pearl.de Bestseller NEU Beratungsvideo Schnäppchen Ausgezeichnet bewertet Pressestimmen Günstig beiwww.pearl.de onlne einkaufen
Testbericht

KEF XQ40

Testergebnis
93.0 Punkte
3000 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Malte Ruhnke

13. März 2008

Eine High-End-Box mit Koaxial-Chassis, die fast jeden Verstärker akzeptiert und noch dazu bezahlbar ist? KEF versucht mit der XQ 40 die Quadratur des Kreises. 

Dieses Produkt wurde auch getestet von:

KEF schickt nun mit der nagelneuen XQ 40 eine Allroundbox ins Rennen. Kompakt ist sie, mit 3 000 Euro deutlich bezahlbarer, und soll den großen Reference-Modellen trotzdem nur wenig nachstehen.

Herzstück der ambitionierten Boxen-Konstruktion ist ein neuer Mittelhochtöner namens UniQ, der die Gene der überragenden Reference-Wandler in sich trägt. Seine Membranform und der hochkomplexe Einbau der Kalotte in den Konusantrieb unterscheiden sich grundlegend vom Vorgänger in der alten XQ-Serie. Die nur 19 Millimeter kleine, aber bereits ab 2300 Hertz spielende Alu-Kalotte soll laut KEF-Entwickler Dr. Andrew Watson vor allem für eine offenere und glanzvollere Wiedergabe sorgen – auch jenseits der 10 Kilohertz. Als positiver Nebeneffekt kann so auf einen zusätzlichen Superhochtöner verzichtet werden, der das Punktstrahlkonzept ad absurdum geführt hätte. 


© Foto: Hersteller

Verstrebungen und gebogene Flächen geben den XQ-Gehäuse ungekannte Stabilität

Ein Ensemble von Schalllinsen soll den kritischen Bereich um die Kalotte akustisch entschärfen. Der „Crown Waveguide" genannte Vorsatz hat die Aufgabe, Interferenzen und Resonanzen im Trennbereich zwischen den Membranen zu verhindern. Ganz nebenbei profitiert auch der Mitteltöner selbst von der Reference-Technik: Er soll deutlich klirrärmer arbeiten als sein Vorgänger, und wird bereits unterhalb von 400 Hertz ausgeblendet.

Klar, dass der UniQ in einer separaten Kammer und auf ein eigenes Luftvolumen arbeitet. Je weniger die Mitteltonmembran von großen Bass-Turbulenzen mitbekommt, desto klarer und modulationsärmer spielen die Höhen auf. Für zusätzliche Entlastung sorgen  zwei 17-Zentimeter-Tieftöner, die sich mit ihrer gepressten Fasermembran und der weichen Aufhängung eher an den preiswerteren Modellen der iQ-Serie orientieren. Klirrarme Basswiedergabe ist nicht zuletzt ein Verdienst solider Gehäuse: Aufwändige Verstrebungen und zwei Bassreflexrohre – die sich mit passend geformten Stopfen verschließen lassen – zeugen hier vom hohen konstruktiven Anspruch der KEF-Entwickler. Die nierenförmigen Einbuchtungen der Atem-Öffnungen haben übrigens einen ganz pragmatischen Grund:So lassen sie sich näher an die innenliegenden Gehäuseverstrebungen heran rücken, wo die Box am stabilsten ist. Die Schwallwand wird damit weitgehend immun gegen ungewolltes Mitschwingen.


Bild vergrößern 320 118 http://img3.magnus.de/image-r320x118-C-2819f8a-25312942.jpg Der Hochtöner samt Neodymmagnet findet komplett innerhalb des Mitteltonantriebs Platz. © Foto: Hersteller
© Foto: Hersteller

Der Hochtöner samt Neodymmagnet findet komplett innerhalb des Mitteltonantriebs Platz.

Von der schicken, aber nur fünf Millimeter dünnen Aluminiumfront wäre das zuviel erwartet.  Sie trägt zwar die Reflexrohre, beide Bass-Chassis sind aber in Ausfräsungen der dahinter liegenden Holzschallwand versenkt und verschraubt. Die Konstruktion unter dem edlen Kleid mutet etwas rustikal an, sitzt aber bombenfest. Wer einmal den makellos aufgetragenen Hochglanzlack erfühlt, die gebürstete Aluminiumfront und die geschickten, wenn auch etwas übertriebenen Rundungen der KEF-Skulptur aus der Nähe betrachtet hat, der verspürt ohnehin keinen Drang dieses Wandlerensemble auseinander zu bauen. 


