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Vergleichstest Megatest: In-Ear-Kopfhörer bis 1200 Euro

Das Angebot an Ohrkanal- oder In-Ear-Hörern wird immer größer. Ob es klangliche Fortschritte gibt, klärt stereoplay in diesem Megatest.

Sennheiser CX 271
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© Archiv

Der Vormarsch von poppigen ohraufliegenden Kopfhörern für die Straße hat offensichtlich nicht der Beliebtheit der Ohrkanal-Hörer geschadet. Ganz im Gegenteil, immer mehr Hersteller bieten praktische In-Ear-Modelle an. Dabei gibt es nicht nur einen Trend hin zu höheren Preisen – wie etwa bei AKG, die für ihren Top-Hörer stolze 1200 Euro verlangen. Die In-Ear-Hörer dürfen auch als Ohrschmuck herhalten. Dafür werden sie hübscher und nicht mehr nur nach Funktion designt.

In-Ear-Kopfhörer: Design und Klang

In dieser Beziehung tut sich vor allem Monster hervor. Der amerikanische Anbieter hat zwei ungewöhnliche Modelle im Programm: das edle Miles Davis Tribute sowie das etwas schrillere ­Harajuku Wicked – eine Hommage an den Tokioter Stadtteil um den Bahnhof Harajuku, der für seine eigenwillige Jugendmode-Kultur bekannt ist.

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Erfreulich, dass auch Hörgeräte-Profis wie Phonak und Etymotic sich dem Audio-Segment zuwenden. Schließlich verfügen sie über große Erfahrung mit Ohrkanalwiedergabe. Sie wissen etwa, dass die Ohrform des Menschen den Präsenzbereich zwischen 2 und 4 Kilohertz verstärkt. Das ist bei einer Reproduktion direkt im Ohr nicht so, deshalb wird ein linearer Frequenzgang als ­unnatürlich empfunden. So ist es bei Stöpsel-Hörern sinnvoll, diesen Abschnitt leicht anzuheben.

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Wie für stereoplay üblich, hörten mehrere Tester nicht nur mit den Kopfhörerverstärker-Referenzen Lehmann Audio Linear (750 Euro) und dem Violectric HPA 181 (750 Euro). Ein Durchgang wurde auch mit dem Apple iPod/iPhone durchgeführt, da dies wohl der wahrscheinlichste Einsatz für die In-Ears ist.

In-Ear-Kopfhörer: Der Megatest

"Das ist fast uferlos, wie viele neue Modelle es gibt. Da kommen locker über 40 Hörer zusammen", lautete das Fazit der Tester nach Sichtung des Marktes. So entstand die Idee, das Feld der 45 Probanden zu teilen. So wurden alle 45 Kandidaten im Klang beschrieben doch nur die 22 interessantesten Modelle wurden entsprechend eingestuft und durften sich dem stereoplay-Messprozedere in der TESTfactory unterziehen. 

Ultimate Ears 100
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Ultimate Ears/Logitech 100 - 18 Euro

So wie der Ultimate Ears 100 bemüht ist optisch aufzufallen, umso zurückhaltender geht er bei der Musikwiedergabe vor. Einzig der etwas angehobene obere Bassbereich bringt ab und an ein wenig Spaß und Würze in das ansonsten ausgewogene, doch zuweilen fade und vor allem in Höhen glanzlose geschehen.

Fazit

Wie gut schon günstige Ohrkanal-Hörer sein können, ist beeindruckend. So passt das neue stereoplay Highlight Panasonic RP HJE 290 wegen seiner druckvollen Wieder­gabe nicht nur sehr gut zu mobilen Playern; auch an Heimgeräten begeistert der Hörer mit seiner direkten Spielweise.

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Noch universeller ist der Sony MDR EX 310 LP. Mit natürlichen Klangfarben ist er für ambitionierte Hörer, die In-Ears im Grunde als Verschleißteile ansehen, die erste Wahl. Verblüffend: Sennheiser konnte sein Top-Modell IE80 sogar noch ein wenig verbessern und wird mit der Referenz-Krone belohnt.

Die klanglichen Höhenflüge des AKG K 3003 hingegen werden angesichts des Preises wohl nur wenige HiFi-Fans genießen können.

 
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