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Testbericht Yamaha RX-V 361

Der kleinste Yamaha-Receiver besticht durch große Ausstattung

Yamaha RX-V 361

Hersteller
Yamaha
UVP
270.00 €
Wertung
40.0 Punkte
Testverfahren
1.0

Doch schauen wir uns zuerst den Einsteiger-Hit von Yamaha an. Mit seinen 270 Euro wagt sich der RX-V 361 in neue Preisregionen vor – bisher gab es derart kleine Receiver von Yahama nur im Kombi-Pack mit passenden Boxensets. Im hart umkämpften Haifischbecken der Niedrigpreise überlebt aber nur, wer die richtige Mischung aus Qualität und Kostenmanagement findet. So verzichtet der RX-V 361 auch auf die in der Praxis kaum genutzten Surround-Back-Kanäle. Schließlich bestehen die meisten Sub-Sat-Systeme ohnehin nur aus fünf Boxen samt Subwoofer. Weitaus wichtiger, ja unverzichtbar ist die Hilfe zur richtigen Justage des Satelliten-Systems.

Vielleicht eine Spur zu klein geraten: die Fernbedienung

Über die Cross-Over-Funktion etwa bestimmt der Yamaha, ab welcher Frequenz der Woofer den Satelliten-Boxen die Bassarbeit abnehmen soll (das ist besonders wichtig bei kleineren Böxchen, die eventuell schon früh Unterstützung brauchen). Obendrein bietet der 361 noch einem zweiten Frontboxen-Paar Anschluss, das zum Beispiel einen Nebenraum beschallen könnte. Kostenbewusste Heimkinofreunde ködert der RX-V 361 auch mit vielen Ausstattungs-Goodies. Mannigfaltige DSP-Programme, virtueller Surround-Sound für Stereo-Material und Kopfhörer sowie der inzwischen fest etablierte „Music Enhancer" für Konservenmusik aus dem MP3-Player bringen akustische Abwechslung – stark komprimierte Musikstücke bekommen auf zwei oder gar fünf Kanälen mehr Glanz, mit ein wenig mehr Basspegel hier und etwas mehr Oberwellen da. Ein in dieser Preisklasse äußerst seltenes, höchst willkommenes Extra ist die LipSync-Funktion, die eine zeitliche Diskrepanz zwischen Bild und Ton ausgleicht. Im Yamaha lassen sich vorbildlich bis zu 160 Millisekunden Zeitversatz penibel genau ausmerzen.

Drei Komponenten-Eingänge gibt es, aber kurioserweise keinen einzigen S-Video-Anschluss

Ganz frisch aus der Entwicklerstube sind die vier prominent platzierten „Scene“-Tasten auf der Front. Auf Knopfdruck werden vorkonfigurierte Einstellungen mitsamt Eingangswahl und DSP-Einstellung aufgerufen. Taste 1, „DVD Movie“, wählt automatisch den DVD-Koax-Eingang und ein „Cinema-Sound“-Klangfeld. Taste 2 dagegen, „Music Listening“, bereitet auf ungetrübten Musikgenuss vor, digital oder analog. Natürlich lassen sich die Scene-Tasten auch neu programmieren.

kein Ventilator, sondern erstaunlich große Kühlrippen regeln den Temperaturhaushalt.

Hörtest

Im Klangduell bekam der Yamaha mit dem Samsung AVR-601 (60 Punkte) einen ebenso günstigen Gegner. Der flache Digital-Amp konnte sich dank kleinem Preis und lebendigem Klangbild in die Herzen vieler Surround-Freunde spielen. So zeigte er sich auch im Hörtest dynamisch und kernig, mit schlankem, aber knackigem Bass. Der Yamaha konterte mit einer melodiösen Darbietung: vordergründiger, stimmenbetonter, leicht grundtonstärker und präsenter als der Samsung. Sowohl in Surround als auch im Stereo-Vergleich waren sich beide ebenbürtig. Im flachen Gehäuse des Samsung summte allerdings schon nach wenigen Minuten ein störender Lüfter. Yamaha dagegen verzichtet auf geräuschvolle Kühlung. Mit den fünf gewaltigen B&W Nautilus 801 als Boxenpartnern hatte der kleine Amp jedoch arg zu kämpfen. Bei zu großem Leistungshunger drosselte der Verstärker zunächst den Pegel und gab anschließend seiner nervösen Schutzschaltung nach.

Alle Daten und Testergebnisse zum Yamaha RX-V 361

 
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