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Plattenspieler EAT Forte S
Der überragend verarbeitete EAT Forte S (ab 5070 Euro) steht für äußerst authentische, weitgespannte Räumlichkeit und voluminöse, warme Klänge.
Hinter den Plattenspielern der Marke EAT steht nicht nur ein Röhren-Hersteller aus Prag, sondern auch die Entwickler der beliebten Pro-Ject-Laufwerke. Hinter dem Kürzel verbirgt sich die Bezeichnung „Euro Audio Team”, die Firma einer zierlichen Dame aus Tschechien: Jozefina Lichtenegger rutschte in das Familien-Business hinein, weil sie gut Englisch sprach – und steht inzwischen ihren Mann im internationalen Audio-Geschäft. Mit dem EAT Forte schufen die Tschechen jüngst ein formidables Plattenlaufwerk (AUDIOphile 1/2011 ), das internationale Anerkennung fand. Beim günstigeren Forte S behielten die Entwickler das Grundprinzip des von zwei Motoren angetriebenen Masselaufwerks bei.
Die beiden Motoren fügen sich harmonisch in das blei- und sandgefüllte MDF-Chassis
Der aus Karbon gefertigte 12-Zoll-Arm 12 cc Evolution dokumentiert die Querverbindung zwischen EAT und den Machern der Pro-Ject-Plattenspieler, die sich an dem 50-Kilo-Kolos einmal richtig austoben durften. Für einen 12-Zöller geriet er relativ leicht.
EAT Forte s, Gleichlauf Die Gleichlaufmessung lässt keine Seitenbänder erkennen – ein sehr gutes Ergebnis.
Unser Testmuster trat in der Ebenholzversion mit dem geraden 12-Zoll-Tonarm 12 cc Evolution von Pro-Ject an. Das Besondere daran ist das aus einem Stück Carbon-Faser-Kunststoff gefertigte Tonarmrohr mit starrem Headshell. Diese Konstruktion ermöglicht trotz fixiertem Systemträger neben der Einstellung des horizontalen Abtastwinkels sogar die Azimut-Einstellung. Die invertierten Armlager bestehen aus gehärteten Edelstahlspitzen und hochwertigen Kugellagern. Der Pro-Ject-Arm lässt sich gut justieren und hinterlässt einen soliden Eindruck.
EAT Forte S, Rumpelspektrum Geringe Rumpelgeräusche, schmale Spitze, die Abweichung von Solldrehzahl aufzeigt.
Im Hörtests spielte die Kombination sehr elegant und homogen. Das einzig Schrille an der makellosen Darbietung waren die grell blau strahlenden Leuchtdioden in den Geschwindigkeits-Wahlschaltern. Gut, dass der Alu-Nadelschutz des Kiseki genau darüber passte und das Blaulicht somit dämpfte. Die Musikwiedergabe selbst wirkte sehr farbenfroh, aber niemals grell oder effekthaschend.
Zu den Stärken des EAT Forte S gehörte neben homogener Stimmwiedergabe und hoher Klangfarbentreue bei Naturinstrumenten eine äußerst authentische Räumlichkeit. Damit wurden Live-Aufnahmen wie „An Evening Of Acoustic Music“ von Taj Mahal zum Vergnügen. Wer die Augen schloss, wähnte sich im Publikum.
Im Bass arbeitete sich der Forte S tief hinab, erreichte abgesehen von seinem beeindruckenden Volumen allerdings nicht ganz die straffe Kontur des extrem dynamischen Dr. Feickert Blackbird . Auch in den Höhen hielt sich der EAT Forte S vornehm zurück und ließ beispielsweise Becken nicht so vehement aufblitzen. Als dann zur Einstufung identische Systeme montiert wurden, zog der EAT mit dem Rivalen gleich.
Weitere Informationen:
Empfehlenswerte LP-Neuerscheinungen des Jahres 2011 - Teil 1
Empfehlenswerte LP-Neuerscheinungen des Jahres 2011 - Teil 2
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemein | |
|---|---|
| Maße: | B: 55,0 x H: 25,0 x T: 44,0 cm |
| Gewicht: | 50,0 kg |
| Features | |
| Farbe | Furnier Hochglanzlack |
| Geschwindigkeiten | 33 1/3, 45 U/min |
| Konstruktion | dämpfende Füße |
| Füße höhenverstellbar | |
| Geschwindigkeitsumstellung | elektronisch |
| Tonarm-Höhenverstellung | |
| Geschwindigkeits-Feinregulierung | |
| Pitchregulierung während der Wiedergabe | |
| Antrieb | Rundriemen |
| Endabschaltung | nein |
| Messwerte | |
| Geschwindigkeits-Abweichung | 0,20 % |
| Gleichlauf bewertet | 0,060 |
| Mess-Schallplatte | 74 dB |
| Rumpel-Störabstand Koppler | 84 dB |
| Leistungs-Aufnahme Standby | 0,4 W |
| Bewertung | |
| Räumlicher, volu–minöser Klang, sehr gute Verarbeitung. | |
| Penetrant helle Leuchtdioden | |
| Klang | überragend (110 Punkte) |
| Klangurteil | überragend 110 |
| getestet in Ausgabe: | 7/11 |
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