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Kompaktlautsprecher German Maestro Linea S B-One
Die schmale Form mit der eleganten Verrundung erinnert an eine alte Bekannte: die MB Quart Alexxa (AUDIO 3/07). Zu Recht – die Linea S von German Maestro ist die offizielle Nachfolgeserie.
Doch nicht nur der Firmenname hat sich geändert, sondern auch die Abstimmung. So bekam die kompakte B-One einen komplett neuen Hochtöner. Statt einer konventionellen Kalotte arbeitet hier jetzt eine Inverskalotte, die nach dem vom Hersteller „ultrasphere“ genannten Konzept ein deutlich homogeneres Rundstrahlverhalten bieten soll. An der umgekehrten Anordnung der Töner – Kalotte unten, Polyprop-Konus oben – hat man dagegen festgehalten, um die Signale beider Töner beim Hörer möglichst gleichzeitig eintreffen zu lassen: Das soll Interferenzen im Übergangsbereich vermeiden. Der liegt mit 1900 Hz übrigens auffällig niedrig. Dass der Hochtöner dennoch nicht nennenswert klirrt, deutet auf eine extrem gute Auslegung der Weiche und auf einen sehr hohen Standard bei der Konstruktion der Chassis hin.
Andersrum: Die Kalotte der German Maestro ist invers, was den Abstrahlwinkel vergrößern soll. Ihre flache Sicke ermöglicht zudem größere Hübe ohne Klirr.
Ein Hort der Wärme
Anders als die voranstürmende Dali ließ es die German Maestro ruhig angehen: Bachs meditative Kantate „Ich habe genug“ (Montreal Baroque, Atma Classique) tönte minimal voluminöser, dafür noch wärmer und weltentrückter als über die schon sehr schön spielende Heco Celan XT 301.
Sauber gemacht: Die Weiche sorgt nicht nur für guten Übergang, sondern entzerrt gerade den Konustöner und passt die Kennschalldrücke aneinander an.
+ Warm bis natürlich abgestimmt, angenehm, weiträumig und ungemein langhörtauglich.
– Etwas mehr Tiefbass und Temperament täten gut.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemeine Daten | |
|---|---|
| Abmessung (B x H x T) | 19,5 x 37,0 x 30,0 cm |
| Gewicht | 9,0 |
| Oberflächen | Furnier, Lack |
| Farbe | Ahorn, Kirsche, Zebrano, Hochglanz schwarz/weiß |
| Technische Merkmale | |
| Bassprinzip | Wege Bassreflex |
| Anzahl der Wege | 2 |
| Arbeitsprinzip Vollaktiv | |
| Ausstattung | |
| Anschluesse | single Wiring |
| Anschlüsse XLR | |
| Raumanpassung | |
| Surround-Ergänz. | |
| Cinch | |
| Labor-Merkmale | |
| Maximale Lautstärke oberer Wert | 103 dB |
| untere Grenzfrequenz (-3dB) | 59 Hz |
| Untere Grenzfrequenz (-6 dB) | 51 Hz |
| Nennimpedanz (Audio) | 6 Ohm |
| Bewertung | |
| Warm bis natürlich abgestimmt, angenehm, weiträumig und langzeittauglich | |
| Etwas mehr Tiefbass und Temperament täten gut | |
| Bassqualität | 60 |
| Basstiefe (Bassfundament) | 55 |
| Detailtreue (Präzision) | 85 |
| Feindynamik | 75 |
| Maximalpegel (Lebendigkeit) | 55 |
| Neutralität | 90 |
| Ortbarkeit | 85 |
| Räumlichkeit (Luftigkeit) | 95 |
| Verarbeitung | sehr gut |
| Klangurteil | sehr gut 78 |
| getestet in Ausgabe: | 7/10 |





