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Nubert Nubox 381
Diese Box rockt: Nubert Nubox 381
Die Schwierigkeit, das Abstrahlverhalten des Basses und der Kalotte in Einklang zu bringen, verschärft sich mit dem Größenunterschied zwischen den Tönern. Günther Nubert lässt den Schall in seiner NuBox 381 direkt vom 22-Zentimeter-Bass auf die 2,5-Zentimeter-Kalotte springen. Das klappt dank der etwas weicheren Polypropylen-Membran des Basses, die den Abstrahlwinkel nach oben hin nicht so gnadenlos verengt wie harte, flache Metallmembranen; zudem hilft eine kleine Mulde um die Kalotte, deren Winkel etwas zu begrenzen.
Der Rest ist Entwicklergeheimnis und ausgeklügeltes Weichen-Know-how: Nicht weniger als 20 Bauteile tummeln sich auf der Platine hinter dem Anschlussterminal. Sie filtern nicht nur zwischen den beiden Chassis, sie linearisieren obendrein den Frequenzgang und ermöglichen dem Benutzer sogar zwei Klangabstimmungen, die per Schalter angewählt werden können: „brillant" und „linear“. AUDIO entschied sich im Hörraum für letztere Variante.
Besonders aufwendig: Die Weiche enthält 20 Bauteile und sorgt für neutralen Klang, der Schalter ändert die Höhen-Abstimmung.
Nur unzureichend vermitteln abgedruckte Bilder die Dimensionen der nicht mehr kompakten NuBox. Das Gehäuse geriet so groß, dass Günther Nubert zwei Reflexrohre auf der Rückseite installierte, was parasitäre Mittenabstrahlung verhindern soll.
Hörtest
Das Maß der Dinge für 400 Euro – bisher war es die KEF iQ 3 (AUDIO 4/06). Sie wusste sich auch in der ersten Hörtestrunde zu behaupten: bei Haydns Kaiser-Quartett (Alban Berg Quartett, Teldec) mit ihrer intimen Staffelung ebenso wie bei der Schluss-Szene zu Wagners „Meistersingern von Nürnberg" (Sawallisch, EMI) mit ihrem sonoren Chorklang und dem weiten Raum.
Die Nubert ließ in den Fortissimo-Passagen hintergründig und punktgenau ihre Reserven durchblitzen, zeigte sich aber mit einem allzu energischen Streicherklang und dem eher unspezifisch abgebildeten Opernhaus nicht als Freundin der Klassik.
Pop & Rock
Mit dem Wechsel der Musikrichtung änderte sich die Hierarchie: Bei elektronisch produzierter Musik, von Pop über Techno bis Heavy Metal war die Nubert einfach nicht zu schlagen. Das lag zum einen selbstverständlich an Tiefgang und Präzision ihres Basses, der beim Kicken von „Knocked Up" (Kings of Leon, Sony BMG) in die Magengrube fuhr, wie man das bisher nur von voluminösen Standboxen kennt. Doch auch obenherum gab sie sich klar und kompetent, schüttelte Dynamikattacken und Stimmen locker und druckvoll, allenfalls leicht überbrillant aus den Chassis.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemeine Daten | |
|---|---|
| Abmessung (B x H x T) | 24,5 x 38,0 x 30,4 cm |
| Gewicht | 9,5 |
| Oberflächen | |
| Farbe | |
| Technische Merkmale | |
| Bassprinzip | Wege Bassreflex |
| Anzahl der Wege | 2 |
| Arbeitsprinzip Vollaktiv | |
| Ausstattung | |
| Anschluesse | Bi-Wiring |
| Anschlüsse XLR | |
| Raumanpassung | zweistufige Hochtonanpassung |
| Surround-Ergänz. | |
| Cinch | |
| Labor-Merkmale | |
| Maximale Lautstärke oberer Wert | 111 dB |
| untere Grenzfrequenz (-3dB) | 62 Hz |
| Untere Grenzfrequenz (-6 dB) | 50 Hz |
| Nennimpedanz (Audio) | 4 Ohm |
| Bewertung | |
| Sehr dynamisch, kraftvoll und detailreich, Pegel und Bass wie bei einer Standbox | |
| Raum falch, könnte sanfter spielen | |
| Bassqualität | 65 |
| Basstiefe (Bassfundament) | 60 |
| Detailtreue (Präzision) | 70 |
| Feindynamik | 75 |
| Maximalpegel (Lebendigkeit) | 65 |
| Neutralität | 75 |
| Ortbarkeit | 60 |
| Räumlichkeit (Luftigkeit) | 55 |
| Verarbeitung | gut |
| Klangurteil | gut 67 |
| getestet in Ausgabe: | 10/08 |
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