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CD-Player Teac Esoteric K-05 im Test

Die Esoteric-Serie zählt zu den feinsten Komponenten auf diesem Planeten. Gerade im CD-Bereich ist Teac kompetent: Der Hersteller verbaut seine eigenen Antriebe.

Teac Esoteric K-05
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© Hersteller/Archiv

Teac Esoteric K-05
Gesamtwertung: überragend - 91 Punkte
Preis/Leistung: sehr gut
  • +technisch extrem aufwendiger
  • +sehr neutraler Klang
  • +präzises Timing
  • +3D-artige und stabile Räumlichkeit
  • +als Wandler und externe Soundkarte für PCs und Mac nutzbar

Im CD-Player-Markt kommen auf viele Marken mit klangvollen Namen vergleichsweise wenige Lieferanten von Antriebsmodulen. Doch es gibt bemerkenswerte Ausnahmen: Esoteric - unter dem Dach von Teac. Bei seinen Edel-CD-Playern setzt Teac auf außergewöhnliche Eigenkreationen. Besonders stolz sind die japanischen Perfektionisten auf ihr VRDS-NEO VMK-5 genanntes Laufwerk, das speziell für die aufwendige Laufwerks-Wandler-Kombination P-05/D-05 entwickelt wurde.

Teac Esoteric K-05: Aufbau

Mit diesem Monument von einem CD/SACD-Mechanismus erweist sich Esoteric einmal mehr als Anhänger von Masse-Laufwerken und reiht sich damit in den kleinen, aber illustren Kreis von Mitstreitern wie Burmester ein. Dazu fahren die Entwickler einen Teller auf, der von oben auf die Disc drückt und ihr das Flattern austreiben soll. Darüber hinaus verlässt sich Teac auf den massiven Einsatz von BMC (Bulk Molding Compound) und Stahl. Dafür haben sich die Ingenieure eine ausgeklügelte Servo-Regelung für den Antriebsmotor einfallen lassen, der mit großen bewegten Massen klarkommen muss. Entsprechend macht das Laufwerk auch beim Starten und Skippen der CD geräuschvoll auf sich aufmerksam. Das ist in diesem Fall aber anders als bei billigen DVD- und Blu-ray-Playern ein Zeichen von Präzision und Power.

Neben diversen digitalen Eingängen und Ausgängen sowie den symmetrischen und asymmetrischen Ausgängen verfügt der dreibeinige CD-/SACD-Player über eine Besonderheit mit Profi-Background. In Tonstudios ist es verbreitet, alle digitalen Geräte mit einer zentralen externen Master Clock zu synchronisieren. Sogar diese Jitter-Bremse ist am K-05 über den Clock-Sync-Eingang möglich.
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© Hersteller / Archiv
Neben diversen digitalen Eingängen und Ausgängen sowie den symmetrischen und asymmetrischen Ausgängen verfügt der dreibeinige CD-/SACD-Player über eine Besonderheit mit Profi-Background. In Tonstudios ist es verbreitet, alle digitalen Geräte mit einer zentralen externen Master Clock zu synchronisieren. Sogar diese Jitter-Bremse ist am K-05 über den Clock-Sync-Eingang möglich.

Für den ultrasoliden Lade- und Klammer-Mechanismus hält die Teac Corporation unter der Nummer 2861798 ein Patent. Dahinter steckt der Wunsch nach perfekter Datenauslese. Doch die Digital-Informationen müssen nicht durch den gegen Achsenfehler gewappneten Laser erfasst werden.

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Der K-05 bietet sich auch als Extrem-Soundkarte für qualitätsbewusste PC- und Mac-User an. Mit der esoterischen Treiber-Software können sie den Außenborder mit bis zu 24 Bit/ 192 kHz füttern: und zwar im klanglich überlegenen asynchronen Modus, bei dem der DAC nach seiner Taktung die Daten vom Rechner abruft. Doch auch andere Digitalquellen können ihre Daten via S/PDIF über einen optischen sowie einen koaxialen Digital-Eingang zur perfekten Wandlung einreichen. So stellt der Ausnahme-Player seinen hochgezüchteten Doppel-Mono-D/A-Konverter mit dem besten Chip von Asahi Kasei, dem 32-Bit-AK4399, auch in den Dienst weiterer Geräte.

