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Testbericht

Sony BDP-S 5000 ES

Testergebnis
98.0 Punkte
1800 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Christine Tantschinez

26. Januar 2009

Ausgerechnet der Antreiber und Miterfinder der Blu-ray Disc hat seinen Platz im Markt noch nicht gefunden. Erst kam die Playstation 3. Und dann lange nichts wirklich Aufsehenerregendes.

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Bild vergrößern 937 822 http://img4.magnus.de/image-r937x822-C-c6a80124-25116269.jpg Einheitlicher Auftritt: Der Blu-ray-Player passt optisch und technisch zu den AV-Receivern der ES-Reihe. Auch im Inneren wurde nicht gespart: Die Analog-Platine protzt mit D/A-Wandlern von Burr-Brown, das Videoboard mit den von dicken Kühlrippen geschützten, doppelt vorhanden Videoprozessoren „CXD 9957 GF“. Nur der Speicher für die BD-Live-Daten muss per USB hinzugefügt werden. © J.Bauer, Hersteller
© J.Bauer, Hersteller

Einheitlicher Auftritt: Der Blu-ray-Player passt optisch und technisch zu den AV-Receivern der ES-Reihe. Auch im Inneren wurde nicht gespart: Die Analog-Platine protzt mit D/A-Wandlern von Burr-Brown, das Videoboard mit den von dicken Kühlrippen geschützten, doppelt vorhanden Videoprozessoren „CXD 9957 GF“. Nur der Speicher für die BD-Live-Daten muss per USB hinzugefügt werden.

Die Antwort auf so manche Häme steht nun in Form eines massiven, schwarzen Kolosses in den Läden, dem 1800 Euro teuren BDP-S 5000 ES. Ein knapp zwei Millimeter starkes Chassis enthält strikt voneinander getrennte Platinen, resonanzoptimierte Kühlkörper an fast allen strategisch wichtigen Stellen und eine Analog-Platine mit vier D/A-Wandlern von Burr-Brown für analogen Mehrkanal-Sound sowie eine separate Bearbeitung des Stereo-Ausgangs. Dazu gesellt sich ein aufwendiger Videoprozessor mit dem kryptischen Namen „CXD 9957 GF“. Dieser beherrscht nicht nur alle Videospielarten, sondern vermag selbst die scharfe HD-Welt noch ein kleines bisschen besser zu machen. Ein feines AV-Optionsmenü erlaubt dem Nutzer, nach Herzenslust selbst ein lupenreines Blu-ray Disc-Bild zu tunen – ganz individuell oder mit Funktionen wie „HD Reality Enhancer“, „Smoothing" oder „Film Grain Reduction“. 


Bild vergrößern 937 279 http://img3.magnus.de/image-r937x278-C-6d868dbc-25116272.jpg © J.Bauer, Hersteller
© J.Bauer, Hersteller

Dazu rechnet der Chip die eigentlichen Acht-Bit-Videoinformationen in 14-Bit-Signale um, fügt Farbinformationen hinzu und kann dann per „Super Bit Mapping" die Ausgabe variabel an leistungsfähige Displays mit zwölf Bit ausgeben – oder an ältere Beamer und  Fernseher mit acht. Für eine möglichst jitterfreie Rekonstruktion der Video- und Audiosignale kontrolliert ein eigens von den Telekommunikations-Spezialisten der Schwesterfirma Sony Ericsson entliehener Chip die hohen Frequenzanteile und schickt diese erst nach erfolgreicher Bestandsaufnahme per HDMI weiter. Aber auch an die analoge Videoausgabe wurde dank des doppelten Prozessors gedacht – für die Komponentenausgänge gibt es sogar eine in acht Stufen einstellbare Dämpfungskompensation. Zudem bietet der Sony BDP-S 5000 ES als einziger der getesteten Super-Player einen wasch-echten DTS-HD Master-Decoder – zur freundlichen Unterstützung aller betagteren AV-Receiver.

