Testbericht Kopfhörer-Test: Ultrasone Edition 8 Palladium
- Testbericht
- Datenblatt
Ultrasone Edition 8 Palladium
- Hersteller
- Ultrasone
- UVP
- 1300 €
- Wertung
- 90.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.0
Selten hat man die Chance, einen so ansprechenden Kopfhörer zu testen. Der Ultrasone Edition 8 Palladium wird in Handarbeit im bayrischen Tutzing ausschließlich aus hochwertigen Materialien gefertigt: Die Polster der Hörer-Muscheln und des Kopfbügels sind aus feinstem Schafsleder von Hand genäht. Zudem ist das verwendete Leder angenehm weich und schmiegt sich förmlich an die Ohren.
© ARchiv
S-Logic? Bereits seit 1990 verwendet Ultrasone diese selbstentwickelte Technologie, die eine möglichst dreidimensionale Klangabbildung ohne DSP-Technik erschaffen soll. Die Idee dahinter: Der Schall wird nicht direkt in den Gehörgang gesendet, sondern es wird die Anatomie des Außenohrs geschickt ausgenutzt. Das heißt: Der Titan-beschichtete 40-mm-Treiber wird nicht mittig platziert, sondern im unteren Teil der Muschel. In Kombination mit einem angepassten Frequenzgang, soll so die unerwünschte "Im-Kopf-Lokalisation" vermieden und ein Hörgefühl wie über Lautsprecher erzeugt werden.
© AUDIO
Bass & Mehr
Der Grundklang des bayrischen Edelhörers war leicht bassbetont, was ihm aber sehr gut stand. Der Klang wirkte angenehm aufgeräumt; zu verdanken ist dies wohl einer kleinen Absenkung im Tief-Mitteltonbereich. Zudem zeigte er eine enorm schnelle Ansprache und gab die Musik sehr detailliert wieder. Beim Eagles-Klassiker „Hotel California“ fiel sofort die saubere Abbildung der Stereo-Effekte auf. Hier schien die S-Logic-Technik tatsächlich ein natürlicheres Raumgefühl zu erschaffen.
Sehr gut gefielen die Bässe übrigens auch bei elektronischer Musik wie „Flat Beat“ (Mr. Oizo; „Flat Beat EP“), oder „For Everyone“ (The Aston Shuffle; „For Everyone“). Der Referenz-Kopfhörer Sennheiser HD-800 klang im Vergleich etwas luftiger und neutraler, zog aber in punkto Mobilität mit seiner Impedanz von 300 Ohm den Kürzeren gegenüber dem Edition 8: An den geringen Ausgangsspannungen, wie sie Portis liefern, würde der Sennheiser viel zu leise spielen, während der mit 34 Ohm relativ niederohmige Ultrasone selbst hier noch üppige Pegelreserven bietet.
Fazit
Der Ultrasone Edition 8 Palladium konnte auf Anhieb überzeugen. Die räumliche Abbildung ist in den meisten Fällen tatsächlich beeindruckend. Durch die geschlossene Bauweise und seiner geringen Impedanz ist er der ideale Begleiter für unterwegs und sieht zudem auch noch höchst elegant aus.
Alle Daten und Testergebnisse zum Ultrasone Edition 8 Palladium