Testbericht Im Test: Kompaktbox Boston A 25
- Testbericht
- Datenblatt
Boston Acoustics A25
- Hersteller
- Boston Acoustics
- UVP
- 260 €
- Wertung
- 61.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.0
- Auszeichnung
-
Geht es am Bestimmungsort beengt zu, hat die Boston A25 allein durch ihre Abmessungen die besten Karten. Die kompakte Box kann sich hinter einer Ausgabe von AUDIO komplett verstecken und hat rundum sogar noch einen Finger breit Luft. Den Innen-Volumen von rund 6,5 Liter holt sie dabei aus der Tiefe.
© MPS
© AUDIO
Das Gehäuse der Boston ist aus 18 Millimeter starkem MDF gefertigt, während sich die Probanden von Teufel und Heco mit 15 Millimeter begnügen. Von den großen Brüdern der A-Serie erbte die 25er zudem die „Reinforcement Disc“, eine zusätzliche Holzscheibe, die innen am Deckel klebt und Resonanzen minimieren soll.
Der Tieftöner ist ein einfacher Blechkorbtreiber mit vier Entlüftungsbohrungen zwischen Zentrierspinne und Polplatte. Der kleine Polypropylen-Tieftöner muss mit einem effektiven Membrandurchmesser von 105 Millimetern auskommen. Was auf den ersten Blick wie ein Phase-Plug aussieht, ist lediglich eine Staubschutzkalotte. Im Hochton werkelt wie bei den Mitstreitern eine einfache 1-Zoll-Gewebekalotte.
Die Frequenzweiche dockt innen am Anschlussterminal an und basiert auf zwei 12-dB-Filtern inklusive eines kleinen R-C-Glieds parallel zum Tieftöner. Die Polyesterwatte an den Wänden der kleinen Boston ist deutlich dichter als die der Mitbewerber, das Bassreflexrohr mit einem Durchmesser von 30 Millimeter dagegen merklich dünner.
© AUDIO
© AUDIO
Hörtest
Im Hörraum überraschte die Boston mit einem sehr stimmigen und highfidelen Opening. Die zugegebenermaßen etwas geringere Erwartungshaltung angesichts des Kaufpreises wurde weit übertroffen. Die markant rauhe Stimme von Seal in „Kiss From A Rose“ („Best 1991-2004“) bettete die Boston absolut schlüssig in den weiträumigen und abwechslungsreichen Hintergrund ein.
Selbst in den orchestralen Passagen behielt sie den Überblick, weil sie sich nicht zu irgendwelchen Effekthaschereien hinreißen ließ. Was sie unterm Strich von sich gab, hatte Hand und Fuß, selbst wenn die Heco Victa 301 und erst recht die Teufel Ultima 20 Tracks wie „Fly Like An Eagle“ mehr Leben und Raum einhauchten. Die neutrale Boston blieb dabei lieber auf der highfidelen Seite.
Ihre etwas „weiche“ Membran konnte sie im Ansatz des punchigen Kickbasses in „Killer“ allerdings nicht verleugnen. Dass sie diesen prinzipbedingt nicht allzu laut aus ihrer kleinen Membran schmetterte, sah man ihr gerne nach, denn unterm Strich bot sie im positiven Sinn erschreckend viel HiFi für ihr Geld. Insgesamt 61 Punkte lautete die Ausbeute.
Alle Daten und Testergebnisse zum Boston Acoustics A25