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Testbericht Sonos Zoneplayer S5 im Test

  • Testbericht
Als Sonos 2005 zum ersten Mal auf der Berliner IFA ausstellte, war der Stand noch sehr klein, die Vision aber schon gewaltig. Die findige Truppe aus Kalifornien schaffte es dann auch innerhalb kürzester Zeit vom Geheimtipp bei AUDIO zur erfolgreichen Marke.

Sonos Zone Player S5

Hersteller
Sonos
UVP
400.00 €
Wertung
75.0 Punkte

Sonos Zoneplayer S5
  • +einfache Installation
  • +bequeme Bedienung
  • +spielt viele Formate ab
  • -Beschränkung bei Smaplingfrequenzen

Die Idee dahinter ist aber auch schlichtweg genial: ein Netzwerk-System, dem man das Netzwerken weder äußerlich ansieht noch in der Praxis anmerkt. Wer sich ein Bundle mit der zweiten Generation der weiß-silbernen Zone­player zulegt, bestehend aus Sonos ZP90, Sonos ZP120 inklusive integriertem Verstärker und dem extrem smarten Sonos Controller CR200 (alles zusammen rund 1000 ­Euro), wird vom Auspacken bis zum ersten Abspielen eines Songs keine zehn Minuten benötigen – auch ohne IT-Studium.

Nur einer der "Sonosse" muss verdrahtet die Verbindung zum Router herstellen, untereinander kommunizieren die Player dann über ein eigenes Funknetz, das sich jederzeit beliebig erweitern lässt.

Fünf plus Eins gleich fun: Fünf Lautsprecher mit jeweils eigenen Digital-Verstärkern samt feinster DSP-Technik in einem Gehäuse, dazu ein iPod Touch als Fernbedienung – fertig ist die Netzwerk-Kompaktanlage für Küche, Bad, Terrasse, Hobbyraum

Zum Beispiel mit dem neuesten Mitglied der Familie: dem Sonos ZonePlayer S5, einem all-in-one-Paket mit Lautsprecher. Ob nun die ZonePlayer ihre jeweilige Hör­zone autonom beschallen oder alle gemeinsam im Party-Modus synchron einstimmen – einfacher gibt´s Musik aus dem Netz kaum.

Um das Sonos-System zu bedienen, gibt es neben dem eigentlichen Hardware-Controller (der neue schlanke CR200 für 350 Euro oder, solange noch erhältlich, das ältere Vorgängermodell CR100 für 400 Euro) auch Software für iPhone/iPod Touch oder den Computer. Generell lassen sich aber alle Funktionen mit einer der drei Varianten (mit dem Controller und iPhone sehr elegant per Touchscreen) steuern.

Das hat den Sonos-Fans gerade noch gefehlt

Im wahrsten Sinne. Schließlich ist der Zoneplayer S5 die langersehnte Antwort auf viele Anfragen im Sonos-Forum, ob es denn irgendwann eine kompakte Variante gäbe, die man einfach eben mal aufstellen könnte, im Bad oder in der Küche, ohne großartig Boxen zu platzieren oder zu verkabeln. Der S5 ist ­genau eine solche Netzwerk-Komplettanlage, äußerlich irgendwie an das iPod-Dock einer anderen bekannten US-amerikanischen Firma erinnernd, aber durch und durch ein Sonos ZonePlayer.

Dabei spielt der iPod ja auch bei Sonos keine ganz unerhebliche Rolle, allerdings weniger als Quelle denn als Kontroll­organ. Seitdem es eine eigene kosten­lose Anwendung von Sonus für iPod Touch und iPhone gibt, können die ZonePlayer wahlweise nebst eigenem Con­troller (der zwar schick und intelligent, aber auch mit 350 Euro entsprechend kostspielig ist) auch per Apple-Porti ­gesteuert werden – auf ähnlich komfortable Weise.

