Testbericht Netzwerk-System Cocktail Audio X10
Nein, liebe stereoplay-Leser: Mit dem Test von Microanlagen wollen wir Sie auch in Zukunft nicht strapazieren. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, und eine solche Ausnahme machen wir für das System X 10 von Cocktail Audio. Damit liegen wir nicht so falsch. Das zeigt die rege Teilnahme an unserem letzten Preisrätsel zum X 10. Hier gab es gleich dreimal so viele Einsendungen wie üblich – sicher wegen dem Gewinn, denn der koreanische Hersteller hat ein hochinteressantes Gerät geschaffen, das eine Handvoll toller Funktionen in sich vereint.
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Möglich sind auch Wiedergabe von sowie Aufnahme auf USB sowie das Überspielen gerippter CDs auf MP3-Player oder Musik-Handys (außer Apple). Der Clou: Das Ganze steckt in einem für diese Vielfalt sehr kleinen und kompakten Gehäuse, das gerade mal 18 x 10 x 15 Zentimeter misst.
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Übers Netzwerk greift das X 10 auf PC- oder NAS-Festplatten mit UPnP-Server-Software zu. Als Update ist ein UPnP-Rendering geplant, um die Bedienung per Smartphone zu ermöglichen. Der Netzwerk-Player funktioniert problemlos und schnell.
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Für die Informationen über Interpreten et cetera greift das X 10 auf die FreeDB-Datenbank zu, entweder online oder über eine aktualisierbare Version, die auf der Festplatte gespeichert werden kann. Gerippt wird zunächst in WAV, danach nimmt das X 10 im Hintergrund eine Umwandlung in die gewünschten Formate vor. Die Transcodierung ist auch unabhängig von der Rip-Funktion nutzbar – wie zum Beispiel für Aufnahmen vom Webradio oder von analogen Quellen per Line-Eingang.
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Unabhängig von der Datenbank ist auf der Festplatte eine Verzeichnisstruktur möglich, etwa für eigene Aufnahmen. Als USB-Slave lässt sich das X 10 an den PC anschließen, dann kann die Platte per Drag&Drop schnell mit Musik befüllt werden. Diese lässt sich nachträglich in die Datenbank einpflegen, was aber nicht unbedingt sein muss, da das X 10 auf solche Musikdateien direkt zugreifen kann.
Für die Kühlung arbeitet das Gerät mit einem Lüfter, der praktisch nur hörbar wird, wenn keine Musik läuft. Als Festplatte empfehlen wir einen leise laufenden 2,5-Zoll-Typ mit 3,5-Zoll-Adapter. Das CD-Laufwerk ist im CD-Betrieb leise, beim schnellen Rippen freilich hörbar. Das Laufwerk überzeugte durch einen geringen Jitter.
Als Formate bietet das X 10 WAV, FLAC, MP3 und OGG. Möglich ist die Wiedergabe auch hoch aufgelöst bis 192 Kilohertz, dabei wird auf 48 kHz downgesampelt. Da dies aber durch ganzzahliges Teilen geschieht, tritt – außer der Beschneidung des Frequenzbereichs bei 20 kHz – keine Klangverschlechterung auf.
Im Hörtest konnte das X 10 in all seinen Anwendungsarten überzeugen. Es spielte ausgewogen und frisch. Die Sinusleistung beträgt 2 x 30 Watt an acht Ohm, an vier Ohm sind es nur 2 x 17 Watt.
Vom Boxenangebot des Herstellers raten wir ab und empfehlen die Canton GLE 410.2 zum Paarpreis von 320 Euro. Wer das X 10 richtig ausreizen möchte, sollte die aktiven Nubert nuPro A 10 für 470 Euro wählen.