Testbericht Nuforce DAC-9 im Test
Klangurteil: 120 Punkte
Preis/Leisung: sehr gut
- +kraftvoller Klang
- -USB unkomfortabel
Technisch betrachtet ist der NuForce erst einmal nur ein D/A-Wandler - der einem PC oder Mac aber zu einer klanglichen Performance verhilft, wie sie Computern aufgrund ihrer unzähligen internen Störfelder für gewöhnlich systembedingt verwehrt bleibt.
Diese Störfelder streuen nicht nur direkt auf den Analogeingang ein, sondern behindern auch indirekt eine präzise Wandlung, indem sie den Datentakt durcheinanderbringen - also jenen gefürchteten Jitter erzeugen, der wiederum für hörbar schlechteren Klang verantwortlich ist.
Dank eines aktuell erhältlichen USB-Upgrades ist beim DAC-9 das Auslesen der Daten ab sofort auch in 192 kHz / 24 bit möglich - das beweist die Zukunftsfähigkeit dieses Wandlers.
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So pusht der NuForce zum Beispiel die in weiten Kreisen beliebte Squeezebox Touch zu einem ganz und gar verblüffenden Auftritt - den man sich ein bisschen so vorstellen darf, als würde man einem Kleinwagen einen megafeurigen, nach Drehzahl gierenden V6-Cosworth-Triebwerk aus dem Motorsport einbauen.
Vielseitigkeit par Excellence
Wer mehr digitale Quellen hat, als der NuForce verwalten kann, macht etwas falsch: Mit ihrem berührungsempfindlichen Display erlaubt die amerikanische Bit-Zentrale ein bequemes Umschalten zwischen sechs Eingängen. Neben einem optischen sowie zwei koaxialen Entrées kann der Besitzer eines DAC-9 auch den digital-symmetrischen Eingang (AES/EBU-Studiostandard) und sogar den eher seltenen, aber aufgrund seiner hervorragenden elektrischen Eigenschaften optimalen BNC-Eingang nutzen. Experimentieren ist hierbei nicht nur erlaubt, sondern wird sogar ausdrücklich empfohlen.
© Nuforce
In friedlicher Eintracht residieren eine 6,3-Millimeter- sowie eine 3,5mm-Klinkenbuchse nebeneinander, wobei letztere auch als zusätzlicher digitaler Eingang dienen kann.
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Wer nicht unbedingt noch analoge Quellen verwalten will, kann sich mit dem DAC9 eine separate Vorstufe sparen - dank kräftiger Ausgangsstufen und digitaler Pegelregelung befeuert der NuForce Aktivboxen und Endstufen am allerliebsten direkt.
Um all dies zu ermöglichen, muss auf technischer Seite ordentlich geklotzt werden. Entsprechend hochwertige Zutaten verbauten die Ingeniere von NuForce in den DAC-9 - eine aufwändig geregelte Stromversorgung zum Beispiel, oder im Parallelbetrieb arbeitende D/A-Wandler vom Typ PCM 1798 aus dem Hause Texas Instruments.
© Nuforce
Bei "The Greatest Story Ever Told" von Bill Wells & Aidan Moffat eröffnete der NuForce Einblick in allerletzte Details, ohne dabei in einen nervig analytischen Charakter zu verfallen. Lediglich eine leichte Unentschlossenheit im Tempo ließ ihn im direkten Vergleich zur Konkurrenz nervöser wirken. Allerdings verschwand dieser Eindruck beim Anschluss direkt an die Endstufe über XLR - dann wirkte das Klangbild erhaben und von Weite geprägt.
Fazit
Der Arcam sowie der NuForce sind zugegeben zwar keine günstigen, aber dafür äußerst reizvolle und tonal exzellente Vertreter ihrer Gattung. Der Amerikaner bietet eine zum experimentieren einladende Anschlussvielfalt und wildert nebenbei im Vorstufen- und Kopfhörerverstärkersegment. Der Arcam wird für unvergesslichen Musikgenuss sorgen, promised!