Zum Beispiel Zonen einrichten, die Lautstärke regeln, Playlisten erstellen und per Tastendruck alle Hörzonen synchronsieren, um alle Zimmer mit der selben Musik zu beschallen. Ein Feature, das nicht nur bei Partys, sondern auch beim allsamstäglichen Wohnungsputz nützlich sein kann. Da der Controller drahtlos mit den Sonos-Playern kommuniziert (der iPod oder das iPhone nutzen den WLAN-Access-Point des Routers), kann von überall in der Wohnung jeder Sonos-Player gesteuert werden. © AUDIO
Zum Beispiel Zonen einrichten, die Lautstärke regeln, Playlisten erstellen und per Tastendruck alle Hörzonen synchronsieren, um alle Zimmer mit der selben Musik zu beschallen. Ein Feature, das nicht nur bei Partys, sondern auch beim allsamstäglichen Wohnungsputz nützlich sein kann. Da der Controller drahtlos mit den Sonos-Playern kommuniziert (der iPod oder das iPhone nutzen den WLAN-Access-Point des Routers), kann von überall in der Wohnung jeder Sonos-Player gesteuert werden.

So prangt denn auch auf der Verpackung des Sonos Zoneplayer S5 ganz selbstverständlich ein iPod Touch – was vor dem Verkaufsstart schon zu wilden Spekulationen unter den Fans führte, ob denn nun der neue Player gar nur per iPod zu steuern sei. Doch natürlich funktioniert auch der Hardware-Controller – und auch die Steuerung per Computer-Software ist nach wie vor erlaubt, wenngleich die weitaus uneleganteste Lösung.

Praxis: Lautsprecher richtig aufstellen

Wer schon ein Sonos-Netzwerk daheim hat, packt den Zoneplayer S5 einfach aus, versorgt ihn mit Strom, folgt dem bekannten Procedere und kann nach einigen Minuten schon der Musik lauschen. Wer noch kein Sonos-Netzwerk hat, packt den S5 einfach aus, versorgt ihn mit Strom und kann ebenfalls Minuten später der Musik lauschen. Im letzteren Fall erfolgt der Kontakt zum Router per Ethernetkabel oder aber über die optionale ZoneBridge, die namentlich die Brücke zwischen ­kabelloser und kabelgebundener Welt schlägt.

Extrem komfortabel ist die Suche in der Musik-Bibliothek nach Album, Interpret, Genre oder Titel. Einfach auf den Anfangsbuchstaben in der Spalte rechts tippen, schon werden die entsprechenden Einträge gelistet. Eine Volltextsuche gibt es natürlich auch, inklusive eingeblendeter QWERTZ-Tastatur. Damit lassen sich auch Internetradio-Sender finden. © AUDIO
Extrem komfortabel ist die Suche in der Musik-Bibliothek nach Album, Interpret, Genre oder Titel. Einfach auf den Anfangsbuchstaben in der Spalte rechts tippen, schon werden die entsprechenden Einträge gelistet. Eine Volltextsuche gibt es natürlich auch, inklusive eingeblendeter QWERTZ-Tastatur. Damit lassen sich auch Internetradio-Sender finden.

Untereinander kommunizieren die Sonos-Produkte ohnehin über ein eigenes Funknetz namens SonosNet, das mit jedem hinzugefügten Player auch seine Reichweite vergrößert. Und wie ­jeder ZonePlayer kann auch der S5 mit zwei Ethernetbuchsen nebenbei als praktische kabellose Erweiterung des eigenen lokalen Netzes dienen.

Tiefe Wirkung

Neben Netzwerk-Anschlüssen weist der Sonos Zoneplayer S5 auch einen Mini-Klinken-Line-Eingang und eine 3,5-Millimeter-Kopfhörer-Buchse auf. Interessanter ist freilich das, was man von außen nicht sieht. Im Inneren des S5 sorgen zwei Hoch- und zwei Mitteltöner für den richtigen Sound. Dazwischen arbeitet ein 3,5-Zoll-Subwoofer an den tiefen Tönen, alle Lautsprecher werden einzeln angetrieben von fünf Digital-Endstufen.

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Die DSP-Technik dahinter sorgt nicht nur dafür, dass die richtigen Frequenzen auch aus den dazu passenden Chassis schallen, sie vergrößert auch gekonnt die ­eigentliche Stereo-Bühne. Je nach Aufnahme kann das mitunter sogar drei­dimensional wirken, wenn Sound-­Effekte – ganz im Sinne des Produzenten – ihren eigenen Platz im Klangraum beanspruchen.

