pearl.de Bestseller NEU Beratungsvideo Schnäppchen Ausgezeichnet bewertet Pressestimmen Günstig beiwww.pearl.de onlne einkaufen
Testbericht

Standlautsprecher Kef XQ 30

Testergebnis
83.0 Punkte
2400 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Malte Ruhnke | Profil | Kontakt

19. Januar 2011

Die kleine Kef XQ 30 (2600 Euro, Paarpreis) zog im Tiefbass durchaus mit dem Volumen-Goliath Quadral Platinum gleich und folgte den knorrigen Basslinien des Herbie-Hancock-Klassikers „Cantaloupe Island“ mit erstaunlicher Natürlichkeit und Autorität.

Dieses Produkt wurde auch getestet von:

Auf den punkt

Als kleine Schwester der Überfliegerbox XQ 40 (AUDIO 3/08) hat es die 30er ­naturgemäß nicht leicht, zumal ihr Listen­preis nur um einige 100 Euro unter dem Spitzenmodell der Serie liegt. Doch die Preispolitik ist verständlich: Bis auf ­einen zusätzlichen Tieftöner sind die beiden Schwestern vom baulichen Aufwand her vergleichbar; das in alle Richtungen leicht gerundete, mehrfach verstrebte, sehr sauber hochglanzlackierte Gehäuse der 30er ist rein äußerlich schon sein Geld wert – einzig am etwas dünn ­dimensionierten und dadurch tendenziell wackligen Terminal dürfte man noch etwas mehr Material investieren. Doch offensichtlich ging es den KEF-Ingenieuren hier eher um die Schokolade als um die Verpackung, denn das hauseigene UniQ-Chassis gehört zu den trickreichsten Konstruktionen seiner Klasse.


Bild vergrößern 937 601 http://img2.magnus.de/image-r937x600-C-17a99a3c-42232090.jpg ausgefeilt: Die Hochtonkalotte samt Magnet wird von vorn in den Polkern des Mitteltöners geschraubt. Der Waveguide ergibt mit dem Konus eine homogene Trichterform.

ausgefeilt: Die Hochtonkalotte samt Magnet wird von vorn in den Polkern des Mitteltöners geschraubt. Der Waveguide ergibt mit dem Konus eine homogene Trichterform.

In der neuesten Version bekam die mit 19 Milli­metern recht kleine Kalotte einen sternförmigen Vorsatz nebst Schallführung, Crown Waveguide genannt, der Inter­ferenz- und Kompressionseffekte innerhalb des recht schmalen Trichters vermeidet, was einerseits das Abstrahl­verhalten verbessert und zum anderen Hoch- und Mitteltöner akustisch stärker separieren soll. Denn insgesamt sitzen beide so eng beieinander wie sonst in keinem Chassis der Welt: Lediglich der Durchmesser innerhalb der Mitteltönerspule steht dem gesamten Hochtöner samt Neodym-Magnet, Kalotte und Waveguide zur Verfügung.

Damit der Mitteltonkonus keine großen Bewegungen macht, was sich dem Hochton in Form hässlicher Intermodulationseffekte und Dopplerverzerrungen aufprägen könnte, wird er konsequent schon unterhalb von 450 Hz ausgeblendet. Das ­bedeutet aber, dass der 13 Zentimeter kleine Papierkonus darunter die gesamte Arbeit von Tiefbass, Oberbass und Grundton zu reproduzieren hat – keine leichte Aufgabe, zumal das Bassreflexrohr auch noch mit 38 Hz Tuning­frequenz tiefer abgestimmt ist als nach Lehrbuch und damit die Hubentlastung für den Bass deutlich geringer ausfällt.

Leise, bitte!

Einen Blumenstrauß voller Klangfarben offerierte die KEF gleich in den ersten Takten von Bruckners 7. Sinfonie (Janssons, BR-Klassik). Dabei war der Lautstärkeregler kaum über die 8-Uhr-Markierung hinausgekommen, und genau diesen Umstand nutzte die Kleine zum Vorteil gegenüber der bei solchen Flüsterlautstärken noch etwas träge agierenden Quadral Platinum.  Dass sie zudem noch einen weit in die Tiefe gezogenen Raum mit bestens platzierten Stimmen erzeugen konnte, brachte ihr einen Tipp als explizite Leisehörerbox ein. Allzu weit aufdrehen sollte man ­allerdings nicht: Oberhalb von Zimmerlautstärke verlor die XQ zunehmend an Klarheit und Fundament, sie ließ zu hohen Pegeln hin die dann auftrumpfende Quadral beinahe kampflos in fast ­jeder Disziplin vorbeiziehen; auch eine gewisse Angestrengtheit von Stimmen ließ sich nicht mehr verhehlen.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemeine Daten  
Abmessung (B x H x T) 19,0 x 86,0 x 24,7 cm
Gewicht 14,8
Oberflächen
Farbe
Technische Merkmale  
Bassprinzip Wege Bassreflex
Anzahl der Wege 3
Arbeitsprinzip Vollaktiv
Ausstattung  
Anschluesse Bi-Wiring
Anschlüsse XLR
Raumanpassung
Surround-Ergänz. ja
Cinch
Labor-Merkmale  
Maximale Lautstärke oberer Wert 93 dB
untere Grenzfrequenz (-3dB) 40 Hz
Untere Grenzfrequenz (-6 dB) 35 Hz
Nennimpedanz (Audio) 4 Ohm
Bewertung  
ja gerade bei leisen Pegeln sehr fokussierte Box mit super Raum, hoher Auflösung und tiefem Bass
nein verliert bei gehobenen Pegeln deutlich Klarheit und Feindynamik
Bassqualität 65
Basstiefe (Bassfundament) 80
Detailtreue (Präzision) 95
Feindynamik 75
Maximalpegel (Lebendigkeit) 45
Neutralität 85
Ortbarkeit 100
Räumlichkeit (Luftigkeit) 100
Verarbeitung sehr gut
Klangurteil sehr gut 83
getestet in Ausgabe:


Verwandte Themen

Günstig bei www.pearl.de online einkaufen
Finden Sie Ihr Produkt

Schnellfinder

Sie wollen schnell einen Überblick gewinnen? Mit wenigen Klicks zum passenden Gerät!

Hier auswählen:

Handy-Tariffinder

Handyrechnung zu hoch? Hier finden Sie Ihren perfekten Handytarif.

Zum Tarifvergleich

Kleines Spiel für zwischendurch

Meistgelesen
1. Kino-Kritik: Ein ruhiges Leben

Seine Mafia-Vergangenheit und sein Sohn verhindern, dass ein Koch in Wiesbaden "Ein ruhiges Leben" führen kann.

3. Samsung SyncMaster C24A650X LED im Test

Der C24A650X LED richtet sich klar an Business-Anwender. Der 24-Zöller wurde von Samsung mit einer drahtlosen Bildübertragung per Breitbandfrequenz…

4. HTC One XL im ersten Test

HTC bringt bereits sein zweites Smartphone mit schnellem Internet-Anschluss per LTE. Im ersten Test saugte das HTC One XL tatsächlich im Vodafone-Netz…