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Testbericht Interview mit Johannes Siegler, Geschäftsführer Backes & Müller

"Durch die analoge Regelung erreichen wir die ­gleiche Phasenstabilität mit einer viel geringeren Latenzzeit."

stp: Herr Siegler, Sie verwenden eine analoge Regelung im Bass und digitale Filter in den übrigen Bereichen. Warum dieser Mix?

JS: Eine digitale Bass-Entzerrung wäre mit einer Zeitverzögerung von bis zu 100 Millisekunden ­verbunden, Bild und Ton wären asynchron. Durch die analoge Regelung erreichen wir die ­gleiche Phasenstabilität mit einer viel geringeren Latenzzeit.

stp: Die BM Line 25 ist komplett mit konventionellen MOSFET-Endstufen bestückt. Mögen Sie keine Schaltverstärker?

JS: Schaltverstärker sind besser geworden und werden auch für B&M vielleicht mal interessant. Momentan bleiben wir aus klanglichen Gründen bei MOSFET. Nur bei Extremleistungen nutzen wir Schaltverstärker. Etwa im Bassbereich unseres Topmodells BM Line 50.

stp: Die BM Line 25 ist ungleich moderner als BM 12 oder BM 30. Sind das nun Oldtimer?

JS: Wir freuen uns über die ­bestehende Nachfrage und entwickeln unsere Classic-Line ­kontinuierlich weiter. Akustisch wie optisch wollen wir mehrere Alternativen bieten.

stp: Endverbraucher und HiFi-Fachhandel stehen Aktivboxen skeptisch gegenüber. Haben Sie Hoffnung auf eine Änderung?

JS: Die Mechanismen, die zur Marktbeherrschung durch Passivboxen geführt haben, ändern sich nicht von heute auf morgen. Aber letztlich setzt sich Qualität durch, egal ob passiv oder aktiv.

 
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