Testbericht Test: Electrocompaniet EMP 2
- Datenblatt
- stereoplay
Electrocompaniet EMP 2
- Hersteller
- Electrocompaniet
- UVP
- 2950 €
- Wertung
- 109.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.0
- Auszeichnung
-
- Tester
-
- +W-LAN
- +edles Design
Wie der Vorgänger aus der DVD-Zeit, der EMP 1, akzeptiert auch der Neue neben den gängigen CDs und DVDs die älteren High-End-Medien DVD-Audio und SACD. Darüber hinaus startet mit dem EMP 2 bei Electrocompaniet das Streaming-Zeitalter. Denn ein vollständiger, highendiger Audio- und Video-Netzwerk-Client steckt im Multimedia-Player, der seinem Namen somit alle Ehre macht. Die Daten dürfen per Netzwerkkabel oder WLAN anreisen. Dafür liefern die Norweger einen WLAN-Stick mit, der in der rückseitigen USB-Buchse Anschluss findet. Damit die Antenne für besten Empfang senkrecht stehen kann, liegt ein elegant tropfenförmiges Stativ mit USB-Verlängerung dem Player bei.
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Wie das Gehäuse mit allem Drum und Dran kommt auch die analoge Stereosektion aus norwegischer Fertigung. Sie besteht aus einer überarbeiteten Version der Platine im EMP 1, integriert sich nahtlos in die MediaTek-Referenzplatine und erhält einen permanenten Zweikanal-Downmix als digitalen Bitstrom. Dann fließen die Daten in einen asynchronen Burr-Brown-Upsampler SRC 4193, der die Daten auf jeweils ein ganzzahliges Vielfaches ihrer Frequenz bis zu 192 Kilohertz interpoliert. Die Daten übernimmt ein D/A-Wandler CS 4398 von Cirrus Logic, der entweder das feiner gerechnete PCM-Signal oder direkt von der Disc den DSD-(Direct Stream Digital-)Datenstrom einer SACD bekommt.
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Schließlich verstärken vier diskrete Ausgangsstufen das analog gewandelte Signal für die zwei XLR-Buchsen. Das analoge Mehrkanalsignal mit bis zu 7.1 Kanälen und weitreichend flexiblem Bassmanagement überlassen die Skandinavier der OEM-Platine, ähnlich wie Cambridge im Azur 651 BD.
Im Hörraum fiel der Electrocompaniet zunächst dadurch auf, dass er nicht auffiel. Im Gegensatz zu den meisten anderen Playern erzeugt er fast kein mechanisches Geräusch, denn er ist komplett passiv gekühlt und das Laufwerk mit einer Gummimatte bedämpft. Nach vorn hin scheint die dicke Acryl-Front gut zu schlucken.
Wie von allen Playern mit Oppo-Digital-Decoderplatine gewohnt, liefen die getesteten Standard-Funktionen, die Disc-Formate sowie die direkt per Memory-Stick oder externe Festplatte zugespielten Musik- und Filmsequenzen völlig stress- und fehlerfrei. Zügiges Tempo herrscht generell vor: Die Schublade lässt sich bereits während des Hochfahrens der Systeme öffnen, DVD und CD starten in unter zehn, Blu-ray benötigt 13 Sekunden.
Alle gängigen und coolen Audio-Codecs, vom Server oder per Harddisc zugespielt, funktionierten auf Anhieb, sogar so Anspruchsvolles wie hochauflösende FLAC-Dateien in 5.1 oder WAVs bis 192 kHz. Selbst die Speicherabbild-Dateien im ISO-Format versteht der Player; der Nutzer kann also seine DVDs und Blu-rays mit allen Menüs als Archiv zuspielen. Die Bilder von Blu-ray und DVD oder gestreamten Filmen taugen auch für die Großprojektion – sie sind knackscharf, detailreich, dabei ruhig.
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© stereoplay
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Im Vergleich wirkte das Spiel des EMP 2 so mollig warm wie ein Norweger-Pullover, dieser Player verleitete unweigerlich zum Mitwippen mit dem Fuß und skizzierte einen detailreichen, tiefen Raum. Besonders im Mittelton konnte er ohne jedes Gekünstel irrsinnig feine Details aus der Musik schälen, etwa die hauchzarten Anblasgeräusche von Till Brönners butterweichem Trompetenspiel in Yellos „Till Tomorrow“. Trotzdem spülte der Norweger nicht weich, Klavieranschläge und Snaredrums brachte er mit knackiger Attacke rüber.
Gratulation nach Norwegen. Der lange erwartete Wurf ist wirklich gelungen: ein audiopiler Netzwerk- und Disc-Player mit wohlig warmer Klangcharakteristik.
Alle Daten und Testergebnisse zum Electrocompaniet EMP 2