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Loewe AirSpeaker im Test
Mit dem AirSpeaker (750 Euro) erobert sich Loewe ein neues Revier. Das Soundsystem ist kein Klangzubehör für den Fernseher, sondern eine drahtlose iPod-HiFi-Anlage für den stilbewussten Youngster.
Loewe AirSpeaker
Bunt ist das neue Schwarz: Die Intarsie auf dem Deckel ist in fast jeder Farbe bestellbar. Hochglanzlackiert sind sie alle. Schwarz und Weiß gibt es natürlich auch.
Ein harmonisch abgestimmtes Soundsystem mit ausgeglichenem Frequenzgang. Der Maximalpegel ist für die kompakte Größe absolut ausreichend und geregelt; bevor es zu hörbaren Verzerrungen kommen könnte, wird der Bassanteil gedrosselt.
Loewe AirSpeaker
Vier Tasten am Gerät reichen zur Bedienung. Die Lautstärke kann sowohl am Speaker als auch am AirPlay-Zuspieler kontrolliert werden. Die Taste namens „S“ wie Source wählt die zuspielende Quelle aus: Aktivierter AirPlay-Modus leuchtet violett, der USB-Eingang blau. Aus dem Standby erweckt ihn entweder der Power-Knopf – oder ein per Netzwerk anklopfendes Signal. Überhaupt: Die Bedienung ist ein Kinderspiel.
Wer noch nie AirPlay benutzt hat, wird es kaum glauben können, wie simpel es wirklich ist. Egal, ob iTunes auf Mac oder PC oder einer der mobilen Apple-Player mit iOS-Betriebssystem als Quelle dient, im Netzwerk bereit stehende Wiedergabegeräte werden automatisch erkannt. Das AirPlay-Symbol erscheint dann flugs im Wiedergabemenü. Drauf klicken, Air-Speaker auswählen und schon erklingt der Titel aus dem Sound-Würfel.
Und das mit einer Kraft und Klarheit, die man ihm angesichts seiner Schuhkarton-Maße kaum zugetraut hätte. Das eingebaute 2.1-System mit zwei Hoch- und Mitteltönern und zwei Woofern vermochte DSP-entzerrt und -geregelt nicht nur erstaunlich laut aufzuspielen, sondern auch verblüffend räumlich.
Der AirSpeaker setzte Stimmen (wie bei der A-Cappella-Einlage „Sun Giant“ der Fleet Foxes) und Instrumentenklänge (wie das Gitarrenspiel der Americana-Veteranen Calexico) akurater und greifbarer in den Vordergrund als der B&W Zeppelin Air (AUDIO 5/11). Dieser konterte zwar mit einem felsenfesten Bassfundament und mehr Grundton, aber der AirSpeaker gefiel – ähnlich wie eine B&O Beosound 8 – mit Eleganz und einer in sich stimmigen, klaren Abstimmung. Mehr Feingeist als Draufgänger, aber für eine Party immer zu haben.
Fazit
Schade, dass es in meiner Studentenzeit nicht schon solche Sound-Systeme gegeben hat. Kompakt, aber ausgeklügelt genug, um die ganze WG zu beschallen. Und obendrein sehr elegant. Mit AirPlay trifft der AirSpeaker auch noch den Zeitgeist und setzt auf ein unkompliziertes, unkomprimiertes drahtloses Streaming-Verfahren. Wer ihn besser auf dem Sideboard oder Regal statt auf dem Tisch platziert, erlebt enorm viel Klang von Loewe Junior.
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