Menü

Testbericht Revox Re:sound G column 02 im Test

Die schmale Revox Re:sound G column 02 sieht edel aus. Kann die Standbox auch im Hörtest überzeugen?

Revox Re:sound G column 02
vergrößern
© Hersteller / Archiv

Revox Re:sound G column 02
Gesamturteil: gut - sehr gut (73 Punkte)
Preis/Leistung: gut
  • +Herausragend verarbeitet und sehr schlank
  • +Edle Oberflächen
  • +Weiträumiger Klang
  • -In Tiefbass und Pegel begrenzt

Den Wettbewerb um die schmalste Fullrange-Box haben die Schweizer Design- Spezialisten von Revox mit der column 02 auf elegante Weise gewonnen: Nur 10,5 Zentimeter Breite misst die in einer Glas/ Alu-Kombination gehaltene Säule, bei der sich die Bezeichnung Box, wörtlich eigentlich "Kiste", vollständig verbietet. Selbst mit trickreicher Anordnung bleibt da nur Platz für 9-Zentimeter-Chassis. Zwei davon mit leichter Aluminium-Membran teilen sich im Parallelbetrieb die Bass- und Mitteltonarbeit. Unter 90 Hz arbeitet das rückwärtig angebrachte Reflexrohr mit und entlastet so die beiden Konus-Töner von allzu großen Hüben, die sie angesichts der Membranfläche auszuführen hätten.

Praxis: Lautsprecher richtig aufstellen

Beim Hochtöner griffen die Revox-Entwickler zu einem ungewöhnlich großen Exemplar mit 32 Millimetern. Es zeigt zwar im obersten Hochton schon einige Bündelungseffekte, kann aber umso tiefer hinabspielen. Das ist nach den Vorgaben von D’Appolito hier auch notwendig, um vertikale Auslöschungen zwischen den Tönern zu vermeiden.

An den Materialien wurde ebenfalls nicht gespart: Acht Millimeter starkes Echtglas und eine besonders hochwertige Lackoberfläche geben der schlanken column 02 Wertigkeit und Eigenständigkeit.

Praxis: Raumeinmessung selbst gemacht

Revox Re:sound G column 02: Hörtest

Tiefbassattacken erwartet man von einer so schmalen Box kaum – und genau deshalb hat die Re:sound die Gabe, positiv zu überraschen. So wirkte ihr Bass nicht allzu kraftvoll oder tief, doch dank wandnaher Aufstellung in Norah Jones’ "Come Away With Me" konturiert und erstaunlich voll.

Mehr lesen

Sie vermittelte keineswegs das Gefühl, die Balance würde zugunsten des Mittelhochtons kippen. Dafür umschmeichelte die column 02 die Ohren der Zuhörer mit einer sehr weiten Raumabbildung; die Positionen der beiden Boxen verschwanden vollständig hinter dem weiten und homogenen Panorama.

Ihre Selbstverständlichkeit und Transparenz behielt sie auch bei sehr geringen Lautstärken bei, mit ihrer Darstellung von Bachs Suiten (Freiburger Barockorchester) empfahl sie sich gerade auch als Spielpartner für späte Stunden. Ihre Pegelgrenzen erreichte sie in Yellos "Oh Yeah" relativ rasch, doch auch unauffällig, ohne gravierende Artefakte.

Angebote 
alle Angebote

 
Anzeige
Anzeige
x