Testbericht Nubert nuLine 264 im Test
Es versteht sich eigentlich von selbst, dass der passionierte Entwickler Günther Nubert, der immer wieder stolz auf herausragende Bass- und Pegelfähigkeiten seiner Boxen verweist, tendenziell mit großen Tieftönern hantiert. Doch bei den neuen Vertretern der nu-Line-Serie bricht er mit diesem Konzept.
Nubert NuLine 264: Aufbau
© Hersteler / Archiv
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Nubert nuLine 264: Hörtest
Der Tiefbass-Sweep in Yellos "Oh Yeah" ist sogar für mittel- oder großvolumige Standboxen durchaus eine Herausforderung. Nicht für die nuLine 264: Wie sie dem Ton bis in unterste Regionen folgte und anschließend den zackigen Electro-Beat mit Verve und Fundament wiedergab, das sorgte im Hörraum für Begeisterungsstürme. Sicher, ihr Bass blieb immer auf der straffen Seite, doch dynamisch spielte die Nubert weit über ihre Größe hinaus. Dazu offerierte sie einen hochpräzisen Mittelhochton, der alle Feinheiten von Beethovens 9. Sinfonie (LSO, Haitink) genauestens herausschälte, die Stimmen absolut neutral darstellte, dem Hörer aber auch eher wenig Räumlichkeitsinformationen zuteil werden ließ.
Die Physik zu überlisten – das hat selbst Günther Nubert nicht geschafft. Doch sie derart weit auszureizen, das macht ihm zurzeit kein Konkurrent nach.