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Praxistest Zoom H1

Mit dem H1 (119 Euro) stellt der Studioausrüster Zoom einen Mobilrecorder vor, der dank modernster Technik nicht nur gute Aufnahmen machen soll - sondern auch hochaufgelöste Musik im Format 24/96 wiedergibt.

Bedient wird der H1 intuitiv über kleine Schalter und Tasten und nicht über die oftmals unübersichtlichen Menüs.
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Bedient wird der H1 intuitiv über kleine Schalter und Tasten und nicht über die oftmals unübersichtlichen Menüs.

Der Zoom H1 wird nach dem bewährten Prinzip der digitalen Aufnahme auf Flash-Speicherkarten gebaut. Dadurch ist für die Speicherung keine Mechanik nötig, was lange Lebensdauer des Geräts verspricht. Als Speicherkarte nutzt der H1 microSDHC-Typen; das ermöglicht eine Kapazität bis 32 Giga­byte (GB). Empfehlenswert sind derzeit Karten mit 16 GB, die etwa 20 Euro kosten.

Das auffälligste Merkmal des H1 stellt die Anordnung der eingebauten Mikrofone dar. So sind die zwei Elektret-Kapseln für X/Y-Stereophonie optimiert – das ist eine professionelle Technik, welche die bestmögliche Abbildung auch in Tiefe und Räumlichkeit erlaubt. Geschützt sind die Mikrofon­kapseln durch einen ellipseförmigen Ring, der dem H1 sein besonderes Aussehen verleiht.

Der schlanke H1 steckt in einem leichten Kunststoffgehäuse. So kann er – etwa für das Einfangen von Umgebungsgeräuschen – auch auf einer Kamera befestigt werden.
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Der schlanke H1 steckt in einem leichten Kunststoffgehäuse. So kann er – etwa für das Einfangen von Umgebungsgeräuschen – auch auf einer Kamera befestigt werden.

Eine weitere Spezialität: Der H1 wird ausschließlich über kleine Schalter und Tasten bedient – und  nicht über Menüs. Dadurch vereinfacht sich die Handhabung, es ist allerdings mit geringerer Ausstattung verbunden. So fehlt eine wirksame Körperschallentkopplung, während Aussteuerungsautomatik und Bassfilter (beide abschaltbar) vorhanden sind.

Als Aufnahmeformate bietet der H1: MP3 in Datenraten bis 320 Kilobit pro Sekunde sowie WAV mit Abtastfrequenzen von 44,1, 48 und 96 kHz bei Auf­lösungen von 16 und 24 Bit.

Bedingt durch das Speichersystem lassen sich nur Datenblöcke von maximal 2 GB in einem Stück erzeugen. In der besten Qualität 24/96 würde das eine  Aufnahmedauer von knapp einer Stunde bedeuten. Zoom überspringt diese Grenze und erzeugt bei Erreichen derselben automatisch eine neue Datei. Am Rechner lässt sich daraus per Wave-Editor mühelos und Frame-genau wieder ein Gesamtwerk zusammenfügen.

Neben Aufnahme ermöglicht der Zoom H1 auch, beliebige Musik im 24/96-WAV-Format abzuspielen. Dank des eingebauten Kopfhörerverstärkers steht mit diesem Gerät ein sehr preis­günstiger Mobilplayer für 24/96 zur Verfügung.

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© stereoplay

stereoplay überprüfte natürlich die Wiedergabequalitäten mit 24/96-Musik. Das Resultat: ein sehr plastisches Klangbild mit seidigen, luftigen Höhen. Der Bass hingegen konnte mit angeschlossenem Kopfhörer nicht voll überzeugen, es fehlte an Druck und Tiefbass. Das gilt – wie auch aus den Frequenzgängen zu entnehmen ist – für alle drei Musikformate bis hin zu MP3. Für eine ausgewogene Wiedergabe mit 24/96 muss man derzeit also noch mehr ­ausgeben als 119 Euro.

Eine echte Überraschung bot der neue Zoom hingegen in puncto Aufnahmequalität. Denn sowohl über die eingebauten Mikrofone als auch über den Line-Eingang gelangen der ­Redaktion sehr gute Mitschnitte. Von tiefen Bässen bis hin zu exzellenten und weit hinauf ­reichenden Höhen – zu diesem Preis und mit einem solchen Komfort ist das Ergebnis einfach sensationell!

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