Menü

Testbericht Im Test: Subwoofer Klipsch SW-110

Der Klipsch SW-110 klingt satt, sauber und musikalisch, mit treibendem Kick und tollen Grooves und ist einer der Besten Woofer der 700-Euro-Klasse.

Klipsch SW-110

Hersteller
Klipsch
UVP
700.00 €
Wertung
81.0 Punkte
Testverfahren
1.0

Klipsch genießt unter HiFi-Fans vor ­allem dank seiner Hornlautsprecher einen exzellenten Ruf als Hersteller echter Männerboxen. Im Vergleich zu den exorbitanten Exhörnern oder den kraftvollen RF-7 II wirkt der neue Sub SW-110 erstaunlich kompakt und unauffällig. Die Bezeichnung SW-110 lässt sich dabei auch als 1x10 lesen und identifiziert den kleinsten Woofer der neuen Serie als einzelnen Zehnzoller. Wobei Klipsch im Zweifelsfall wie beim SW-311 die passiven Chassis mitzählt.

Lediglich die Vorbereitung für einen Wireless-Empfänger sticht heraus, sonst bietet der Klipsch nur die Minimal-Ausstattung. © MPS
Lediglich die Vorbereitung für einen Wireless-Empfänger sticht heraus, sonst bietet der Klipsch nur die Minimal-Ausstattung.

Der Klipsch SW-110 muss auf solche verzichten und vertraut auf einen klassischen Bass­reflex. Wobei dieser nicht klassisch aufgebaut ist, sondern durch einen abgerundeten Schlitz auf der Frontseite ausgeführt wurde. Von deren Breite versprechen sich die Klipsch-Ingenieure eine Reduzierung der Kompressionen, doch der praktische Nutzen, dürfte im Pflichtenheft ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt haben.

Sehr tief, Filter mit zugunsten des Zeitverhaltens wechselnden Flanken bei tiefer Einstellung. © AUDIO
Sehr tief, Filter mit zugunsten des Zeitverhaltens wechselnden Flanken bei tiefer Einstellung.

Die Chassiskonstruktion wurde weitgehend von den edleren Woofern der Serie übernommen: Langhubschwingspule, Gusskorb und eine gewobene, mit Rohacell verbackene Fieberglassmembran. Letztere wurde zugunsten höherer Steifigkeit wie ein Kugelausschnitt ­geformt und mit einer inversen Sicke verklebt, was eine besonders kolbenförmige Bewegung bei allen Pegeln und Membranpositionen ermöglichen soll. Eine 200 Watt RMS starke Digitalendstufe in der klipsch-typischen BASH-Schaltung, die bei Impulsvedarf bis zu 450 Watt mobilisieren kann, treibt das Chassis an.

Klirr gut, nur im Tiefstbass etwas hoch.  Tiefgang: 30Hz Pegel: 108dB © AUDIO
Klirr gut, nur im Tiefstbass etwas hoch. Tiefgang: 30Hz Pegel: 108dB

Hörtest

Dass hohe Pegel bei der Entwicklung nicht im Vordergrund standen, stellte der Klipsch mit seiner Vorstellung des Yello-Stückes „Touch“ klar, bei der spontan kein Fuß gelangweilt auf dem Boden blieb, sondern das Hörtest-Team kollektiv zu Luft-Schlagzeugern mutierte.

Bei GrönemeyersUnplugged“ rockte der Klipsch SW-110 mit knallig-kraftvollen Rhythmen, ohne die intime Unplugged-Atmosphäre mit allzu fetten Bässen zu gefährden. Auch Mark Egans Fusion-Scheibe gab der Klipsch genau die richtige Würze Live-Feeling und beeindruckte beim gezupften wie geslappten E-Bass mit einer ­herausragend musikalischen Performance: Jeder Ton saß mit atemberaubender Präzision, ohne dass es dem Klipsch-Woofer an Kraft ­gefehlt hätte.

Vor Heimkino-Effekten schreckte er ebensowenig zurück wie vor Orgeltönen, denen er ein großes, doch nie ausladendes Fundament ­verlieh. Der Klipsch kostet zwar einen Hunderter mehr als die Konkurrenz, rechtfertigt mit seinen kompakten Maßen und dem knackigen Klang aber diese Investition.

Alle Daten und Testergebnisse zum Klipsch SW-110

 
x