Testbericht Project Essential Premium Phono/USB im Test
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Umso erstaunlicher ist daher das Comeback, das die Schallplatte seit einigen Jahren feiert. Neuheiten erscheinen längst nicht nur als CD oder Download, sondern auch wieder als LP. Mit der wachsenden Beliebtheit des Vinyls boomt auch der Plattenspieler-Markt. Etliche Hersteller liefern mittlerweile hervorragende Einsteiger-Geräte, die man sich auch als Normal-Verdiener leisten kann.
Die nächste Generation von Vinyl-Freunden scheint also sicher - umso mehr, wenn ein Spieler gleich einen eigenen A/D-Wandler an Bord hat und somit auch den Eintritt in die digitale Welt ermöglicht.
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Somit gibt er einen exzellenten Kompagnon für Vinyl-Neulinge ab, die nicht noch mehr Geld in externe Geräte stecken wollen. Die Kombination aus Analog- und Digital-Anschlüssen ermöglicht überdies eine perfekte Integration in bestehende Anlagen. Und egal für welchen Weg man sich entscheiden mag: Der Pro-Ject hat für so ziemlich jede Situation die richtige Antwort parat.
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In Kombination mit einem entsprechenden Computerprogramm lassen sich auf diese Weise exzellente Aufnahmen von Schallplatten machen. Selbst bei verhältnismäßig lauten Scheiben wie Chics "Le Freak Live" (Sireena) behielt der USB-Chip kühlen Kopf und lieferte glasklare Signale ohne Übersteuerungen. Der verbaute A/DWandler vollbringt zwar keine Wunder, erzielt mit einer maximalen Abtastrate von 48kHz bei 16bit aber immer noch gute Werte (zum Vergleich: Die CD-Qualität liegt bei 44,1kHz/16bit).
Feeling Blue
Ein weiteres Highlight in der Ausstattung ist der Tonabnehmer: Der deutsche Vertrieb ATR ließ sich nicht lumpen und spendierte dem Essential Premium einen Ortofon 2M Blue. Der erspielt sich mit dynamischem, lebendigem Klang (fast) audiophile Weihen und mausert sich in Kombination mit dem einpunktgelagerten Alu-Tonarm "8.6 UniPivot" zum echten Geheimtipp.
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Suchtfaktor: Musik
Der Pro-Ject lieferte zusammen mit seinem kleinen blauen Freund, dem 2M Blue, hervorragende klangliche Ergebnisse. Von seiner beeindruckenden Dynamik und Natürlichkeit waren die AUDIO-Tester besonders angetan. Etwa bei "Swanee River" von Dave Brubeck ("Gone With The Wind"): Der Ortofon kam selbst während des Klavier-Solos mit seinen großen Dynamiksprüngen nicht ins Schwitzen und sorgte für ein absolut verzerrungsfreies Hörerlebnis. Die Musik tönte detailreich, mit definierten Bässen und klaren Höhen.
Faszinierend klang auch Ella Fitzgeralds ausdrucksstarke Stimme bei "Little White Lies" ("Ella Swings Lightly"): sehr feinauflösend und zugleich musikalisch, mit dem für diese Aufnahmen typisch warmen Klang. Und bei Chics Show aus dem "Budokan" von Tokio geriet die Räumlichkeit derart natürlich, dass die Band zum Greifen nahe wirkte.
Fazit
Pro-Ject liefert mit dem Essential Premium Phono/ USB ein hervorragendes Komplettpaket für Schallplatten-Neulinge - die Qualität stimmt ebenso wie der Preis. Dank des Ortofon 2M Blue klingt er auch noch so gut, dass man die Nadel am liebsten gar nicht mehr von der Platte nehmen will. Und: Er erledigt seinen Job analog oder digital via USB gleichermaßen gut - und versorgt so die nächste Generation von LP-Fans mit zeitgemäßen Ausstattungsfeatures.