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Testbericht Magnat Vector 207 im Test

Die günstige Vector 207 wirkt hochwertig verarbeitet. Hält der Klang der Standbox auch, was das Äußere verspricht?

Magnat Vector 207
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© Herbert Härle, Archiv

Magnat Vector 207
Klangurteil: 73 Punkte
Preis/Leistung: Überragend
  • +ausgewogener, auch für geschulte Ohren runder und ganzheitlicher Klangcharakter
  • +hohe Dynamik
  • +sehr pegelfest
  • -etwas wenig Tiefbass
  • -klingt nicht restlos frei

Die Vector 207 von Magnat ist eine auffallend solide Standbox, die gefühlt etwa 800 bis 1000 Euro kosten müsste. Tatsächlich liegt der Listenpreis bei 600 Euro pro Paar, und lässt sich durch eine Preisrecherche nochmal drücken – auf knapp unter 500 Euro.

Da mag die Frage gestattet sein, wie ein Boxenhersteller bei solchen Kampfpreisen überleben kann, zumal weder Optik noch Technik einen prekären Touch zeigen. Die seidenmatt lackierte Schallwand bietet eine umlaufende Nut zur Fixierung der Schutzgitter. Flächenbündig eingelassen sind vier Chassis, bei deren Entwicklung der legendäre Klippel- Analyser im Spiel war. Zwei hochbelastbare Tieftöner im 17-Zentimeter-Format befähigen die 207 zur entspannten Verarbeitung sattester Bass- und Grundtonpegel. Bei 300 Hertz kommt der Mitteltöner ins Spiel, der bei gut 3000 Hertz von einem ausgereiften Kalottensystem mit weicher Seidenmembran abgelöst wird.

Magnat Vector 207
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Beachtlicher Aufwand: Das sehr großvolumige Boxengehäuse wird im Inneren vierfach durch horizontale Ringe versteift. Der Mitteltöner (oben) arbeitet in einem separaten Volumen. Bassreflexrohre und Weiche sind an der Rückwand befestigt.

Dass die Entwickler ihre Hausaufgaben gemacht haben, belegen die Messwerte: Schnurgerade Frequenzgänge und geringste Verzerrungen signalisieren, dass die Box zu den ernsthaftesten Angeboten ihrer Klasse zählt.

Magnat Vector 207: Hörtest

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Zur faszinierend neutralen Abstimmung kommt bei der 207 ein klassenuntypisch gutes Gespür für Rhythmus und Timing, das so ausgeprägt keine andere Box im Feld zuwege bringt. Beim Neil-Diamond-Klassiker „I’m A Believer“, dargeboten von Barb Jungr, klingt die Magnat faszinierend wenig nach Lautsprecher und auffallend homogen.

Trotz audiophiler Tendenzen ist die Magnat kein Kind von Traurigkeit. Beim Elektro-Pop- Rüttler „My Dog Eats Beats“ von Console lässt sie sich mühelos zu gewaltigen Lautstärkesprüngen hinreißen. Und wirkt dabei nicht mal angestrengt.

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