breit ab, bilden sich an der Abrisskante fiese Reflexionen, die das Klangbild verschlechtern. In die Gestaltung der Schallwand muss ein Hersteller deshalb viel Sorgfalt und akustisches Feintuning investieren.

Messlabor

Die Schallwände der drei Kompakten sind offensichtlich so abgestimmt, dass die Abstrahlung nur im Sweet-Spot frei von Interferenzen und Bündelungseffekten bleibt – in der Praxis sollte man deshalb genau anwinkeln und mit der Höhe experimentieren.

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© Hersteller/Archiv

Die AVM mit ihrem kleinsten Innenvolumen mobilisiert bei der Maximalpegelmessung erstaunliche 102 Dezibel, bis sie die Klirrgrenze erreicht, im Hörtest geht sie sogar noch etwas lauter.

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Die Dynaudio ist im Oberbass bei 100 Dezibel limitiert – hier kommt es auf die Zusammensetzung des Musikmaterials an, wie laut sie wirklich geht. Pegelwunder ist naturgemäß die Epos, die allerdings im Bass auch nur bis 47 Hz (-6dB) reicht, während die Dynaudio die 40-Hz-Marke erreicht.

 
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