Menü

Vergleichstest 12 Standlautsprecher im Test

Feine Boxen für rund 2000 Euro vermutet man eher bei den bekannten Marken. Doch auch kleinere Anbieter liefern klangstarke Produkte. Wir sagen Ihnen, welche dies sind.

Standboxen im Test © Hersteller/Archiv
6 Verteidiger und 6 Angreifer im Vergleichstest

Die größten Klangunterschiede in der HiFi-Kette verantworten nach wie vor die Lautsprecher, die deshalb sorgfältig ausgewählt werden müssen. Da Standboxen gleichzeitig Möbelstücke sind, ist das Probehören beim Fachhändler stets auch ein visuelles Erlebnis. Derart vielfältige Sinneseindrücke lassen sich durch Surfen im Netz nicht erfahren. Das Probehören hat allerdings so seine Tücken, denn während bei Elektronikbausteinen die Auswahl oft überschaubar bleibt, gibt es Boxen in Hülle und Fülle – die kein Fachhändler alle in der Vorführung haben kann.

Test: Cabasse Majorca MC 40

Unterschiedliche Vertriebsstrukturen kommen erschwerend hinzu. Hersteller mit großem Bekanntheitsgrad beliefern teilweise mehr als 1000 Händler, ihre Produkte lassen sich meist ohne große Umstände wohnortnah Probe hören. Weniger bekannte Marken dagegen müssen sich oft mit einem deutlich dünneren Netz begnügen.

Test: Magnat Quantum 805

Da bei unserem Vergleich Anbieter unterschiedlichster Art aufeinandertreffen, wurde die Zahl der Händler zusätzlich abgefragt. Die jeweils nächstgelegene Anlaufstelle erfahren Interessenten auf den Webseiten der Hersteller. Wahre Kenner lassen sich von solchen Widrigkeiten nicht ernsthaft beeindrucken. Wenn das Bauchgefühl stimmt, nehmen sie auch größere Anfahrtswege in Kauf oder bestellen mit meist vierwöchigem Rückgaberecht im Netz – sofern die Anbieter diesen Vertriebsweg unterstützen.

Alle Geräte und die Zahl der Händler finden Sie in der Bildergalerie.

Test: Neat Motive 1

Fazit

Mehr lesen

Standboxen für circa 2000 Euro pro Paar sind begehrte Produkte, entsprechend groß ist die Auswahl. Die Frage ist nur: Welche passt am besten zu den Hörgewohnheiten des Käufers? Wer einfach eine gute und universelle Box sucht, kann es kurz machen und die Testsieger wählen. Bei den Boxen, die hier neu getestet wurden, wäre dies die smarte Vento 870.2 von Canton. Sie klingt bei aller Ausgewogenheit wunderbar ganzheitlich und lebendig. Unter den Kandidaten aus früheren stereoplay-Tests sticht besonders die Celan GT 902 von Heco hervor. Sie ist etwas teurer, doch die Mehrausgabe lohnt sich für Anwender mit größeren Hörabständen und höheren Pegelerwartungen auf jeden Fall. Die 902 klingt sagenhaft ausdrucksstark und zieht ihre Zuhörer tief in das musikalische Geschehen. Sie versammelt deshalb auch von allen hier vorgestellten Boxen die meisten Klangpunkte auf ihrem Konto.

Test: PSB Imagine T

Vor allem bei speziellen Vorlieben lohnt sich ein Blick auf die Einzelwertungen. Leisehörer zum Beispiel sollten auf eine hohe Punktzahl im Bereich "Feinauflösung" achten. Hier schneidet etwa die Neat hervorragend ab. Freunde einer möglichst akkuraten Raumdarstellung sollten auf eine gute Bewertung der "Abbildung" achten, wie sie zum Beispiel die KEF erzielt. Kleinen Watthunger und eine röhrenverträgliche Impedanz liefern die basspralle Elac und die wuchtige JBL . Auch die sagenhaft fokussiert klingende Cabasse Majorca ist elektrisch gutmütig. Und wird Puristen extrem viel Freude bereiten.

 
Anzeige
Anzeige
x