Testbericht Marantz NR 1603 und UD 5007 im Test
Gesamtwertung: gut - sehr gut, 71 Punkte
Preis/Leistung: sehr gut
- +üppig ausgestattet
- +7 Endstufen
- +HDMI mit 3D und ARC
- +vereinfachtes Bedienkonzept
- +fein aufgelöster Klang
AV-Receiver NR 1603
Die wichtigste Neuerung am Receiver – neben technischen Detailverbesserungen und erweiterter Ausstattung – steckt in der Ergonomie. Marantz hat vorbildlich und konsequent aufgeräumt und die Handhabung eines AV-Amps dieser Ausstattung gründlich vereinfacht. Das beginnt mit dem Wegfall eines Großteils der Tasten auf der Front und der Fernbedienung und endet mit dem komplett neu strukturierten Menü. Ein ausführliches, klar Deutsch sprechendes Ersteinrichtungs-Menü hilft, den Neuerwerb Schritt für Schritt mit ausführlichem Text und grafischen Darstellungen der Anlage einzupassen. Auch im Alltag erfreut die entschlackte Fernbedienung. Beispiel Surround-Modi: Musste man sich bislang durch lange Listen aller zur Verfügung stehenden Decoder hecheln, gibt es jetzt nur noch vier Tasten für "Movie", "Music", "Game" und "Pure". Besonders Ehrgeizige können die Vorauswahl der Modi trotzdem ändern.
© Hersteller / Archiv
Dabei fehlt es dem NR 1603 nicht an Komfort und Vielfalt – im Gegenteil. Er spielt die gängigsten Audio-Formate über das Netzwerk als DLNA- oder UPnP-Client und Internetradio, er gibt Musik via Airplay von tragbaren Apple-Geräten wieder; diese kann man auch direkt an die Front-USB-Buchse klemmen, wo sie musizieren, während der Akku auflädt. Wer die Marantz-Kombi per Smartphone oder Tablet-Computer steuern möchte, darf sich kostenlos die App für iOS oder Android Herunterladen.
Gesamtwertung: überragend, 106 Punkte
Preis/Leistung: sehr gut
- +spielt 3D, DVD-A, SACD, FLAC und WAV
- +bis 192 kHz in Surround
- +angenehmer Klang
Blu-ray-Player UD 5007
Diesem Mini-Max-Prinzip folgt auch der Player UD 5007. Ein Blick auf die sparsam bestückte Rückseite nährt die Vermutung, der Player habe wenig Ausstattung – weit gefehlt. Die Entwickler ließen nur alle Anschlüsse weg, die ohnehin praktisch niemand mehr verwendet. Im Grunde benötigt der Normalanwender für diesen Player nur drei Kabel: Strom, HDMI und Netzwerk.
Praxis: Lautsprecher richtig aufstellen
Innen fehlt es an nichts: Der UD (Universal Disc) spielt von CD und SACD, DVD-Video und DVD-Audio bis Blu-ray Disc mit deren Derivaten von BD-Live bis 3D alles, was in die sanft gleitende Lade passt. Auch hier steckt ein Netzwerkspieler drin, er kann aber gegenüber der simplen Variante im Verstärker ebenso audiophile Formate und Auflösungen wie FLAC bis 192 Kilohertz, sogar in 5.1-Surround, sowie Video ebenfalls in hoher Auflösung abspielen. Neu integriert wurden drei Online-Filmdienste. In Deutschland ist davon aktuell nur Youtube freigegeben; die Netz-Videotheken Netflix und VUDU sind hierzulande noch nicht aktiv.
Auch die überarbeitete Fernbedienung des Players wirkt vorbildlich aufgeräumt und übersichtlich. Während des Tests der Marantz-Kombi bewährten sich die Tasten für den Verstärker am Handgeber des Players. Man braucht so immer nur eine Fernbedienung, die übliche Jonglage mit mehreren Befehlsgebern erübrigt sich in der Praxis.
NR 1603/UD 5007: Bildqualität und Klang
Gerade im Duo machen Marantz-Receiver und -Player eine gute Figur. Beide sind wahlweise in Schwarz oder Silber-Gold lieferbar. Dem Player liegt ein Vertrauen erweckendes HDMI-Kabel zur Kommunikation der beiden bezüglich Bild, Ton und Steuerung bei. Für Standard-Audio wie UKW, MP3, iPod oder Internetradio reicht der Receiver als Quelle, wenn es ums Zuschauen oder Zuhören mit Anspruch geht, springt der Player ein.
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Beim NR 1603 schreckt den Laien vielleicht, dass "nur" 50 Watt pro Kanal angegeben sind. Doch dies bedeutet nur 3 dB leiser als 100 Watt. Dank des dicken Trafos im Netzteil kamen die Endstufen im Hörraum selbst mit mehrkanaliger Action nicht außer Puste. Im Vergleich mit dem Denon AVR 1912 (zum Test) geriet das Klangbild etwas weniger wuchtig, dafür klang der Marantz-Amp wesentlich luftiger mit merklich besserer Mittelhochton-Auflösung und mehr Gespür für den Raum und die Dimension der Instrumente.
© Hersteller / Archiv
Der UD 5007 bedient problemlos neben dem Wohnzimmer auch Hardcore-Heimkinos. Knackscharfe Darstellung und dynamische Klangperformance sind seine klaren Vorzüge.
Smartphone & Tablet - marantz Remote App
Der AV-Receiver wie der Blu-ray-Player lassen sich nicht nur über Netzwerk (DLNA oder UPnP) mit Musik beschicken. Für iOS (iPhone, iPod Touch, iPad) oder Android-Tablets/Smartphones steht mit der kostenlosen "marantz Remote App" eine komplette Fernsteuerung via Touchscreen bereit. Internetradio und Musik vom Streamer des Receivers lassen sich samt Covers und Metadaten darstellen. Der Blu-ray-Player lässt keine direkte Netzwerksteuerung zu, er erhält seine Befehle via HDMI-CEC-Code vom Receiver.