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Standlautsprecher Teufel T500 MK2 im Test

Teufel hat viel Denkarbeit in die Konstruktion der T500 MK2 gesteckt. Ob die Standbox mit Waveguide auch danach klingt?
Teufel T500 MK2
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© Hersteller / Archiv

stereoplay Testurteil

Teufel T500 MK2
Gesamtwertung: gut - sehr gut, 71 Punkte
Preis/Leistung: überragend
  • +sehr dynamisch
  • +betont feinauflösende Abstimmung
  • +beeindruckende Raumperspektive
  • +eignet sich gleichermaßen gut für Film und Musik

Seit einiger Zeit legt der Berliner Heimkinospezialist Teufel wieder mehr Wert auf den Stereo-Sektor. Die T500 erscheint nun in der Version MK2 und wurde unter den Gesichtspunkten Klirrarmut, Sprungantwort und Frequenzgang-Linearität optimiert. In der Frequenzweiche kommen jetzt verlustärmere Folienkondensatoren zum Einsatz. Dieser dichte Kondensatorwickel erreicht eine höhere Feinauflösung und mehr Detailreichtum im Hochtonbereich.

Teufels Waveguide ist nach unten geweitet und schafft einen nahezu bruchlosen Übergang zum Mitteltöner. © Hersteller / Archiv
Teufels Waveguide ist nach unten geweitet und schafft einen nahezu bruchlosen Übergang zum Mitteltöner.

Teufel T500 MK2: Aufbau

Die Teufel ist eine echte Drei-Wege-Box mit gesondertem 17-cm-Papiermembran-Mitteltöner. Die ebenfalls 17 cm messenden Kevlar-Basstreiber arbeiten bis 300 Hz auf ein eigenes Volumen. Neben der imposanten Boxengröße fällt zuerst eine Kante im oberen Bereich der Schallwand auf. Der Zweck ist das Zurückversetzen des Hochtöners auf einen gemeinsamen Schallentstehungsort mit den anderen Tönern. Damit sollen Laufzeit-Unterschiede kompensiert werden, die sonst auf vertikaler Achse zu Auslöschungen im Frequenzgang führen können.

Test: Teufel T500

Als wäre das noch nicht genug, bekam der Waveguide noch eine asymmetrische Formung spendiert, welche die recht große 28-mm-Gewebekalotte akustisch besser an den Mitteltöner anbindet.

Das Volumen für den Mitteltöner ist gleichmäßig mit Polyesterwatte ausgefüllt, im Bassvolumen wird nur die Wand bedämpft. © Hersteller / Archiv
Das Volumen für den Mitteltöner ist gleichmäßig mit Polyesterwatte ausgefüllt, im Bassvolumen wird nur die Wand bedämpft.

Teufel T500 MK2: Hörtest

Das Erstaunliche an der T500 MK2 ist die völlige Abwesenheit von störenden Artefakten. Yellos „Oh Yeah“ wird sanft und fein artikuliert. Doch wer glaubt, die Teufel wäre in ihren dynamischen Fähigkeiten eingeschränkt, wird bei „The Race“ mit den Ohren schlackern – wie unvermittelt die Trommeln hämmern und wie raumgreifend Synthie-Effekte vor die Box projiziert werden. Der einsetzende E-Bass klingt weniger klar konturiert als mehr kräftig stabil, integriert sich aber homogen ins grosszügige und plastische Klanggeschehen.

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Im relativen Nahfeld bis zu drei Metern überrascht die Teufel total. Der Erzählpart auf „The Expert“ gelingt sagenhaft fein und bruchlos. Im Testfeld nimmt die Teufel damit eine Sonderstellung ein und ist ein heißer Tipp für kleine Räume und geringe Hörabstände. Zielgruppe getroffen!

 
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