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Kaufberatung Noise-Cancelling-Kopfhörer im Test

Noise-Cancelling-Kopfhörer vermindern mit einer pfiffigen Schaltung Umweltgeräusche. Aber wie klingen die Sonder-­Hörer? Antwort: Viele mäßig und einer herausragend gut.

Noise-Canceller sind die Arbeitstiere unter den Kopfhörern – sie sollten es ­zumindest sein, denn die Anforderungen an sie sind weitaus vielfältiger als an passive Modelle. Im aktiven Betrieb, ohne Musik, brilliert ein NC-Hörer idealerweise durch geringes ­Eigenrauschen und maximale Reduzierung äußerer Störgeräusche – schließlich möchte nicht jeder, der einen NC-Kopfhörer aufsetzt, unentwegt Musik hören. Viele Reisende zum Beispiel nutzen ein solches Gerät zeitweise, um beim Lesen nicht durch die zahlreichen akus­tischen Eindrücke der Umwelt abgelenkt zu werden. Oder um im Flugzeug das lästige Motorenbrummen auszublenden. Ein wahrnehmbares Rauschen wäre da kontraproduktiv.

Musizieren soll der Noise-Canceller natürlich, dazu fein auflösen und unangestrengt klingen – und zwar im aktiven wie im passiven Betrieb. Es braucht also schon einen talentierten Workaholic, um in allen vier Disziplinen zu bestehen.

Je nach der angestrebten Verwendung sollte man beim Kauf eines NC-Kopfhörers darauf achten, ob der Hörer überhaupt ohne eingeschaltetes Noise-Cancelling zum Musikhören genutzt werden kann. Denn das ist nicht selbstverständlich.

Keine Musik ohne aktives Noise-Cancelling

So beschränken sich der Beats Studio und der Bose Quiet Comfort 15 auf  drei Disziplinen und lassen sich nicht zum Musikabspielen im passiven Betrieb herab. Wenn die Batterien unterwegs leer gesaugt sind, ist dann nicht nur mit ­Noise-Cancelling Schluss, sondern auch mit dem Musik­genuss. Das ist doppelt schade, denn um Nebengeräusche auszublenden, kann Musik in den Ohren ja auch hilfreich sein.

Doch Vorsicht! Ein Kopf­hörer, der auch bei ausgeschaltetem Noise-Guard Musik liefert, ist deshalb nicht gleich die bessere Wahl, denn auch diese Modelle wurden auf optimalen Klang im aktiven Betrieb abgestimmt. Das bedeutet, dass die Tonqualität im Einzelfall variiert, je nachdem, ob der Hörer aktiv oder ausgeschaltet ist. ­stereoplay hat dies im Test ­berücksichtigt. Das Ergebnis: Von untauglich bis anstandslos war unter den Kandidaten alles vertreten.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der aktiven Kopfhörer ist die Energiequelle. Bis auf den Sennheiser, der über aufladbare Lithium-Polymer-Akkus betrieben wird, greifen alle im Testfeld vertretenen Modelle auf einfache Micro-Batterien zurück – der Beats Studio sogar auf zwei, was sich negativ auf den Tragekomfort des Schwergewichts auswirkt.

Fazit

Wer mit seinem Kopfhörer auch mal ohne Noise-Cancelling der Lieblingsmusik lauschen möchte, sollte den Panasonic, den Audio-Technica oder den AKG in die engere Wahl ziehen. Schnäppchenjäger werden mit dem Sony glücklich sein. Kabellos und per ­Bluetooth ließ sich nur der Sennheiser nutzen, allerdings bevorzugt im passiven Betrieb.

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Diesen Modus haben der Beats Studio und der Bose nicht im ­Repertoire. Dafür überzeugte der Quiet Comfort 15, wie der Name verspricht, mit ­Tragekomfort und natürlichen, souveränen Klängen. Besonders Reisende, die einen Noise-Canceller auch mal ohne Musik nutzen wollen oder beispielsweise, um sich mit einem Hörbuch die Zeit zu vertreiben, werden im QC 15 den geeigneten Flug­begleiter sehen. Denn sein Eigen­rauschen war fast nicht wahrnehmbar. Der Beats Studio empfiehlt sich Nutzern, die sein modern gestaltetes Äußeres lieben. Satten Bass erhalten sie als Gratiszugabe.

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