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Testbericht Standlautsprecher Teufel Ultima 40

Es spielte ­keine Rolle, ob sie Rap, Rock oder rauschende Klassik vorgesetzt bekam, die Teufel Ultima 40 (400 Euro Paarpreis) ging stets mit enormer Spielfreude an die Sache.

Teufel Ultima 40

Hersteller
Teufel
UVP
400.00 €
Wertung
70.0 Punkte
Testverfahren
1.0

Die 16er-Mitteltöner der Teufel Ultima 40 bestehen aus Kevlar für hohe Steifigkeit und innere Dämpfung. Die Rundungen der Gehäusekanten lehnen sich an Apples iPod an.

Die neue Teufel Ultima 40 wirkt nicht nur zeitlos schick, sondern trotz des bei günstigen Standboxen üblichen Folienfurniers auch so wertig, dass man kaum auf die Idee käme, so  günstigste Box vor sich zu haben. Ganze 400 Euro für zwei über einen Meter hohe, 17,5 Kilogramm schwere Dreiwege-Säulen mit Kevlar-Mitteltöner und 16,5-cm-Doppel-Bass – das geht nur via Direktvertrieb. Keine Frage: Teufel drängt trotz großer Erfolge im Surround-Bereich mit Nachdruck in den lange vernachlässigten HiFi-Markt.

Hier begründete schließlich der Berliner Tüftler ­Peter Tschimmel vor 30 Jahren den Ruf des Unternehmens. Das Team des 2007 vom Online-Händler Amazon zu Teufel gewechselten Geschäftsführers Thorsten Räuber will das angestammte ­Terrain der Marke zurückerobern. Daran lässt die Ausführung der Box keinen Zweifel.

Irgendwie anders

Der geradlinige Charakter der Teufel Ultima 40 ließ sich immer heraushören. Es spielte ­keine Rolle, ob sie Rap, Rock oder rauschende Klassik vorgesetzt bekam, sie ging stets mit enormer Spielfreude an die Sache. Die Ultima 40 bildete weiträumig ab und zeigte eine gerade für ihre Preisklasse außergewöhnliche Attacke und Impulspräzision im oberen Bereich des Hörspektrums.Diese Eigenschaft ließ Becken aufblitzen wie Schlaglichter an einem Sonnentag in der Spree. Der Bass wirkte sehr satt, ließ allerdings etwas Kontur und Kick vermissen.

Aufstellung: Parallel zur Wand, Hörabstände ab 3 Meter. Geht auch in großen Räumen mit weniger Dynamik, bei zu wenig Bedämpfung etwas schrill.

Insgesamt spielte die Teufel Ultima 40 sehr sauber und detailreich auf, solange es nicht zu laut wurde. Der „Hurricane“ von 30 Seconds To Mars wirkte sehr spritzig und füllte den ganzen Raum. Das erdige Bassfundament tat ein übriges, um die Stoßrichtung der Berliner Boxenschmiede offenzulegen: Die Käufer sollen das Gefühl haben, besonders viel Lautsprecher fürs Geld zu bekommen.

In Einzeldisziplinen sucht die schicke Teufel Ultima 40 auch tatsächlich ihresgleichen in dieser Preisklasse. Doch viel Lautsprecher, viel Bass, Höhen und Auflösung, geht in diesem Fall auf Kosten der Emotionalität und der Klangfarbenpalette. Die Ultima 40 erschien nach audiophilen Gesichtspunkten etwas übertrieben und aufdringlich und behandelte Stimmen nicht mit dem gleichen Eifer wie Hi-Hats oder die oberen Stahlsaiten von Gitarren. Im Klassik-Bereich wirkten Chorpassagen etwas farblos, aber immerhin recht differenziert und fokussiert, während der Bass vom Timing leicht hinterherhinkte.

Alle Daten und Testergebnisse zum Teufel Ultima 40

 
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