Mit dem Logic3 Ferrari Scuderia kann man stilvoll durch die Boxengasse marschieren, oder einfach sein Faible für Ferrari kundtun. Wir haben den HiFi-Kopfhörer getestet.
Logic3 Ferrari Scuderia Klangurteil 75 Punkte Preis/Leistung: sehr gut
+sitzt angenehm
+spektakuläre Optik
+solide Verarbeitung
+Abstimmung mit breitem Grundtonfundament
-Mitten werden etwas vernachlässigt
Wer die Zielgruppe für diesen Hörer sein soll, ist jetzt nun wirklich nicht schwer zu erraten. Formulieren wir es mal so: Jemand mit einer Abneigung gegenüber Motorsport und einer gewissen italienischen Automarke mit schwarzem Ross im Wappen ist für diesen Kopfhörer der wohl ungeeignetste Kandidat. Dabei ist die Kombination eines ohrumschließenden Kopfhörers mit der Boxengassen-Optik der Scuderia Ferrari durchaus gelungen – es fehlt eigentlich nur noch das Mikrofon. Das hat der PS200 zwar auch zu bieten, aber eher als Teil der Freisprecheinrichtung am Kabel denn als Boxenfunk-Zubehör.
Der optisch zweifellos spektakuläre Hörer kommt serienmäßig mit ebenso spektakulärer Tragetasche. Gleich drei Austauschkabel aus Textilgewebe sind inbegriffen – eines mit 3-Button-Remote und Mikrofon für Apple-Geräte, ein weiteres mit passendem Mikrofon für alle anderen Smartphone-Hersteller und eines ganz ohne Übertragungshelfer.
Messlabor: Betonter Oberbass und Grundton, abfallend zu den Mitten, leichterer Anstieg in den oberen Mitten um 1 KHz und um 5 KHz mit leichterem Klirr. Spielt sehr laut, komprimiert auch bei größeren Pegeln nicht. Impedanz: 36,2 Ohm.
Wer den überraschenderweise offen konstruierten Hörer aufsetzt, registriert zum einen den trotz des Gewichtes guten Sitz. Und bemerkt zum anderen, dass da vornehmlich breiter und wuchtiger Bass herauskommt und zusammen mit dem Grundton der Musik ein kuscheliges Zuhause bereitet. Die Bässe rollen, die Stimmen sind akzentuiert, und bis auf einen kleinen gelegentlichen Ausbruch hier und da in den Brillanzbereich hinein geht es zu wie in einem Soundtrack zu einem Actionfilm – dramatisch, unterhaltsam und mit einer ungefährlichen Loudness-Abstimmung. Eher wie die Fahrt in einer großen, gefederten Limousine als die Spritztour im rassigen Sportwagen.