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Testbericht

Opera Audio M 100 Plus

Testergebnis
95.0 Punkte
1700 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Andreas Günther

Aus dem fernen Osten stammt der Opera Audio M 100 Plus – auch wenn man es ihm nicht ansieht

Opera Audio ist eine chinesische Company. Wer aber vor dem Verstärker M 100 Plus aus der Consonance-Serie steht, würde nie und nimmer ein chinesisches Produkt wittern. Was Opera Audio so „gefährlich" macht: Diese Company kopiert nicht nach bekanntem Schema europäische oder US-amerikanische Röhrenverstärker, sondern entwickelt selbst, von der Schaltung bis zum Design. Allenfalls die „WBT-like“-Lautsprecherklemmen auf der Rückseite zeigen, dass Opera Audio doch noch Vorbilder hat, die sich für Chinesen durch eine elegante „Neuinterpretation" vereinnahmen lassen.


Bild vergrößern 524 1000 http://img2.magnus.de/image-r524x1000-C-e9b4a43f-25164748.jpg Ein fernbedienbarer Poti zwischen Front und Röhrensockel

Ein fernbedienbarer Poti zwischen Front und Röhrensockel

Die Botschaft dieses Verstärkers: „stattlich“. Ein wuchtiges Trio aus Trafo und zwei Übertragern wird von massiven Holzwangen umschlossen – davor glimmen vier EL34-Röhren aus dem ehemals sowjetisch-kommunistischen Bruderland. Schon das Gefühl beim Umlegen des On/Off-Kippschalters ist exquisit.  Diese Röhre füttert die Lautsprecher eben nicht mit dem Klischee des zarten, warmen Glimm-Klangs. Als Gegentakter kann der M 100 40 Watt pro Kanal bereitstellen – so mancher Transistor wirkt dagegen wie ein Softie. Zudem ist die Schaltung auf Tempo ausgelegt. Die Bässe verfügen über echten Druck, der „Punch" ist da. Hinzu kommt jene Feindynamik, die auch große Orchestermusik organisieren kann.

Was die echten Röhrenfans aber immer lieben werden: Genau zwischen den Machtbereichen von Tiefbass und unteren Mitten zaubert der M 100 einen herrlich runden Oberbass – jedes musikalische Ereignis baut darauf auf. Wenn es einen Haken geben sollte: Gerade die schöne Fülle kann je nach Musikmaterial den Cinemascope-Effekt schrumpfen lassen – die Klangbühne wirkt enger, aber auch direkter. Mehr eine Geschmacksfrage als echtes Manko.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessung (B x H x T) 44,6 x 15,5x
26,4 cm
Gewicht 17,0 kg
Features  
Gattung (Rec. / Vollv.) Vollverstärker
Fernbedienung vorhanden ja
System-Fernbedienung/ lernfähig ja/nein
Frontplatte schwarz/silbern/champagner nein/ja/nein
Frontplatte andere Fb. nein
Muting nein
Klangregler/abschaltbar nein/nein
Loudness nein
Monitorschalter ja
Aufnahmewahlschalter audio nein
Netzbuchsen geschaltet/ungeschaltet 0/0
Senderspeicher/Speicherautomatik 0/nein
Sendersp. mit aut. Sortierung nein
Anschlüsse  
Phono-Eingang MM/MC nein/nein
Eingänge Hochpegel Cinch/XLR 3/0
Digitaleingänge Cinch/XLR 0/0
Boxenausgänge A+B/schaltbar nein/nein
Kopfhörerbuchse nein
Pre-Out/Main-In 0/nein
Tape-Anschlüsse (ein/aus) 0
Prozessor-Eingang/-Ausgang nein/nein
Unity-Gain-Eingang nein
Pre-Out Subwoofer 0
Messwerte  
Sinusleistung Stereo 4 Ohm / 8 Ohm 32,0 W / 27,0 W
Musikleistung Stereo 4 Ohm / 8 Ohm 31,0 W / 28,0 W
Störabstand Line 91,0 dB(A)
Bewertung  
ja Antrittsstarke Push-Pull-Röhre mit wunderbar gehaltvollen Mitten und überraschender Tiefbass-Kraft
nein Die Klangbühne wird bei hohen Pegeln etwas eng
Klang MM
Klang MC
Klang Cinch 95
Klang XLR
Ausstattung gut
Bedienung sehr gut
Verarbeitung sehr gut
Klangurteil High-End-Klasse 95
Preis / Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 7/07


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