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Recorder-Testbericht Panasonic DMR BST 820 im Test

Als einziger Anbieter baut Panasonic noch Recorder für Wechselmedien. Darüber hinaus ist der DMR BST 820 - wie unser Test zeigt - ein topmodernes Gerät mit allen Raffinessen.

Panasonic DMR BST 820
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© Hersteller / Archiv

Panasonic DMR BST 820
Gesamtwertung: überragend (105 Punkte)
Preis/Leistung: sehr gut
  • +Reich bestückter 3D-Blu-ray-Recorder
  • +Logische Handhabung
  • +Scharfes Bild
  • +Zurückhaltender, neutraler Klang

Sie sind quasi die letzten Archivare, die Recorder von Panasonic aus der DIGASerie mit dem Kürzel DMR BST. Es gibt sie auch nur noch im deutschsprachigen Raum – wofür sie verblüffend komplett und komplex sind. Stereoplay bestellte – wie im vergangenen Jahr mit dem DMR BST 800 – das Topmodell, das nun die Zahl 820 trägt. Und das hat, obwohl es sich auf den ersten Blick nur durch den Namen zu unterscheiden scheint, einige Tricks hinzugelernt.

Auf den zweiten Blick sieht man schon mal, dass Panasonic nun das Gehäuse im aktuellen „Stream Texture“ mit sichtbarer Struktur statt glatter Oberflächen gestaltete und Füsse aus Metall spendierte. Unter der Haube geht es weiter. Immerhin elf neue Funktionen verspricht die Pressemitteilung des auf der HIGH-END-Messe in München erstmals präsentierten Geräts. Für viele Nutzer eines solchen Recorders dürfte die Verdoppelung der Festplattenkapazität auf ein Terabyte eine wichtige Rolle spielen. Je nach Nutzung muss sich das nicht einmal auf die mögliche Spielzeit auswirken, sendet doch beispielsweise die ARD fast alle Programme mittlerweile in High-Definition, was ein deutlich besseres Bild ergibt, aber auch signifikant mehr Daten verbraucht.

Panasonic DMR BST 820 im Test: mehr Internet-Features

Wie bereits beim Samsung BD E 8909 S integrierten die japanischen Ingenieure das HbbTV-Paket aus den Fernsehern ins Gerät. Die Abkürzung steht für Hybrid broadcast broadband TV, also einen kombinierten Fernseh/Internet-Dienst. Dabei handelt es sich praktisch um den Nachfolger des Videotextes. Der Übergang von VT zu HbbTV ist in anderen Ländern weiter fortgeschritten, in England haben die großen Sender wie BBC und ITV den Videotext längst abgeschaltet. Und wer HbbTV einmal genutzt hat, der weiß auch warum.

Panasonic DMR BST 820 - Ausstattung
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© Hersteller / Archiv
Panasonic DMR BST 820 - Ausstattung

Endlich nachgerüstet haben die Entwickler eine „Last View“-Taste, wie sie praktisch alle Satelliten-Receiver bieten. Mit ihr kann man, wie der Name andeutet, zum zuletzt geschauten oder gehörten Programm zurückspringen: sehr praktisch. Ebenfalls neu integriert: Wer mehr als einen DIGA-Recorder von Panasonic besitzt, kann nun einfach per SD-Speicherkarten die Sender-Favoritenliste ohne langes Editieren zwischen den Recordern übertragen. Zu guter Letzt spendierte Panasonic dem Doppeltuner einen besseren elektronischen Programm-Guide (EPG) von Rovi.

Panasonic DMR BST 820 im Test: jetzt fast alles in 3D

Auch in puncto 3D rüsteten die Entwickler ein wenig auf. Klar spielt der Blu-ray-Teil weiter alle 3D-Discs. Zusätzlich aber unterstützt der 820 das direkte Abspielen selbst gedrehter 3D-Aufnahmen der hauseigenen Full-HD-Camcorder, wo die Vorgänger bislang nur 3D-Fotos im MPO-Format, auch von 3D-Kameras anderer Hersteller, wiedergeben konnten. Und auch Internet-Inhalte lassen sich nun in 3D anzeigen.

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Was den Rest der wahrlich reichhaltigen Ausstattung angeht, so blieb alles beim Alten. Etwa die zwei sich selbst organisierenden DVB-S2-HDTV-Empfangsteile, die neben konventionellem doppeltem Anschluss auch per Einkabellösung versorgt werden können. Zudem ist es möglich, ein verschlüsseltes Programm zu schauen und ein zweites verschlüsseltes aufzuzeichnen; dieses wird bei der Wiedergabe entschlüsselt.

