Testbericht Linn Klimax DS / Dynamik
Klangurteil: 145 Punkte
- +"Jukebox"-Modus
- +verbessertes "Dynamik"-Schaltnetzteil
Neue Firmware
Anders bei der jüngsten Firmware Cara (benannt wie ihre Vorgänger Auskerry und Bute nach einer schottischen Insel): Sie „klingt“ tatsächlich genauer, zugleich entspannter und satter, weil Linn die Algorithmen des frei programmierbaren DSP-Digitalfilters verfeinert hat. Der Effekt ist selbst beim kleinen Sneaky problemlos hörbar, dennoch werden viele Besitzer sich über eine andere Cara-Neuerung noch mehr freuen: Im „Jukebox“-Modus kommt der DS-Player nun ohne UPnP-Server aus.
Praxis: Musikarchiv anlegen und ordnen
Ein Hilfsprogramm namens Kinsky Jukebox scannt dabei die Musiksammlung und verleiht jedem Album, aber auch frei zusammenstellbaren Song-Sammlungen oder Playlisten, individuelle Nummern. Einmal konfiguriert, lässt sich ein Jukebox-DS einfach mit der normalen Fernbedienung bedienen: gewünschte Albumnummer eingeben, und los geht‘s. Den Überblick über die Sammlung wahren Jukebox-Nutzer am liebsten auf ganz archaische Weise: mit einer ausgedruckten Liste, die Kinsky auf Wunsch sogar mit Coverbildern erstellt. Wer die interaktiven Controller à la iPod Touch zu nervig findet, hat nun also eine betont konservative, geradlin(n)ige Alternative.
Neue Hardware
Auch auf der Hardware-Seite gibt es Neuerungen: Fast alle Linn-Geräte mit Schaltnetzteil werden bereits seit einigen Wochen mit einer tiefgreifend überarbeiteten, „Dynamik“ getauften Version dieser Stromschachtel ausgeliefert. Der Dynamik-Supply nutzt Spread-Spectrum-Technik, also eine raffinierte Modulation der Schaltfrequenz, um Wechselwirkungen zwischen Taktresten und Nutzsignal zu unterbinden. Ferner soll es noch stabilere Versorgungsspannungen liefern.
Hörtest
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Besitzer ab März gekaufter DS-Modelle bekommen das Dynamik noch bis Mitte Oktober für 300 Euro, danach erhöht sich der Upgrade-Preis auf 600 Euro.