Playlisten werden mit einem einfachen Klick erstellt, wahlweise das ganze Album oder einzelne Titel ans Ende oder an den Anfang der Wiedergabe-Liste gesetzt, gespeichert und jederzeit wieder aufgerufen. Leider fehlt die Möglichkeit für dynamische Playlisten, die beispielsweise die meistgespielten oder zuletzt hinzugefügten Songs auflisten. Das Farbdisplay stellt auch die Cover der Titel dar, sofern diese mit einem entsprechenden Bild gekennzeichnet wurden, und gibt mit dem Klick auf „aktueller Titel“ bereitwillig Auskunft, welcher Track denn gerade in welcher Zone spielt. © AUDIO
Playlisten werden mit einem einfachen Klick erstellt, wahlweise das ganze Album oder einzelne Titel ans Ende oder an den Anfang der Wiedergabe-Liste gesetzt, gespeichert und jederzeit wieder aufgerufen. Leider fehlt die Möglichkeit für dynamische Playlisten, die beispielsweise die meistgespielten oder zuletzt hinzugefügten Songs auflisten. Das Farbdisplay stellt auch die Cover der Titel dar, sofern diese mit einem entsprechenden Bild gekennzeichnet wurden, und gibt mit dem Klick auf „aktueller Titel“ bereitwillig Auskunft, welcher Track denn gerade in welcher Zone spielt.

A propos Raum: Man sollte sich durch die kompakten Maße des S5 nicht täuschen lassen. Die Pegelfestigkeit der Anlage reicht auch für größere Räume locker aus. Vor allem der Bass stampfte mitunter gewaltig auf – ein respektvoller Abstand zur Wand oder der beherzte Griff zum Equalizer im Controller kann da schon hilfreich sein.

Mit leicht gezügeltem Tiefton wirkt der S5 nicht mehr nur als Partymaschine, sondern durchaus auch als feinsinniger Alleinunterhalter, wenn auch die Auf­lösung nicht ganz für die filigransten ­Details reicht. Die fetzigen, dynamischen Klänge freilich ­liegen ihm am besten, dann ist der S5 ganz im Element und rockt Küche oder Bad, was das Zeug hält.

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Ohne Frage jedoch ist der S5 die ideale Ergänzung jedes Sonos-Systems, mit den gewohnten Tugenden: einfachste ­Installation, intelligente Bedienung, Beherrschung fast aller Audioformate (solange sie die 48 Kilohertz/16 Bit-Hürde nicht überschreiten) und die besonders für Klassik und Konzeptalben nötige „gapless“ (also lückenlose) Wiedergabe.

Formate

Fast alles an Musikformaten kann das Sonos-System wiedergeben, also Flac, WMA, MP3, Apple Lossless, Wav oder AIFF – nur höher aufgelöst als 48 Kilohertz und 16 Bit dürfen die Stücke nicht sein.

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Dafür beherrschen die silberweißen Player die lückenlose Wiedergabe von ineinander übergehenden Stücken. Das fällt bei Mainstream-Pop kaum auf, da zwischen den Tracks eines Albums sowieso mehr­sekündige Pausen liegen. Für Klassik-, Konzept- oder DJ-­Alben mit ihren fließenden Übergängen ist die sogenannte Gapless-Wiedergabe dagegen ein absolutes Muss. Videos oder Fotos werden dagegen nicht unterstützt.

Fazit

Ja, bei mir zuhause spielt ein Sonos-System. Weil es einfach zu installieren ist, mir alle Bequemlichkeit bietet, Besuch beeindruckt und auch noch gut klingt. Mag sein, dass es nicht die breite Vielfalt an Möglichkeiten hat wie die Logitech-Squeezebox-Palette, dafür aber stellt es auch keine hohen Ansprüche an den Nutzer. Denn selbst wenn man es könnte und keine Angst vor dem Computer hat, manchmal geniesst man es eben, wenn ein System einfach mal so funktioniert, mit möglichst wenig Aufwand.

Praxis: Raumeinmessung selbst gemacht

Klar, ein paar Annehmlichkeiten fehlen, aber das nimmt man in Kauf. Und mal ganz ehrlich: Mit Last.fm und Napster sind die wichtigsten Musikdienste ohnehin schon auf dem Sonos verfügbar. Mehr brauche ich im Moment nicht. Zumal ich der findigen Sonos-Truppe durchaus zutraue, rechtzeitig die wichtigsten Trends zu erkennen und mir diese per Software-Update zu kredenzen. Einzig die fehlende Unterstützung höherer Samplingfrequenzen könnte man kritisch anmerken, aber damit kann ich noch gut leben.

Alle Daten und Testergebnisse zum Sonos Zone Player S5

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