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Testbericht

KEF KHT 2005.3

AUDIO


Malte Ruhnke

12. August 2008

Ei, ei. ei - das KEF-Set begeistert mit runder Formensprache

Das brandneue KHT 2005.3 ist ein reines Heimkino-Set. Es bedient sich der UniQ-Technologie, also der Anordnung von Mittel- und Hochtöner auf einer Achse. Wobei Mitteltöner (nicht Tiefmitteltöner) im Falle des KHT der richtige Begriff ist: Der Metallkonus misst nur zehn Zentimeter brutto und wäre damit für echte Bässe ohnehin zu klein. In seiner Mitte steckt eine 19-Millimeter-Kalotte samt kleiner Schallführung, die Druckausgleichsprobleme zwischen den beiden sich unterschiedlich bewegenden Membranen verhindern soll.

Diese koaxiale Anordnung birgt zudem raumakustische Vorteile, sprich: ein klareres Klangbild bei großen Hörentfernungen. Das eiförmige Gehäuse ist passenderweise für Wandmontage optimiert; sein Metallfuß kann an jeder Seite des Eis angeschraubt werden und erlaubt über ein Kugelgelenk sogar eine gradgenaue Ausrichtung.


Bild vergrößern 747 1000 http://img1.magnus.de/image-r747x1000-C-d79240bd-25148363.jpg Die Metallfüße für freien Stand oder Wand- und Deckenmontage sind stabiler als beim Vorgänger. © J.Bauer
© J.Bauer

Die Metallfüße für freien Stand oder Wand- und Deckenmontage sind stabiler als beim Vorgänger.

Der vom Subwoofer zu übernehmende Tieftonbereich fällt wegen der kleinen Satelliten eher groß aus. Das soll für den Kube-2 genannten Spezialisten kein Problem darstellen. Er verzichtet auf ein Bassreflexrohr, dessen Resonatorfunktion übernimmt ein zweites Chassis ohne Schwingspule, auch Passivmembran genannt. Dies verhindert zuverlässig schädliche Strömungsgeräusche, wenn der Besitzer den Woofer einmal überfordern sollte. Das Anschlussfeld des Kube-2 verrät den Einsatzzweck: Ohne AV-Receiver und Aktivweiche geht nichts.

Aufbauen

Ein Surround-Set spielt fast nie auf Anhieb richtig, sondern verlangt nach einer Anpassung von Subwoofer- und Satellitenpegel. Je nach Aufstellort und Weicheneinstellung kann dabei die Situation entstehen, dass Sub und Sats nicht im Takt spielen und der Bass merkwürdig hohl klingt – dann hilft ein Umlegen des Phasenschalters, den übrigens auch der Woofer des KEF KHT besitzt, oft weiter. Canton und KEF im iQ gehen noch einen Schritt weiter und ermöglichen eine stufenlose Anpassung der Phase.


Bild vergrößern 927 1000 http://img2.magnus.de/image-r927x1000-C-af75dfe2-25148366.jpg Ausgänge bietet der Sub nicht, dafür Equalizer- und Phasenschalter sowie Auto-Standby. © J.Bauer
© J.Bauer

Ausgänge bietet der Sub nicht, dafür Equalizer- und Phasenschalter sowie Auto-Standby.

Die Optimierung des KHT-Systems benötigt etwas Aufwand: Mit Trennfrequenzen um 120 Hertz bringt es die beste Anbindung zwischen Tiefton und Grundton, man sollte jedoch etwas mehr Zeit einplanen, um Wandabstand und Aufstellung des Woofers im Raum zu optimieren, sonst klingt der Tiefbass hörbar vom Rest der Musik getrennt. Dem KHT 2005.3 hilft eine Montage direkt an der Wand, um den Grundton aufzufüllen.

Hörtest

Zum ersten großen Showdown traten alle vier Sets gegen das Teufel Theater LT 2 an – und die Heere von Mittelerde zur großen Feldschlacht am Ende des dritten „Herr der Ringe“-Teiles. Das KHT-Set von KEF tönte bei derselben Szene weniger furchteinflößend, mobilisierte jedoch gerade im Bass besonders markerweichende Effekte.

Mit Musik, insbesondere Klassik in Surround, spielten die Koax-Sets ihre Vorteile aus: das KHT-Set klang eine Spur klarer, allerdings auch etwas zu dunkel und insgesamt weniger mitreißend.






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