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Testbericht

Yamaha A-S1000

Testergebnis
90.0 Punkte
1000 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Bernhard Rietschel

7. Juli 2008

Nach dem Vorbild der HiFi-Klassiker der 70er.

Eine enge Verwandtschaft besteht zwischen dem Yamaha A-S 1000 und seinem Bruder A-S 2000 (AUDIO 1/08): Das Netzteil ist etwas geschrumpft, stellt den Endstufen aber immer noch vier unabhängige, erdfreie Spannungen zur Verfügung. Die Endtransistoren (drei Paar pro Seite) verstärken damit echt symmetrisch und potenzialfrei – eine störarme Edellösung, die selbst in der Klasse des 2000ers (um 1600 Euro) bislang als zu teuer galt.


Bild vergrößern 937 937 http://img2.magnus.de/image-r937x937-C-9ff57cc3-12986121.jpg Trafo und Siebelkos (Mitte) sind minimal kleiner als im 2000er. Die elektronische Pegel/ © J.Winkler
© J.Winkler

Trafo und Siebelkos (Mitte) sind minimal kleiner als im 2000er. Die elektronische Pegel/

Auch die eigenwillige Lautstärke- und Klangregelung mit parallelen Schalt-ICs für Pegel, Bass und Höhen wurde beibehalten. Diese Konstruktion  bietet mit und ohne Klangkorrektur identische Signalwege und macht Bypass-Schalter überflüssig. Dekadent hat Yamaha trotzdem an die Front ein ALPS-Motorpoti montiert, das lediglich eine Bezugsspannung für die extrem fein schaltenden Chips liefert und das berühmte, sämig-sanfte Drehgefühl erzeugt.

Hörtest

In passender Umgebung war es mit dem Rega keine Kunst, den Yamaha-Amp als müden Langweiler vorzuführen. Andererseits: Eine etwas heiklere Box, ein großes Orchester, etwas mehr Pegel, und schon war es der Brite, der sich quälte – während der Japaner nun in milden Farben schwelgte, unaufdringlich präzise, tiefe Räume zeichnete sowie rundherum edel, kompetent, saftig und sinnlich musizierte. Ganz so weit kam man mit dem immerhin 400 Euro günstigeren Rega dann doch nicht: Während der A-S 1000 mit dem exzellenten Naim Nait 5i (AUDIO 3/04, 90 Punkte) gleichziehen konnte, fand sich der Brio 3 neben dem im direkten Vergleich zwar breitbandigeren und universelleren, aber weniger feurigen NAD C 355 BEE (4/08) wieder.

Fazit:

Der Yamaha-Amp ist besser als der Player, aber das ändert nichts an dem erstaunlichen Gegenwert, den die Geräte der Japaner bieten.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessung (B x H x T) 43,5 x 13,7x
46,5 cm
Gewicht 22,0 kg
Features  
Gattung (Rec. / Vollv.) Vollverstärker
Fernbedienung vorhanden ja
System-Fernbedienung/ lernfähig ja/nein
Frontplatte schwarz/silbern/champagner ja/ja/nein
Frontplatte andere Fb. nein
Muting ja
Klangregler/abschaltbar ja/ja
Loudness nein
Monitorschalter ja
Aufnahmewahlschalter audio nein
Netzbuchsen geschaltet/ungeschaltet 0/0
Senderspeicher/Speicherautomatik 0/nein
Sendersp. mit aut. Sortierung nein
Anschlüsse  
Phono-Eingang MM/MC ja/ja
Eingänge Hochpegel Cinch/XLR 4/0
Digitaleingänge Cinch/XLR 0/0
Boxenausgänge A+B/schaltbar ja/ja
Kopfhörerbuchse ja
Pre-Out/Main-In 1/ja
Tape-Anschlüsse (ein/aus) 1
Prozessor-Eingang/-Ausgang nein/nein
Unity-Gain-Eingang nein
Pre-Out Subwoofer 0
Messwerte  
Sinusleistung Stereo 4 Ohm / 8 Ohm 164,0 W / 99,0 W
Musikleistung Stereo 4 Ohm / 8 Ohm 188,0 W / 110,0 W
Störabstand Line 102,0 dB(A)
Bewertung  
ja saftig-milder Klang, trotzdem sehr genau, edle Verarbeitung.
nein etwas hohe MM-Eingangskapazität.
Klang MM 85
Klang MC 90
Klang Cinch 90
Klang XLR
Ausstattung sehr gut
Bedienung sehr gut
Verarbeitung sehr gut
Klangurteil Spitzenklasse 90
Preis / Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 7/08


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