Stetes Wachstum verbucht das Panasonic-Internetportal VIERA Connect. Videotelefonie von Skype mittels optionaler Kamera bleibt an Bord.

Panasonic DMR BST 820 im Test: logische Handhabung

Besonders angenehm fiel den Testern im Hörraum auf, dass der DMR BST 820 praktisch nicht auffiel – selbst wenn gleichzeitig sein Kühlventilator, die integrierte Festplatte und eine Blu-ray-Disc mit hohen Drehzahlen rotierten. Bravo. Im Übrigen bleibt der Panasonic für seine Komplexität angenehm übersichtlich bedienbar. Wer sich einmal verheddert: Ein Druck auf die „Function“-Taste führt zum Stamm-Menü. Timer setzen, Aufnahmen schauen und schneiden, Archivieren auf DVD oder Blu-ray Disc – all das geht wirklich leicht von der Hand. Pfiffiges gibt es zu entdecken, etwa eine zeitgesteuerte Energiespar-Funktion.

Kaufberatung: Hornlautsprecher im Test

Wie im Blu-ray-Player DMP BDT 500 arbeitet im 820 für alle Videosignale der Chip UniPhier Pro2, der stereoplay schon beim Player mit seinem knackscharfen Bild gefiel und der auch im gemischten Betrieb mit Blu-ray Discs, DVDs und Satelliten-Fernsehen einen wunderbaren Eindruck hinterließ. Klanglich konnte der Recorder mit seinem Player-Kollegen nicht ganz mithalten. Er spielte insgesamt etwas unpräziser und subjektiv etwas langsamer über die digitale Kombileitung HDMI. Analog in Stereo agierte er ordentlich, ausgewogen und unaufdringlich.

Praxis: Lautsprecher richtig aufstellen

Der DMR BST 820 fühlt sich im Wohnzimmer beim Fernseher und einer Surround-Anlage sicher pudelwohl. Auch bietet er allen Komfort von HbbTV bis 3D-Blu-ray. Und das sogar für 150 Euro weniger als sein Vorgänger.

Panasonic DMR BST 820 im Test: Mitnahme-Artikel

Praktisch alle vernetzbaren Produkte erhalten neuerdings eine App. Diese hier könnte für manchen Nutzer äußerst interessant sein. Panasonic bietet die „DIGA Player App“ für die beiden gängigsten Mobilgeräte-Familien an: für iOS (iPad, iPhone und iPod) sowie für Googles Android, das mittlerweile die meisten Smartphones verwenden. Simpel gesagt kann man sein Programm mit dieser App überall im lokalen Netzwerk mit hinnehmen.

Android: Der DIGA-Player spielt das TV-Programm ruckelfrei.
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© Hersteller / Archiv
Android: Der DIGA-Player spielt das TV-Programm ruckelfrei.

Der EPG und die auf Festplatte lagernden Aufnahmen lassen sich dabei in einer übersichtlichen Liste auswählen. Der integrierte Player gibt dann das Fernsehprogramm oder die Aufnahme auf dem Smartphone oder Tablet wieder. Der DIGA-Recorder skaliert vor dem Senden das Video passend und rendert den Ton entsprechend. Die Wiedergabe auf einem aktuellen Samsung-Android-Telefon und einem Ur-iPad lief flott und ohne Ruckeln. So kann man das Programm lässig mit auf die Terrasse oder in die Küche mitnehmen, ohne etwas zu verpassen. Es funktioniert, soweit das WLAN reicht.

Panasonic DMR BST 820 im Test: Der letzte Scart-Anschluss

Die Recorder von Panasonic stellen so ziemlich die letzten Videogeräte mit vollwertigem Scart-Ausgang dar. Sie liefern für alte analoge Fernseher sogar S-Video oder RGB, dann natürlich nicht in HD, sondern heruntergerechnet auf NTSC oder PAL-60.

Panasonic DMR BST 820 - Geräte-Rückseite © Hersteller / Archiv
Panasonic DMR BST 820 - Geräte-Rückseite

Die zwei DVB-S2-Sat-Tuner lassen sich auch per Unicable mit einem Kabel versorgen. Der Netzwerkanschluss wird mit Internetzugang für HbbTV, BD-Live und das Panasonic-Internetportal VIERA Connect benötigt. Wer kein Netzwerk-Kabel legen kann oder will, für den integrierte der Hersteller drahtloses WLAN.

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