Bild vergrößern 235 320 http://img1.magnus.de/image-r235x320-C-d0908a0e-25312945.jpg An der Aluminiumfront hängen nur die Bassreflexrohre, die Lautsprecher-Chassis sind direkt mit der dahinterliegenden Schallwand verschraubt. © Foto: H.Härle
© Foto: H.Härle

An der Aluminiumfront hängen nur die Bassreflexrohre, die Lautsprecher-Chassis sind direkt mit der dahinterliegenden Schallwand verschraubt.

Hörtest

Als die neue KEF loslegte: klar, frisch und detaillreich  zeichnete sie das Klangpanorama im Bayreuther Festspielhaus vergleichbar magisch nach (Wagner „Tristan und Isolde“, Barenboim, Philips). Der bekennende Indie-Fan Bernhard Rietschel zog als Kontrast zur dynamischen Pure Music-Reihe von AUDIO Fu Manchus „King of the Road" aus dem Regal: dreckiger und garantiert komprimierter Garagensound. Ohne etwas zu schönen oder weich zu spülen, ließ die XQ 40 die fetten E-Gitarren schreien und singen zugleich, verlieh den treibenden Rhythmen trotz ihres nicht unendlichen Tiefganges Wucht und Geschwindigkeit. Dass dieses Multitalent als erste 3000-Euro-Box in die High-End-Klasse einziehen würde, war bereits nach wenigen CDs klar. Präzise groovender Jazzpop wie Yuri Honings „Sequel" (Jazz in Motion) entwickelte eine etwas dunkle Färbung, aber jede Menge Club-Atmosphäre und dynamische Autorität. Unaufdringlich perlten die sparsam dosierten Beckenanschläge, sauber intonierte das Saxophon.

Die KEF  betätigte sich – trotz ihrer audiophilen Allround-Qualitäten – ganz lässig als Party-Box und brachte es auf erstaunliche Brachialpegel ohne nennenswerte Zeichen einer Überforderung. Dazu gibt sie sich mit einer Audio-Kennzahl (AK) von 54 betont röhrenverstärkerfreundlich.

Fazit

Die XQ 40 stellt angesichts ihrer Größe einen nahezu perfekten Kompromiss dar und begeistert quer durch alle Musikrichtungen und Geschmäcker. High-End-Klasse für 3 000 Euro – KEF hat´s geschafft!




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemeine Daten  
Abmessung (B x H x T) 23,1 x 102,0 x 30,2 cm
Gewicht 24,3
Oberflächen
Farbe Vogelaugenahorn, Mahagoni, Schwarz
Technische Merkmale  
Bassprinzip Wege Bassreflex
Anzahl der Wege 3
Arbeitsprinzip Vollaktiv
Ausstattung  
Anschluesse Bi-Wiring
Anschlüsse XLR
Raumanpassung
Surround-Ergänz. ja
Cinch
Labor-Merkmale  
Maximale Lautstärke oberer Wert 109 dB
untere Grenzfrequenz (-3dB) 47 Hz
Untere Grenzfrequenz (-6 dB) 36 Hz
Nennimpedanz (Audio) 3 Ohm
Bewertung  
ja Ehrlicher Alleskönner mit bezaubernder Raumprojektion, erstaunlich kompakt
nein Raum etwas dunkel, Bass könnte trockener kommen
Bassqualität 80
Basstiefe (Bassfundament) 80
Detailtreue (Präzision) 95
Feindynamik 85
Maximalpegel (Lebendigkeit) 85
Neutralität 100
Ortbarkeit 110
Räumlichkeit (Luftigkeit) 100
Verarbeitung überragend
Klangurteil überragend 93
getestet in Ausgabe: 07


Günstig bei www.pearl.de online einkaufen
Finden Sie Ihr Produkt

Schnellfinder

Sie wollen schnell einen Überblick gewinnen? Mit wenigen Klicks zum passenden Gerät!

Hier auswählen:

Handy-Tariffinder

Handyrechnung zu hoch? Hier finden Sie Ihren perfekten Handytarif.

Zum Tarifvergleich

Kleines Spiel für zwischendurch

Meistgelesen
1. Kino-Kritik: Kill Me Please

Als Suizidwillige mit dem Tod konfrontiert werden, sinnen sie plötzlich nicht mehr auf das Ableben.

2. DECT-Telefon Peaq PDO250 im Test

Mit dem DECT-Telefon Peaq PDP250 schickt die Media-Saturn-Holding das erste Schnurlostelefon Marke Eigenbau ins Rennen. Im Test überzeugt das Peaq PDP250…

3. Kino-Kritik: Marley

So ausführlich wie oberflächlich präsentiert sich "Marley", die 144 Minuten lange Dokumentation über Reggae und Rastafari.

4. Adobe Photoshop Lightroom 4 im Test

Sie haben hunderte von Hochzeitsfotos geschossen und wollen die 50 besten davon zu einem Fotobuch zusammenstellen? Und das alles im Handumdrehen? Genau…