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Testbericht Standlautsprecher Heco Victa II 701

Die Heco Victa II 701 (560 Euro Paarpreis) rundete ihre Darbietung mit einer plastischen, fein strukturierten, farbkräftigen Chor-Ein­lage, die unterstrich, was den Reiz der Deutschen ausmacht: Sie gab einem das Gefühl, die Musiker und Instrumente greifen zu können.

Heco Victa II 701

Hersteller
Heco
UVP
560.00 €
Wertung
72.0 Punkte
Testverfahren
1.0

Die Mittel-Hochton-Sektion der Heco Victa II 701 wurde durch eine eigene Kammer von der Bass-Sektion abgeteilt. Das verringert nicht nur die gegenseitigen Beeinflussungen, es versteift auch.

Heco konnte bei der Victa II 701 auf eine bereits im Markt fest etablierte Lautsprecher-Serie aufbauen. Wichtigste Änderung: Der neue Hochtöner verfügt über einen stärkeren Antrieb mit 30 Prozent größerer Schwingspule. Die Ankopplung der Kunstseiden-Kalotte an die aus Lang­faserpapier gefertigten 17er-Tief-Mitteltöner soll durch einen kurzen Hornvorsatz verbessert werden. Kräftigere ­Magneten für die Antriebe im Tief-Mitteltonbereich mit extrem belastbaren Schwingspulen sollen für mehr Trans­parenz und Bassfundament sorgen. Ein Übriges trägt die phasenoptimierte ­Frequenzweiche dazu bei.

Leichtes Spiel

Aufstellung: Ungefähr auf den Hörer richten, ideal auf Hochtönerebene. Raum sollte nicht zum Dröhnen neigen, sonst selbst freistehend zu fetter Bass.

Es spielte keine Rolle, ob Beats oder Beethoven auf dem Programm standen. Die homogene Heco verlieh Kanye Wests „All Of The Lights“ eine in dieser Runde nicht zu toppende Intensität, Authentizität und Autorität. Zur perfekten Stimmwiedergabe gesellten sich Direktheit und ein vergleichsweise mächtiges, dabei ziemlich konturiertes Bassfundament. Das Timing der unterschiedlichen Treiber passte perfekt zusammen. Nichts wirkte gekünstelt.

Auf CDs mit hohem Bassanteil wie „Empire State Of Mind“ von Alicia Keys und Jay-Z offenbarte sich, dass es auch kein bisschen mehr Bass sein dürfte, damit die Victa II 701 nicht zu dick wirkt. Die Höhen kamen keinesfalls in den ­Verdacht der Übertreibung, hier stimmte alles von der Auflösung bis zur Ausgewogenheit.

Ihre Darbietung rundete Heco mit einer plastischen, fein strukturierten, farbkräftigen Chor-Ein­lage, die unterstrich, was den Reiz der Deutschen ausmacht: Sie gab einem das Gefühl, die Musiker und Instrumente greifen zu können. Ein Quercheck mit der Magnat Quantum 655 (Heft 12/10) ergab nur kleine Unterschiede und belohnte Heco mit 72 Punkten.

Alle Daten und Testergebnisse zum Heco Victa II 701

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