Testbericht Standlautsprecher B&W 802 Diamond
- Datenblatt
- stereoplay
B&W 802 Diamond
- Hersteller
- B&W
- UVP
- 14000 €
- Wertung
- 64.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.0
- Bewertung
-
- Tester
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© Hersteller
Sieben Jahre später folgte die nächste, bis vor kurzem aktuelle Generation, die den größeren Modellen einen Diamanthochtöner bescherte. Der lässt herkömmlichen Hartkalotten in Sachen Bandbreite und Resonanzarmut keine Chance. Da sein lupenreiner Klang hervorragend ankam, lautete die Devise seitdem „Diamant für alle“, von der kompakten 805 über die beiden Center-Lautsprecher bis hinauf zum Topmodell namens 800, die nun alle den Zusatz „Diamond“ tragen.
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Doch was hat sich nun konkret bei der 802 getan? Äußerlich künden dezente, silberfarbene Zierringe und Chassisabdeckungen mit unsichtbaren Halterungen von der Überarbeitung. Die Membranmaterialien sind dieselben wie bisher: Diamant und Kevlar für Höhen und Mitten, Rohacell-Schaum im Bass.
Einen Schreck könnten B&W-Fans beim Blick auf die Preisliste kriegen, denn mit paarweise 14000 Euro ist die Diamond jetzt auf den ersten Blick 1400 Euro teurer. Doch das täuscht, denn die bislang kostenpflichtigen Optionen „Klavierlack“ und „Spikeset“ gibt´s ab sofort ohne Aufpreis (früher 3032 Euro).
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Im Zuge der Überarbeitung erhielt die Frequenzweiche nochmals edlere Kondensatoren vom Kölner Spezialisten Mundorf. Das Bi-Wiring-fähige Anschlussterminal wurde ebenfalls erneuert und verwendet nun Klemmen und Brücken aus sauerstofffreiem Kupfer.
Die traditionell stark nachgefragte 802 gilt in der Szene als feste Größe. Auch die Tester kennen und schätzen das unverwechselbare Tonmöbel seit vielen Jahren. Schon beim letzten Generationswechsel vor fünf Jahren schwärmte das Kollegium von der Rasse und Rundheit der damals taufrischen dritten Generation.
Während die Version von 2005 bei aller Lebendigkeit sich auch eine Spur symphatischer Gemütlichkeit leistete, konnte die neue Diamond Klänge aus dem Nichts heraus explosionsartig aufbauen, ohne harsch oder lästig zu werden.
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Die Tester wollten die Abwesenheit der für Mehrwegeboxen typischen Verdeckungseffekte zunächst selbst kaum glauben und malträtierten die neue 802 mit allem, was die hauseigene Plattensammlung an Gemeinheiten nur hergibt. Ob Schätzchen aus den wilden 80ern, oder jüngere Einspielungen zum Einsatz kamen, war nahezu egal. Die Diamond offenbarte nie gehörte Details und glänzte mit einer Über-Alles-Homogenität, die einer 20000 Euro teuren Magico V 2 (Heft 10/2009) beängstigend nahe kam.
Die Norwegische Sängerin Kristin Asbjørnsen hätte unter Garantie ihre helle Freude an der Art und Weise, wie hingebungsvoll und glockenrein die 802 ihr jazziges Album „The Night Shines Like The Day“ (Universal Music) zum Klingen brachte. Man sah je Seite vier einzelne Chassis, hatte aber stets das Gefühl, nur einer Schallquelle zu lauschen. Das wird der 802 Diamond so schnell keiner nachmachen.
Die Neuabstimmung von Sicke und Membran verhilft der Diamantkalotte zu einer breiteren, weniger winkelabhängigen Abstrahlung am oberen Ende des Übertragungsbereichs. Laut Hersteller soll dies die räumliche Abbildung fördern. Die Messungen zeigen, dass der neue Hochtöner (hellblaue Kurve) 30 Grad seitlich zur Hauptachse tatsächlich mehr Energie liefert als sein Vorgänger aus dem Jahre 2005.
Alle Daten und Testergebnisse zum B&W 802 Diamond
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