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Testbericht Wadia 121 im Test

Der Wadia 121 ist kaum größer als ein Kopfhörerverstärker. Ob er dennoch die volle Leistung eines Digital-Preamps bringt, zeigt der Test.

Wadia 121
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© Hersteller / Archiv

Wadia 121
Gesamturteil: sehr gut (91 Punkte)
Preis/Leistung: sehr gut
  • +Sehr kompakt
  • +Betörend natürlicher, detailreicher Klang
  • +Top-Kopfhörerausgang

Der Name Wadia ist nicht nur untrennbar mit digitaler Audio-Technik verbunden – die Amerikaner haben mit kühnen Alleingängen in diesem Umfeld schon für die eine oder andere Revolution gesorgt.

Die wichtigste war freilich die Einführung von Einschwingvorgangoptimierten Digitalfiltern. Mit leichtem Höhenabfall maßen die sich zwar schlechter, klangen aber hörbar besser. In den Zeiten spiegelglatter FIR-Filter-Frequenzgänge bei digitalen Audio-Komponenten höchst umstritten, gehören zeitoptimierte Digitalfilter nun fast überall zum guten Ton und werden von den Halbleiterherstellern sogar direkt in die Wandlerchips eingebaut.

Wadia 121: Ausstattung

Natürlich hat man bei Wadia das Know-how in Sachen Filtertechnik in den letzten Jahren ausgebaut und nutzt konsequent die durch neue, leistungsstarke Signalprozessoren gegebenen Möglichkeiten. So kommt es auch, dass der neue, Decoding Computer genannte, Wadia 121 mit einem im Vergleich zu seinen Vorfahren erstaunlich kompakten Gehäuse in Größe eines externen Kopfhörer-Amps auskommt.

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Das ist gar nicht so weit hergeholt, denn eben einen solchen hat der Wadia an Bord – bei Gebrauch schaltet dieser sogar die analogen Vorstufenausgänge ab. Diese stehen sowohl elektronisch symmetriert über XLR- wie auch unsymmetrisch über RCA-Buchsen zur Verfügung.

Ausstattungsübersicht
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© Hersteller / Archiv
Ausstattungsübersicht

Bestandteil des hauseigenen, mittels DSP realisierten "Digimaster"-Filterkonzepts ist die Lautstärke-Einstellung des 121, die mal wieder einen typischen Wadia-Alleingang darstellt: Während alle Welt mittlerweile bei hochwertigen D/A-Wandlern hierfür analoge Präzisions-Schaltkreise einsetzt, die keine Einbußen an Signalqualität bei niedrigen Pegeln wegen geringerer Quantisierungstiefe verursachen, zieht Wadia die digitale Lösung vor.

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Hierfür errechnet das Digitalfilter das Signal zunächst mal in 32-Bit-Worte um, die dann, mit den Lautstärke-Einstellungen verrechnet, direkt zum D/A-Wandlerchip geschickt werden. Für ein optimales Ergebnis lässt sich das Ausgangspegel-Niveau des 121 dreistufig einstellen.

Wadia 121: Hörtest

Im Hörtest bewies der 121, dass er nicht nur ein schnuckeliges Kleinod, sondern in jeder Beziehung ein ernstzunehmender Digital-Preamp ist. Vom ersten Ton an überraschte der kleine Amerikaner mit einem sagenhaft natürlichen, völlig entspannten Klangbild: Er hatte es gar nicht nötig, die allerfeinsten Klangdetails herauszu-"arbeiten" – bei ihm kamen sie völlig ungezwungen.

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Seine Lust am Spielen ließ die Füsse fast automatisch mitwippen. Auch das Durchhören komplexer dynamischer Strukturen war mit ihm ein Leichtes. Besonders erfreulich, dass dieser Befund auch für den Kopfhörerausgang galt. Der nämlich war selbst allerbesten Hörern, wie etwa dem Sennheiser HD 800, eine in jeder Hinsicht ebenbürtige Quelle.

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