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Subwoofer-Test Sunfire True EQ 12 Signature im Test

Im Subwoofer-Test des Sunfire True EQ 12 Signature zeigt sich, wie viel Leistung in einem relativ kleinen Gehäuse stecken kann.
Sunfire True EQ 12 Signature
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Testbericht zum Subwoofer Sunfire True EQ 12 Signature: Gegen das Vorurteil, Woofer müssten riesige Kisten sein, die jedes Wohnzimmer verschandeln, kämpft der Sub-Pionier Bob Carver schon über 40 Jahre. Sein Spitzenmodell misst denn auch nur bescheidene 34 Zentimeter in Höhe, Breite wie Tiefe. Da kann ja gar kein kraftvoller Tiefstbass rauskommen, meinen Sie? Weit gefehlt, Sunfire mixt hier gleich mehrere Geheimrezepte an, um die Physik auszureizen.

Neben EQ-Steuerung (oben links) beherbergt das Terminal auch XLR- und Steuersignal-Anschlüsse. © Hersteller / Archiv
Neben EQ-Steuerung (oben links) beherbergt das Terminal auch XLR- und Steuersignal-Anschlüsse.

Da wären zwei Bass-Boliden im 12-Zoll-Format, von denen einer aktiv, der andere passiv angetrieben wird. Letztgenannter ersetzt das Reflexrohr, das mit der flachen Membranform eine bestmögliche akustische Ausnutzung des Bruttovolumens bewirkt. Um hier Tiefstbässe bis 16 Hertz herauszukitzeln, sind nach gängiger Theorie schwere wie stabile Schwingsysteme sowie kräftigste Magneten nötig. Und gigantische Leistung: Sunfire verspricht für seinen EQ 12 nicht weniger als 2700 Watt RMS. Dafür braucht es natürlich ein Spezial-Netzteil, das in Eigenregie entwickelt wurde.

Doch der True EQ 12 ist alles andere als eine Krachmaschine – schon der Name deutet auf Heimkino-Einsatz ebenso hin wie auf hochwertigste Musikuntermalung. Dies unterstreicht die Hochpass-Funktion seiner Cinch-Ausgänge, die ein Einschleifen zwischen Stereo-Vorund Endstufe ermöglichen. Oder der vollautomatische 8-Band-Equalizer, der auf Knopfdruck eine recht langwierige und tiefbass-starke Anpassung an den Aufstellort über das mitgelieferte Mikrofon vornimmt. Besonderheit hier: Nach der Korrektur kann der Benutzer mittels „EQ Intensity“-Regler selbst stufenlos bestimmen, wie stark die Korrekturkurve tatsächlich wirkt.

"Sunfire True EQ 12 Signature"-Test: was für eine Kraft

Sunfire True EQ 12 Signature - stereoplay Bewertung / Testurteil © Hersteller / Archiv
Sunfire True EQ 12 Signature - stereoplay Bewertung / Testurteil

Diese Option ist eine praktische Sache, wenn Sub oder Hörplatz im Bereich einer Auslöschung stehen, wo ein grafischer EQ manchmal überfordert sein kann. Im akustisch günstigen Hörraum fiel der Unterschied mit und ohne Einmessung dagegen subtil aus. Mit dem True EQ lohnte es sich, etwas Mühe in die Optimierung von Trennfrequenz und Phase zu investieren; dann überraschte er bei Joe Satrianis „Engines Of Creation“ mit einem ultraharten Tiefbass, der mühelos dem schnellen Dauerfeuer der elektronischen Beats folgen konnte – keine Selbstverständlichkeit, auch der eigentlich sehr musikalische Velodyne schien Impulse im Vergleich etwas aufzuweichen, während der Sunfire absolut perfekt auf den Punkt spielte.

Das konnte er mit erstaunlicher Intensität. Wenn bei Action-Filmen oder Musik härterer Gangart (Linkin Parks „Reanimatom“) die Druckwellen durch den Raum jagten, bekamen die Tester einerseits Respekt vor der unbändigen Kraft des True EQ (und Angst um filigrane Röhren oder Tonabnehmer in der Nähe). Aber auch den entscheidenden Spaßfaktor lieferte der 12er mit. Die Pauken in Strawinskys „Sacre Du Printemps“ (Jansons, RCO) untermalte er dagegen präzise, fast ein wenig zu hart – der Sunfire ist kein Schnäppchen, aber für Freunde harter, präziser Bässe  ein Traumgerät.

 
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