Teac Esoteric K-05: Hörtest

Im Hörtest nutzte der K-05 seinen Wandler allein, um auf die Jagd nach Punkten zu gehen. Und davon gab es reichlich. Der Japaner verfuhr nach der Devise „ehrlich währt am längsten“ und verkniff sich jegliche Schönfärberei oder Übertreibungen. So bevorzugte er weder Männer- noch Frauenstimmen, wie er eindrucksvoll mit Elvis Costello und Tori Amos unter Beweis stellte. Ähnlich verfuhr er mit Blech- und Holzbläsern, mit Musik aus den Bereichen Rock, Pop, Jazz oder Klassik.

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Der K-05 trat trotz seiner Neutralität weder nüchtern noch kühl auf – unabhängig davon, ob er seine Künste via Cinch- oder XLR-Verkabelung zur Referenz-Vorstufe Pass Labs XP 30 weiterreichte. Natürlich finden sich in dieser Region Rivalen, die etwas mehr Flair und Wärme verbreiten, doch ein Blick auf die nüchternen Fakten offenbarte schnell, wer hier mit gezinkten Karten spielte. Mit dem Teac drang man einfach tiefer in die Aufnahmen ein und entdeckte selbst auf vertrauten Scheiben das eine oder andere Luftholen oder Schmatzen.

Das mittig angeordnete Laufwerk gehört zu den aufwendigsten CD-Antrieben aller Zeiten. Das Netzteil mit Ringkerntrafo und großem Kondensator-Reservoir füllt das gesamte Drittel links daneben aus. Allein die Eingangsplatine (hinten rechts) hat schon die Größe der Elektronik eines gewöhnlichen CD-Players.
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Das mittig angeordnete Laufwerk gehört zu den aufwendigsten CD-Antrieben aller Zeiten. Das Netzteil mit Ringkerntrafo und großem Kondensator-Reservoir füllt das gesamte Drittel links daneben aus. Allein die Eingangsplatine (hinten rechts) hat schon die Größe der Elektronik eines gewöhnlichen CD-Players.

Teac Esoteric K-05: Superbe Raumabbildung

Das Gefühl, im gleichen Raum wie die Musiker zu sitzen, stellte sich nicht nur wegen der hohen Authentizität, Ehrlichkeit und des Hangs zu schonungslosen Enthüllungen ein. Der eigentlich Trumpf, mit dem er sich selbst am exzellenten Ayre CX 7e MP vorbeischob, war seine superbe Raumabbildung. Er stellte jedes Instrument und jede Stimme an einen präzise abgegrenzten Platz: so scharf umrissen und körperhaft, dass man fast das Gefühl hatte, um die einzelnen Instrumente herumlaufen zu können. Daran änderte sich auch nichts, wenn es wild, laut und hektisch wurde: Die Positionen und Proportionen blieben stabil – ob pianissimo oder fortissimo.

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Dieser Player dürfte Jazz- und Klassik-Fans geradezu elektrisieren. Jene besonders anspruchsvollen Anhänger werden es dem Teac leichter als Liebhaber elektronischer Musik nachsehen, dass sein Bass knüppelhart und staubtrocken ist. Hier konnte ihm der sehr harmonisch und emotional wirkende Ayre wieder ein Stück seines Vorsprungs abjagen.

Unterm Strich hat sich der K-05 mit ehrlicher Arbeit 65 Klangpunkte verdient. Ein Peak-Level auf dem er für „nur“ 9.000 Euro fast schon als Sonderangebot durchgeht.

 
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