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Testbericht Im Test: Kompaktboxen Heco Victa 301

Die Heco Victa 301 (220 Euro pro Paar) ist eine Box mit Allroundqualitäten. Ihr offenherziger, anspringender Charakter und die gute Raumabbildung sind in der Preisklasse um 200 Euro einmalig.

Heco Victa 301

Hersteller
Heco
UVP
220.00 €
Wertung
61.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Auszeichnung
Testsieger: AUDIO 6/2011

Vier breite Öffnungen im Blechkorb kühlen die Schwingspule des 17-Zentimeter-Basstreibers, ein deutlicher Hornansatz unterstützt den Hochtöner. © MPS
Vier breite Öffnungen im Blechkorb kühlen die Schwingspule des 17-Zentimeter-Basstreibers, ein deutlicher Hornansatz unterstützt den Hochtöner.

Mit einem betont schmal zulaufenden Gehäuse macht die Heco Victa 301 für 220 Euro auf sich aufmerksam. Die ­besondere Gehäuseform wird durch ­geschlitztes MDF möglich, dass sich in gewissen Grenzen biegen lässt. Ihre ­geschwungene Erscheinung täuscht über die enorme Tiefe von 31 Zentimetern hinweg. Rund 13 Liter Innenvolumen kommen da zusammen, doppelt so viel wie in der Boston A25.

In punkto Membrandurchmesser liegt der Tieftöner mit seiner Papiermembran auf Augenhöhe mit dem Teufel Ultima 20-Treiber. ­Zudem verfügt er über vier breite ­Lüftungsschlitze im Korb, die nicht nur die Schwingspule kühlen, sondern auch den Raum hinter der Zentrierspinne dekomprimieren.

Auf den Hörer ausrichten, etwas näher zur Wand unterstützt den Pegel im Bassbereich. © AUDIO
Auf den Hörer ausrichten, etwas näher zur Wand unterstützt den Pegel im Bassbereich.

Eine Polkernbohrung ist ebenfalls vorhanden. Eine Besonderheit des Hochtöners ist der etwas stärker ausgeprägte Hornansatz seiner silbernen Kunststoffblende. Sein Hochpass­filter trennt mit stärkeren 18dB pro ­Oktave, während der 12-dB-Tiefpass ähnlich dem der Boston mit einem R-C-Glied parallel zur Spule modifiziert ist.

Als einzige Box im Testfeld kommt die Heco Victra 301 mit einem Bi-Wiring-Terminal ­daher und ermöglicht – sofern gewünscht – die Nutzung der Bi-Amping-Fähigkeit moderner AV-Receiver.

Recht linear, zu hohen Frequenzen hin sanft ansteigend, Impedanz 3,9Ω , AK 59 © AUDIO
Recht linear, zu hohen Frequenzen hin sanft ansteigend, Impedanz 3,9Ω , AK 59

Hörtest

Den goldenen Mittelweg beschritt im Hörraum die Heco Victa 301. Sie kam zwar nicht ganz an das stimmige und natürlich neutrale Gesamtbild der Boston A25 heran, hauchte aber beispiels­weise Katie MeluasGhost Town“ mehr Lebensfreude ein, so dass man ­automatisch mit dem Fuß im Reggae-Takt mitwippte. Die Boston zeichnete hier die Konturen mit spitzerem Bleistift heraus, während sie über die Heco – fast wie mit einer Airbrush gepainted – von einer größeren Aura umgeben war.

Erfreulich geringer Klirr im Mittel-/Hochton, höchster Maximalpegel. © AUDIO
Erfreulich geringer Klirr im Mittel-/Hochton, höchster Maximalpegel.

Diese grundlegenden Unterschiede ­zogen sich durch jegliches Musikmate­rial: Die Boston blieb immer bodenständig mit einer leichten Distanz, die Heco tönte dagegen etwas offenherziger, kerniger und spritziger.

So formte sie die Stimme von Xavier ­Naidoo zwar nicht ganz so akkurat, ­sorgte aber in „Alles lebt“ (Album: „Alles kann besser werden“) mit einem kräftigeren Grundton und einer Brise frischer Luft für mehr Pep und Lebendigkeit. Ihre 61 Klangpunkte verdiente sie sich aber ebenfalls redlich – vor allem dank einer großen Portion Vitalität und Charme.

Alle Daten und Testergebnisse zum Heco Victa 301

 
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