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Testbericht Lautsprecher Elac FS 187

Allgemein lagen die Stärken der Elac FS 187 (1340 Euro das Paar) im Hochtonbereich, der von großer Frische und Ermüdungsfreiheit gekennzeichnet war.

Elac FS 187

Hersteller
Elac
UVP
1340.00 €
Wertung
51.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Tester
stereoplay

Beim JET-Hochtöner erfolgt der Schallaustritt über fünf Schlitze. Die Membran ist sehr viel größer.
Beim JET-Hochtöner erfolgt der Schallaustritt über fünf Schlitze. Die Membran ist sehr viel größer.

Bei der FS 187 von Elac kann der Kunde selbst entscheiden, in welcher Wertigkeitskategorie er landen möchte. Bei den unten abgebildeten Standardversionen sind nur die Fronten und Sockel lackiert, der Korpus ist in Dekorfolie gehüllt. Die auf Seite 19 gezeigte Version in weißem Schleiflack kostet pro Paar 160 Euro extra. Gemessen an den Gepflogenheiten der Möbelbranche ein fairer Zuschlag.

Im Hochtonbereich ist die FS 187 mit dem hauseigenen JET-Hochtöner ausgerüstet, dessen vielfach gefaltete Fo­lien­membran die Dynamikvorteile wattgenügsamer Hörner mit dem gutmütigen Rundstrahlverhalten herkömmlicher Hochtöner verbindet.

Basstechnisch arbeitet die visuell zarteste Box des Feldes mit zwei Alu-Sandwich-Chassis und ebensovielen Bassreflexrohren. Eines sitzt bodenweisend versteckt im Sockel, das zweite an der Rückwand weit oben. Ab Werk ist das äußere Rohr mit einem Stopfen verschlossen, das untere dauerhaft offen. Wer aus geschmacklichen oder raumakustischen Gründen mehr Bass wünscht, zieht einfach den Stopfen. Im Regelfall aber (so auch beim Test) bleibt der obere Tunnel besser geschlossen.

Bei der Standardausführung (zwei Farbvarianten) ist „nur“ die Schallwand lackiert. Die übrigen Teile sind foliert.
Bei der Standardausführung (zwei Farbvarianten) ist „nur“ die Schallwand lackiert. Die übrigen Teile sind foliert.

Szenenwechsel in den Hörraum: Im Bass- und Grundtonbereich erzielte die Elac nahezu das gleiche Klangvolumen wie die optisch ungleich ­bulligere, deswegen aber kaum pegelfestere Dali; allgemein schnitt die zierlichste Box im Feld in Sachen Souveränität für ihre Größe extrem gut ab.

So bestätigte sich einmal mehr die Erfahrung, dass Klangprognosen auf der Basis optischer Eindrücke tunlichst unterbleiben sollten. In der Summe substanzieller und souveräner klangen in dieser Runde Quadral und Heco. Die letztgenannte war der Elac im Bass minimal überlegen, insbesondere den Tiefgang betreffend. Die Quadral tönte im ­direkten Vergleich eine Spur neutraler und kontrollierter.

Allgemein lagen die Stärken der Elac im Hochtonbereich, der von großer Frische und Ermüdungsfreiheit gekennzeichnet war. Das unbändige Strahlen des JET erwies sich als angenehmer Kontrast zum kernigen Bass der FS 187, was in der Summe einen ebenso brillanten wie eigenständigen Charakter ergab, zumal eine derart feine Hochtondefinition für ­gewöhnlich deutlich höheren Klassen vorbehalten bleibt.

Alle Daten und Testergebnisse zum Elac FS 187

 
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