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Testbericht McIntosh MCD 301 AC

Auch der neue Player kommt im typischen McIntosh-Look mit Drehknöpfen rechts und links.

McIntosh MCD 301 AC

Hersteller
McIntosh
UVP
5280.00 €
Wertung
125.0 Punkte
Testverfahren
1.0

Der MCD 301 ist ein echter Mac, äußerlich ausgewiesen durch zwei symmetrisch angeordnete Drehknöpfe an der Front. Der linke ist für Titelsprünge vorwärts/rückwärts auf der aktuell gespielten Scheibe zuständig, der rechte regelt den Pegel am entsprechenden Ausgang. Im Zweifelsfall könnte der Player also eine Endstufe oder Aktivboxen direkt ansteuern. Das entsprechende Poti arbeitet übrigens analog hinter den 192kHz/24Bit- (CD) beziehungsweise DSD-Wandlern (SACD). Die digitalen Daten liefert ein zusätzlich gekapseltes Kombi-Laufwerk von Denon. Was Sinn macht, denn erstens gehört McIntosh mit Denon und Marantz seit einiger Zeit zu einer Konzernfamilie. Und zweitens genießt das Denon-Produkt einen grandiosen Ruf.

Kapsel: Das Denon-Laufwerk (Mitte) findet in einem eigenen Metall-Quader sein schirmendes und geschirmtes Zuhause. © H.Härle
Kapsel: Das Denon-Laufwerk (Mitte) findet in einem eigenen Metall-Quader sein schirmendes und geschirmtes Zuhause.

Diesem wird es auch im McIntosh-Verbund hervorragend gerecht. Technisch überzeugt der MCD 301 mit tadellosem Jitter (unter 210 Picosekunden), absolut sauberem Klirrverhalten und superbem Störabstand (117 Dezibel bei CD, 112 bei SACD). Akustisch beherrscht er zudem die ganz große Digital-Kunst, nicht digital zu klingen. Auf der aktuellen AUDIO-CD „Great Music Vol. IV" finden sich etliche Gesangsstücke – und gerade bei ausgebildeten Stimmen trennt sich schnell die highfidele Spreu vom audiophilen Weizen. Das brillant gesungene Rossini-Duett von Mezzosopranistin Vesselina Kasarova und Tenor Juan Diego Florez zum Beispiel bietet absolut alles, was Belcanto-Liebhaber brauchen: reichlich Schmelz bei leisem Flehen, packende Attacken in dramatischen Ausbrüchen, strahlenden Glanz bei Spitzentönen, die niemals ins Schrille kippen.

Von diesem packenden Charme verströmte der Mac-Player noch mehr, wenn er SACDs spielen durfte. Zwar „nur" in Stereo, aber auch so fanden es die Zuhörer zum Heulen, dass dieses Format in der Nische dümpelt. Die großen Pop- und Klassikfirmen haben sich aus dem SACD-Markt zurückgezogen. Umso nachdrücklicher sei an dieser Stellung Werbung gemacht für so überragend klingende Produktionen wie Vivaldis „Vier Jahreszeiten" bei Tacet, Mahlers erste Sinfonie bei LSO (Vertrieb: Note 1), Mahlers Vierte unter Jonathan Nott bei Tudor (Naxos) oder Zdenek Macal bei Exton (Codaex), Schostakowitschs 15. bei MDG (Codaex) und vieles mehr von rührigen Labeln wie Audite (Naxos) oder BIS (Klassikcenter Kassel). Mit audiophilen Begleitern wie dem McIntosh MCD 301 stehen da noch viele lohnende Klangreisen an.

Alle Daten und Testergebnisse zum McIntosh MCD 301 AC

 
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