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Testbericht Netzwerkplayer Logitech Squeezebox 3

Während sie auf Bildern eher unspektakulär aussieht, macht die mittlerweile in der dritten Generation gebaute Squeezebox schon beim Auspacken richtig Spaß.

Logitech Squeezebox 3

Hersteller
Logitech
UVP
300.00 €
Wertung
95.0 Punkte
Testverfahren
1.0

Die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses ist wie die der Fernbedienung erstklassig. Einmal am Netzteil angeschlossen, schindet die Squeezebox mit ihrem fein auflösenden, brillanten Punktmatrix-Display nochmals mächtig Eindruck, zumal sie dessen hohe Auflösung in der Bedienpraxis nicht für Spielereien und Schnörkel, sondern für große, gestochen scharfe, auch von Ferne lesbare Schrift verwendet.

Installation / Handhabung

Bei der Software geht Logitech eigene Wege: Zugunsten des proprietären „SlimServers" verzichtet die Firma auf Kompatibilität zu den fast allgegenwärtigen UPnP-Servern. Was zunächst wie ein Nachteil wirkt, macht bei genauerer Betrachtung gerade den einzigartigen Charme der Logitech-Streamer aus (zu denen auch der in AUDIO 12/07 getestete 2000-Euro-„Transporter“ gehört): Der SlimServer ist ein sehr ausgereiftes Stück Software, das für alle Betriebssysteme kostenlos erhältlich ist und sich bis ins letzte Detail anpassen lässt. Sortierung und Darstellung der Server-Inhalte funktionierten besser als bei allen bisher getesteten UPnP-Playern, ebenso die Steuerung der Squeezebox, die traumhaft verzögerungsfrei und flüssig reagiert.

Die Rückseite mit Kopfhörer-, Cinch-, optischem und koaxialem Digitalausgang. © Foto: H.Härle
Die Rückseite mit Kopfhörer-, Cinch-, optischem und koaxialem Digitalausgang.

Knifflig wird’s bei NAS-Platten: Ohne Hacker-Talent lässt sich dort oft nichts, also auch kein SlimServer, installieren. Wer Abenteuer scheut, kann zu den edlen „ReadyNAS“-Arrays von Infrant (mit z. B. 2 x 500 GB ab circa 1000 Euro) greifen, dort ist der SlimServer installiert.

Wichtig für Albumhörer: Squeezebox/SlimServer spielen ineinander übergehende Stücke kontinuierlich ab („gapless playback“). Alle anderen Kandidaten scheitern an dieser Aufgabe und erzeugen am Übergang zwischen zwei Tracks eine Zwangspause. Diese Sekunde, die der Player braucht, um nach Beendigung eines Stücks die nächste Datei anzufordern, fällt mit gängigen Pop-Platten nicht auf. Live- oder Konzeptalben und Klassik dagegen leiden durch die Unterbrechungen. Auch mit der Wiedergabe des verlustfreien Packformats FLAC (50 Prozent Platzersparnis und dank Metadaten viel komfortabler als etwa WAV) steht die Squeezebox allein da.

Fein auflösendes Display © Foto: H.Härle
Fein auflösendes Display

Klang

Zum Understatement-Tipp für Budget-High-Ender wird die Squeezebox durch ihre Fähigkeit, aus ankommenden Daten das Beste zu machen: Mit allen geprüften Formaten (FLAC, WAV, MP3) lag sie dank entspanntem, ausgewogenem Klang und präziser Räumlichkeit souverän vorne.

Alle Daten und Testergebnisse zum Logitech Squeezebox 3

 
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