Testbericht Test: Creek Wyndsor Phono Preamp
- Testbericht
- Datenblatt
Creek Wyndsor
- Hersteller
- Creek
- UVP
- 1850 €
- Wertung
- 120.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.0
- Auszeichnung
-
Im Hauptgehäuse herrscht Doppel-Mono in Reinkultur. Zwei identische Verstärkerplatinen bilden einen Doppeldecker, der linke Kanal residiert oben, der rechte im Parterre. Versorgt werden die Schaltungen aus einem externen Netzteil, das über ein schickes Kabel mit einrastenden Steckern angeschlossen wird.
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Während sich in den meisten Phono-Preamps weder das eine noch das andere findet, besitzt der Creek Wyndsor wegen seiner komfortablen, menügeführten Einstellung von beidem reichlich: Eingangsverstärkung, Abschlusskapazität und -Widerstand lassen sich jeweils vier- bis fünfstufig verstellen, hinzu kommt die Wahl zwischen RIAA- und IEC-Kennlinie, wobei letztere einem Subsonic-Filter entspricht.
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Eingangsseitig verfährt Creek ähnlich wie die deutschen Kollegen von Transrotor: Wenn es die Verkabelung des Plattenspielers ermöglicht – der Minuspol des Tonarmkabels also nicht irgendwo im Leitungsverlauf mit Masse in Verbindung steht – dürfen Musiksignale auch den Wyndsor genau so betreten, wie der Tonabnehmer sie schuf: als symmetrische Plus- und Minus-Paare, die dank eines darauf optimierten Verstärkerchips besonders großen Störabstand versprechen.
Löten ohne Furcht und Tadel
Die königlich-soliden XLR-Buchsen des Transrotor Phono 8 MC SYM kann der Creek Wyndsor aber wohl aus Platz- und Anordnungsgründen nicht bieten. Stattdessen empfängt er die zarten Ströme mit dreipoligen Mini-DINs, was an sich auch kein Problem wäre, wenn es brauchbare, von durchschnittlichen Hobbylötern ohne Tourette-Anfälle konfektionierbare Stecker dafür gäbe. Die mitgelieferten zählen nicht dazu. Wer plant, sie an seine Tonarmkabel zu bauen, sollte sich auf winzige Pins gefasst machen, die nur widerwillig Zinn annehmen, dafür aber blitzartig jeden Halt verlieren, weil das sie umgebende Billig-Plastik in der Löthitze schmilzt wie Butter.
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Andererseits ging die archaische, im Jahr 1993 schonungslos dynamisch mitgeschnittene Bluesnacht mit Taj Mahal auf „An Evening Of Acoustic Music“ (Vinylausgabe: Tradition & Moderne, 2009) über den Creek Wyndsor fast noch mehr zu Herzen: Der britische Preamp wirkte räumlich zwar etwas enger, hatte aber auch den noch weicheren, entspannteren Ton, ließ den Menschen Taj Mahal noch wahrhaftiger in den Hörraum treten.
Zum Vorteil gereichte dem Creek Wyndsor diese Abstimmung immer dann, wenn der Transrotor Phono 8 MC Sym seine Stärken in Tiefbass, Größenmaßstab und Grobdynamik nicht richtig ausspielen konnte – typischerweise etwa in kleineren Ketten.
Alle Daten und Testergebnisse zum Creek Wyndsor