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Testbericht

Im Test: Subwoofer Klipsch SW-110

Testergebnis
81.0 Punkte
700 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Malte Ruhnke | Profil | Kontakt

13. Juli 2011

Der Klipsch SW-110 klingt satt, sauber und musikalisch, mit treibendem Kick und tollen Grooves und ist einer der Besten Woofer der 700-Euro-Klasse.

Klipsch genießt unter HiFi-Fans vor ­allem dank seiner Hornlautsprecher einen exzellenten Ruf als Hersteller echter Männerboxen. Im Vergleich zu den exorbitanten Exhörnern oder den kraftvollen RF-7 II wirkt der neue Sub SW-110 erstaunlich kompakt und unauffällig. Die Bezeichnung SW-110 lässt sich dabei auch als 1x10 lesen und identifiziert den kleinsten Woofer der neuen Serie als einzelnen Zehnzoller. Wobei Klipsch im Zweifelsfall wie beim SW-311 die passiven Chassis mitzählt.

Klipsch SW-110
Bild vergrößern 937 811 http://img4.magnus.de/Klipsch-SW-110-r937x810-C-7aa5be1e-47522518.jpg Lediglich die Vorbereitung für einen Wireless-Empfänger sticht heraus, sonst bietet der Klipsch nur die Minimal-Ausstattung. © MPS
© MPS

Lediglich die Vorbereitung für einen Wireless-Empfänger sticht heraus, sonst bietet der Klipsch nur die Minimal-Ausstattung.

Der Klipsch SW-110 muss auf solche verzichten und vertraut auf einen klassischen Bass­reflex. Wobei dieser nicht klassisch aufgebaut ist, sondern durch einen abgerundeten Schlitz auf der Frontseite ausgeführt wurde. Von deren Breite versprechen sich die Klipsch-Ingenieure eine Reduzierung der Kompressionen, doch der praktische Nutzen, dürfte im Pflichtenheft ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt haben.
Klipsch SW-110
Bild vergrößern 937 586 http://img4.magnus.de/Klipsch-SW-110-r937x586-C-7c6cd5ba-47522515.jpg Sehr tief, Filter mit zugunsten des Zeitverhaltens wechselnden Flanken bei tiefer Einstellung. © AUDIO
© AUDIO

Sehr tief, Filter mit zugunsten des Zeitverhaltens wechselnden Flanken bei tiefer Einstellung.

Die Chassiskonstruktion wurde weitgehend von den edleren Woofern der Serie übernommen: Langhubschwingspule, Gusskorb und eine gewobene, mit Rohacell verbackene Fieberglassmembran. Letztere wurde zugunsten höherer Steifigkeit wie ein Kugelausschnitt ­geformt und mit einer inversen Sicke verklebt, was eine besonders kolbenförmige Bewegung bei allen Pegeln und Membranpositionen ermöglichen soll. Eine 200 Watt RMS starke Digitalendstufe in der klipsch-typischen BASH-Schaltung, die bei Impulsvedarf bis zu 450 Watt mobilisieren kann, treibt das Chassis an.

Klipsch SW-110
Bild vergrößern 937 586 http://img3.magnus.de/Klipsch-SW-110-r937x586-C-65c060d7-47522516.jpg Klirr gut, nur im Tiefstbass etwas hoch. Tiefgang: 30Hz Pegel: 108dB © AUDIO
© AUDIO

Klirr gut, nur im Tiefstbass etwas hoch. Tiefgang: 30Hz Pegel: 108dB

Hörtest

Dass hohe Pegel bei der Entwicklung nicht im Vordergrund standen, stellte der Klipsch mit seiner Vorstellung des Yello-Stückes „Touch“ klar, bei der spontan kein Fuß gelangweilt auf dem Boden blieb, sondern das Hörtest-Team kollektiv zu Luft-Schlagzeugern mutierte.

Bei GrönemeyersUnplugged“ rockte der Klipsch SW-110 mit knallig-kraftvollen Rhythmen, ohne die intime Unplugged-Atmosphäre mit allzu fetten Bässen zu gefährden. Auch Mark Egans Fusion-Scheibe gab der Klipsch genau die richtige Würze Live-Feeling und beeindruckte beim gezupften wie geslappten E-Bass mit einer ­herausragend musikalischen Performance: Jeder Ton saß mit atemberaubender Präzision, ohne dass es dem Klipsch-Woofer an Kraft ­gefehlt hätte.

Vor Heimkino-Effekten schreckte er ebensowenig zurück wie vor Orgeltönen, denen er ein großes, doch nie ausladendes Fundament ­verlieh. Der Klipsch kostet zwar einen Hunderter mehr als die Konkurrenz, rechtfertigt mit seinen kompakten Maßen und dem knackigen Klang aber diese Investition.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessungen 32,0 x 35,5 x 43,0 cm
Gewicht 16,0 kg
Features  
Oberflächen Folie
Farben Matt schwarz
Bauprinzip Gehäuse Bassreflex
Phase variabel ja
Phase schaltbar nein
Einschaltautomatik nein
Raumanpassung (Text) -
Messmikrofon nein
Fernbedienung steuert Lautstärke? nein
Fernbedienung steuert Phase nein
Fernbedienung steuert Übergangsfrequenz nein
Anschlüsse  
Eingang LS-Klemmen/XLR/Cinch ja/nein/ja
Ausgang LS-Klemmen/XLR/Cinch nein/nein/nein
Hochpassweiche -
Bewertung  
Klang 81
Bedienung überragend
Verarbeitung gut
Klangcharakter satt voluminös
Ausstattung befriedigend
Klangurteil sehr gut 81
Preis/Leistung überragend
getestet in Ausgabe: 7/
11


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