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Testbericht Test: Standlautsprecher Elac FS 58.2

Eine ausgewachsene Box zum fairen Preis: Dieses Ziel setzte sich auch die norddeutsche Vorzeigemarke Elac. Wobei das Konzept der FS 58.2 (700 Euro pro Paar) – kräftige 3-Wege-Konstruktion im mittelgroßen Standboxengehäuse – eine auffällige Ähnlichkeit zur FS 68.2 aufweist, die ­allerdings auch 200 Euro teurer ist.

Elac FS 58.2

Hersteller
Elac
UVP
700.00 €
Wertung
74.0 Punkte
Testverfahren
1.0

Die Weiche der Elac gerät klassen­bezogen aufwändig und setzt je nach Einsatzzweck Folienkondensatoren wie Elkos ein. Auch eine Sicherung für den Hochtöner ist mit von der Partie. © Archiv
Die Weiche der Elac gerät klassen­bezogen aufwändig und setzt je nach Einsatzzweck Folienkondensatoren wie Elkos ein. Auch eine Sicherung für den Hochtöner ist mit von der Partie.

Der Verzicht auf die hochglanzlackierte Schallwand wird der preisbewusste Elac­ianer dabei zu verschmerzen ­wissen. Auch kommt bei der kleinen FS 58.2 etwas weniger aufwändig gebautes Chassismaterial zum Einsatz: eine Einzoll-­Gewebekalotte, die bis 2500 Hz hinab spielt, ein 14 cm großer, aber nur bis 600 Hz hinabreichender Mitteltöner, und schlussendlich kraftvolle 17er-Tieftöner nebst doppeltem Bassreflexrohr.

20 Grad am Hörer vorbei oder parallel. Hörabstand um 3m ideal. In kleinen Räumen oder wandnah Dröhngefahr. © Archiv
20 Grad am Hörer vorbei oder parallel. Hörabstand um 3m ideal. In kleinen Räumen oder wandnah Dröhngefahr.

Als Membranmaterial wurde bei den Konen kein Aluminium verbaut, sondern Zellstoff-Faser, zu deutsch: Pappe. Dafür verweisen die Kapton-Schwingspulenträger und die Neodym-Magnete im Hochtöner darauf, dass man nicht an der klanglich relevanten Stelle gespart ­haben will.

Besonders praktisch: Im Lieferumfang enthalten sind Gummistopfen zum Verschließen der Bassreflexrohre, was besonders in Räumen mit ausgeprägter Dröhnneigung oder einer Raummode segensreich sein kann.

Mittelhochton seitlich ausgewogen, aber Bass betont. Klirr durchgehend sehr niedrig, hohe Reserven. © AUDIO
Mittelhochton seitlich ausgewogen, aber Bass betont. Klirr durchgehend sehr niedrig, hohe Reserven.

Die klare aus dem Norden

Im AUDIO-Hörraum war dergleichen unnötig – vom ersten Takt an legte die Elac FS 58.2 ausgesprochen spritzig und dynamisch los, verschmähte dabei insbesondere die druckvollen und äußerst präzise vorgetragenen Tiefbasswellen auf Jacques LoussiersBest Of Play Bach“ nicht.

Impedanz nur im Oberbass schwierig © AUDIO
Impedanz nur im Oberbass schwierig

Bei hohen Pegeln – die sie dank ihrer Transparenz und Klarheit mühelos meisterte – trug sie allerdings ganz oben und ganz unten auch mal einen Hauch zu dick auf – Fans von Heimkino- und def­tigen Rockkonzerten dürfen diese Gangart allerdings durchaus als Empfehlung betrachten.

Auch klassische Töne meisterte sie brillant und erstaunlich gut aufgelöst, ­jedoch auch immer mit einem cineastischen Augenzwinkern, als gelte es bei Brahms 1. Sinfonie (Fischer, Budapest Festival) eher eine adrenalingeschwängerte Filmmusik wiederzugeben denn ein wirklich ernstes Werk. Diesem Charakter leistete auch ihre Abbildung Vorschub: gut ortbar, doch auch stets ein wenig präsent und voraus auf den Hörer.

Alle Daten und Testergebnisse zum Elac FS 58.2

 
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