Testbericht Standlautsprecher JBL Studio 180
- Testbericht
- Datenblatt
JBL Studio 180
- Hersteller
- JBL
- UVP
- 600 €
- Wertung
- 70.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.0
© Hersteller
© MPS
Stunde der Wahrheit
Mit Rock, Pop oder Rap gefüttert, hatte die JBL aus dem Stand die volle Aufmerksamkeit. Die Studio 180 klang sehr lebhaft und frisch. Kanye West mit seinem aktuellen Hit „All Of The Lights“ aus dem Album „Dark Twisted Fantasy“ kam sehr überzeugend herüber. Die dynamischen Schattierungen wurden sehr überzeugend dargestellt. Die beiden Säulen schienen mühelos mit jeder Art von Party-Programm klarzukommen.
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Klassik mit Folgen
Die quirlige Dynamik kam auch beim „Köln Konzert“ von Keith Jarrett sehr gut zum Ausdruck. Zwar ist diese eigenwillige Aufnahme tonal nicht sehr aussagekräftig, aber Attacke und gute Auflösung bringt sie allemal zum Vorschein. So hörte man vor allem das Gestöhne und Mitsummen des begnadeten Pianisten klar und deutlich. Soweit wusste die JBL durchaus zu gefallen.
Wäre der Hörtest an dieser Stelle schon zu Ende gewesen, hätte die Studio 180 ein ganzes Stück besser abgeschnitten. Doch ihr stand noch ein Ausflug in die Welt der Klassik sowie komplexer, natürlich aufgenommener Vokalmusik bevor. Und da rief ihre mangelnde Ausgewogenheit im Mitteltonbereich eine gewisse Ernüchterung hervor: Sie wirkte ausgedünnt und ausdruckslos und verlieh Stimmen einen kühlen Touch.
Beim Chor von Beethovens 9. Symphonie (LSO Live, Haitnik) verliefen die Konturen der einzelnen Stimmen ineinander wie auf einem Film, den man mit Weichzeichner behandelt hat. Der Fokus fehlte, und alles wirkte ein wenig künstlich. Zu guter Letzt erschien der Bass in den Orchesterpassgen etwas dünn. Für Klassik-Freunde ist der im Pop-Bereich durchaus charmante Lautsprecher damit nur sehr bedingt zu empfehlen.
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