Hören und sehen

Im Bildtest wurden die eifrigen japanischen Ingenieuere für ihre akribische Arbeit an der Videosektion belohnt: Sowohl der unglaublich detailgetreue Sony als auch der kontrast- und farbstarke Pioneer zogen mit HD-Bild und skalierten DVD-Daten am NAD vorbei. Dabei zeichnete der NAD durchaus beeindruckend homogene und prächtige Bilder; nur in der Kategorie „Noise Reduction" und beim aktiven De-Interlacing mit schwierigstem 1080i-Material musste er die Konkurrenz ziehen lassen. Als absoluter Videoprofi ließ der Pioneer selbst den bis dato natürlichsten Spieler hinter sich, den DVD-3800 BD von Denon. Auch mit den neuen HD-Tonformaten, dargeboten über HDMI, zog der Pio-neer alle Register seines Könnens. Dynamisch, druckvoll und satt spielte er sich von Klassik über Film bis zu Jazz- und Rockkonzerten fast an die Spitze. Nur der NAD vermochte ihn mit seiner subtileren, trockenen und punktgenauen Spielweise einzuholen. Wer Rhythmus und Timing liebt, ist mit dem T 587 bestens bedient. Der Sony öffnete den Raum, strahlte im Glanz der Obertöne und gab den Instrumenten mehr Körper, doch ihm fehlte das letzte Quentchen Genauigkeit. Ein ähnliches Bild brachte der CD-Vergleich: Der Sony glitzerte in den Höhen, musizierte seidig in den Mitten, füllte den Grundton mit Kraft. Der NAD konterte geschickt mit Tempo, einem staubtrockenen Bass und einer über den Mitten straff gezogenen Kontur. Beide spielten so beherzt auf, dass ihnen der 100-Punkte-CD-Player Creek Evolution CD Einhalt gebieten musste. Der Pio-neer LX 91 gab sich mit CDs ähnlich gut gelaunt wie der LX 71; samtig, offen, lebendig, aber leicht unaufmerksam.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Breite 43,0 Zentimeter
Höhe 12,5 Zentimeter
Tiefe 36,5 Zentimeter
Gewicht 10,0 kg
DISC-FORMATE:  
DVD-Audio / SACD – / –
Blu-ray / HD-DVD nein / –
HD-R / HD-RW / Java – / – / –
BD-Version 2.0
Blu-ray-R ja
Blu-ray-RW ja
WIEDERGABE
KOPIERSCHUTZ: Key2Audio / Cactus / Doc Loc – / – / –
AUSSTATTUNG
Ausgabe Dolby TrueHD analog/PCM/Bitstream ja / ja / ja
Ausgabe DTS-HD analog/PCM/Bitstream nein / nein / ja
Ausgabe Digital 96 kHz ja
Wiedergabe MP3/
Wiedergabe MP3/JPEG / WMA / nein / ja / nein /
1080p@24 ja
erweiterter Farbraum extended
CEC-Untertützung ja
ANSCHLÜSSE
TON-AUSGÄNGE analog Cinch /5.1 / 7.1 ja / ja / ja
digital Cinchoptisch / HDMI ja / ja / ja (1.3a)
Video-Ausgänge Scart / Cinch / Hosiden/ nein / ja / ja
YUV ja
Ethernet / USB ja / ja
Bewertung  
ja Tolles, analoges Bild, viele Videofunktionen, sehr guter CD-Klang, alle Decoder
nein Die Noise-Reduction könnte etwas besser sein
Klang CD – 90
Klang Surround – 80
Klang HDMI überragend 95
Bildqualität HD – 140
Bildqualität DVD Referenzklasse 105
Aussattung überragend
Bedienung sehr gut
Verarbeitung sehr gut
Klangurteil überragend 98
Prädikat 5 Ohren
Preis/Leistung überraged
getestet in Ausgabe: 2/09


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