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Subwoofer Paradigm Studio Sub 12 im Test

Der Studio Sub 12 von Paradigm ist sehr kompakt gebaut. Im Hörraum überraschte er dennoch mit seiner Power.

Paradigm Studio Sub 12
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© Hersteller/Archiv

Paradigm Studio 12
Gesamtwertung: überragend - 90 Punkte
Preis/Leistung: überragend
  • +der Beste unter den kompakten Subs
  • +spielt ultratief, extrem laut und musikalisch hochpräzise
  • +dank PC-Einmessung mit grafischer Darstellung optimal auf den Raum adaptierbar

Dass die meisten Subwoofer-Spezialisten aus den USA kommen, ist kein Wunder: Beim dortigen Hausbau dominieren Leichtbauwände, und der Klanggeschmack vieler US-Einwohner tendiert Gerüchten zufolge ohnehin in Richtung „think big“. Paradigm bildet da eine halbe Ausnahme, hat die Firma doch sowohl amerikanische als auch kanadische Wurzeln und produziert ihre vor allem im Heimkino-Bereich bestens beleumundeten Produkte ausschließlich in Nordamerika.

XLR-Eingang und das Fehlen von Ausgängen und Hochpegelanschlüssen zeigt: Der Studio ist für (Heimkino-)Profis gedacht. Phase, Lautstärke und Trennfrequenz kontrollieren die drei Regler (oben), alle weiteren Funktionen steuert die Software per USB-Adapter.
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© Hersteller / Archiv
XLR-Eingang und das Fehlen von Ausgängen und Hochpegelanschlüssen zeigt: Der Studio ist für (Heimkino-)Profis gedacht. Phase, Lautstärke und Trennfrequenz kontrollieren die drei Regler (oben), alle weiteren Funktionen steuert die Software per USB-Adapter.

Paradigm Studio Sub 12: Aufbau

So auch den Studio Sub 12, einen geschlossenen Subwoofer mit 12-Zoll-Chassis und hoher Packungs- bzw. Leistungsdichte. Neben der deutlich preiswerteren Konkurrenz sieht er klein, fast gedrungen aus, die Verrundung seiner Seitenwände hilft vor allem der Stabilität. Denn das kleine Volumen muss die Kraftentfaltung der mineralverstärkten Polypropylenmembran ins Innere auch bei höchsten Drücken aushalten.

Um den Pegelverlust durch das geschlossene Gehäuse wieder auszugleichen, wird das Chassis mit einer ultrastabilen, für mehrere Zentimeter linearen Hub ausgelegten Gummisicke von nicht weniger als 1700 Watt RMS angetrieben, die sich auf zwei Schwingspulenwicklungen verteilt. Die dabei entstehende Abwärme wird über einen hochtemperaturfesten Schwingspulenträger, riesige Magneten und eigene Kühlkörper innerhalb des Polkerns wieder abgeleitet. Die beiden Verstärkerkanäle, auf einen gekapselten Aluminiumträger im Inneren des Gehäuses geschraubt, werden innen und außen gekühlt.

Einmessung von Ferne: Ein Laptop oder PC übernimmt mit der optionalen PBK-Software die Raummessung an verschiedenen Stellen im Raum und spielt eine Korrekturkurve an den Subwoofer zurück. Praktisch: Mess- und Korrekturkurve werden grafisch dargestellt.
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© Hersteller / Archiv
Einmessung von Ferne: Ein Laptop oder PC übernimmt mit der optionalen PBK-Software die Raummessung an verschiedenen Stellen im Raum und spielt eine Korrekturkurve an den Subwoofer zurück. Praktisch: Mess- und Korrekturkurve werden grafisch dargestellt.

Die Ansteuerung und Weichenfunktionen übernimmt ein eingebauter DSP, der sich per USB-Anschluss von einem Laptop mit Paradigm-eigener Software nicht nur programmieren lässt, sondern auch eine vollautomatische Raumeinmessung nebst angezeigter Frequenzgangkurve erlaubt. Die Automatik korrigiert nur das, was im Raum sinnvoll korrigiert werden sollte. Das hilft enorm bei der Aufstellung, denn unkorrigierte Welligkeiten lassen erkennen, dass der Subwoofer noch nicht optimal platziert ist. Einzig eine manuelle EQ-Funktion vermisst man manchmal.

Das ultimative 12-Zoll-Chassis mit riesigem Magneten und doppelter Signalzuführung für beide Schwingspulen. Rechts der gekapselte Alu-Kühlkörper der 1700 Watt starken Endstufe.
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Das ultimative 12-Zoll-Chassis mit riesigem Magneten und doppelter Signalzuführung für beide Schwingspulen. Rechts der gekapselte Alu-Kühlkörper der 1700 Watt starken Endstufe.

Paradigm Studio Sub 12: Hörtest

Im neuen stereoplay-Hörraum musste die Software nur moderate Korrekturen vornehmen, sofern der Woofer nicht genau in der Ecke platziert wurde. Schon im „Bypass“-Zustand spielte sich der Sub 12 in die oberste Liga der jemals bei stereoplay getesteten Subs: Harte Synthesizer-Bässe wie in Peter Gabriels „Up“ konnte er ebenso mühelos wie kraftvoll in den Hörraum schleudern und erlaubte sich auch rhythmisch keine Abweichungen vom Ideal. Bassläufen wie bei Grover Washington folgte er behände, bei klassischen Aufnahmen wie Berlioz‘ „Symphonie Fantastique“ nahm er sich im Sinne eines homogenen, weiträumigen Klangbildes vornehm zurück und sorgte nur in den Pauken-Passagen für eine vernehmbare Performance.

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So vielseitig, schnell und ohne bei Musik erreichbaren Pegellimits hatte sich noch kein Subwoofer bei stereoplay präsentiert. Also gibt es keinen Grund, größere Woofer als den Sub 12 zu kaufen? Allenfalls für Heimkino-Fans mit großen Räumen oder Riesenhunger nach dem Frequenzbereich unter 30 Hz. Für alle anderen dürfte der Studio Sub 12 der kompakte Traum-Woofer schlechthin sein.

 
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